VdK-Kreisvorstand Neuwied unterstützt Forderungen des Bundesverbands
Finger weg vom Gesundheitsfonds
Kreis Neuwied. „Wir warnen davor, den noch vollen Gesundheitsfonds langsam zu leeren. Die Regierung darf den Beitragszahlern in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht alleine die Last aufbürden, die eigentlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe aller Steuerzahler ist.“ So kommentiert die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, die Pläne der Bundesregierung, für die Mehrbelastungen durch den Ausbau der telemedizinischen Infrastruktur und die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds zu nehmen.
Mit dieser Thematik und insbesondere mit den Ausgaben für versicherungsfremde Leistungen aus dem Gesundheitsfonds beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung auch der Vorstand des VdK-Kreisverbands Neuwied. Leistungen für das gesamte Gesundheitssystem, wie der Krankenhausstrukturfonds, der Innovationsfonds, die Patientenberatung und die Prävention, müssen aus Sicht des VdK-Kreisverbands Neuwied von allen Bürgern bezahlt werden und nicht nur von den gesetzlich Versicherten. Dazu gehören auch Leistungen wie die Krankenkassenbeiträge für arbeitslose Flüchtlinge.
Viele Milliarden Euro werden bereits aus den Kassenbeständen der Kranken- und Rentenversicherung für versicherungsfremde Leistungen abgezweigt. Statt jetzt auf den Gesundheitsfonds zurückzugreifen, sollte vielmehr die Schieflage in der gesetzlichen Krankenversicherung korrigiert werden. „Die hohe einseitige Belastung der Versicherten führt dazu, dass der Erhalt der Gesundheit stark von der Größe des Geldbeutels abhängig ist. Gesundheit muss für alle bezahlbar sein“, fordert auch VdK-Kreisvorsitzender Hans Werner Kaiser. Die steigenden Kosten im Gesundheitswesen müssen Versicherte über den Zusatzbeitrag ihrer Krankenkasse derzeit allein tragen. „Wir fordern eine Rückkehr zur Parität, also der Finanzierung der Kassenbeiträge zu gleichen Teilen durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer“, so der VdK-Kreisvorstand in seiner Stellungnahme.
Pressemitteilung des
VdK-Kreisverbands Neuwied
