Politik | 08.01.2024

CDU-Kreistagsfraktion

Förderschulen sind wichtig für die Region

CDU-Kreistagsfraktion im Dialog mit den Schulleitungen der Förderschulen  Foto: Karl-Heinz Boll

Westerwaldkreis. Der Erhalt der Förderschulen in ihrer bisherigen Ausprägung ist für Kinder, Jugendliche und Eltern äußerst wichtig. Darin waren sich die Schulleitungen der Westerwälder Förderschulen und die CDU-Kreistagsfraktion einig. Von Kultusministerin Hubig geplante organisatorische Veränderungen beim Zugang und beim Abschluss an den Förderschulen werden äußerst kritisch gesehen.

Zu Beginn der Gesprächsrunde machte CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel deutlich, dass die in Kreisträgerschaft befindlichen Förderschulen einen besonderen Aufmerksamkeitsgrad für die Fraktion besitzen. Kontinuierliche Unterstützung und regelmäßiger Dialog gehörten selbstverständlich dazu. Bei den Haushaltsberatungen habe die CDU-Fraktion die Entscheidung von Landrat Achim Schwickert unterstützt, die Budgets der Förderschulen in der Höhe zu belassen und nicht den zehnprozentigen allgemeinen Kürzungen zu unterwerfen.

Anschließend stellten Nicole Walczak und Kerstin Schlemper von der gastgebenden Förderschule Sprache (Schule am Rothenberg in Hachenburg) Zielsetzung und Ablauf der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern vor. Die 102 Kinder aus den Landkreisen Altenkirchen und Westerwald werden in acht Klassen von einem 29-köpfigen Kollegium betreut. Alle Unterrichts- und Erziehungsprinzipien dienen dem Ziel, den Schüler(inne)n ihren individuellen Möglichkeiten entsprechend zu einer gut verständlichen Ausdrucksfähigkeit zu verhelfen. Die Persönlichkeit des einzelnen Kindes soll gestärkt werden, um ihnen später die Integration in das Regelschulsystem zu erleichtern und schulischen Erfolg zu ermöglichen. Dies kann u.a. durch den Besuch einer speziellen Eingangsklasse und den anschließenden zweijährigen Schulbesuch erreicht werden.

Zielgerichtete Förderung von Beginn an

CDU-Kreisvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Jenny Groß MdL, gab als bildungspolitische Sprecherin einen aktuellen Sachstand zu den Umorganisationsplänen des Kultusministeriums und den Zielsetzungen der CDU-Landtagsfraktion. „Hier soll Inklusion mit der Brechstange betrieben werden. Die zielgerichtete Förderung der Schülerinnen und Schüler muss von Beginn an ermöglicht werden. Der Wechsel zwischen Schularten und -Standorten ist möglichst zu vermeiden. An den Förderschulen sollte auch künftig ein qualifizierter Abschluss möglich sein. Die Nöte der Praxis in den Förder-, Grund- und Schwerpunktschulen müssten im Mainzer Ministerium zur Geltung kommen. Leidenswege für die Kinder vermieden werden.“

Die Schulleitungen verweisen in ihrer Einschätzung der Planungen auf die gute Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten und Grundschulen sowie Eltern im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit. Sie zeigten sich davon überzeugt, dass die Kinder an den Förderschulen „goldrichtig“ aufgehoben seien. Ein Standortwechsel zur Regelschule erzeuge oft eine nicht zu verkraftende Umstellung aus einem „geschützten Rahmen“.

In der Region vernetzt und geschätzt

Gute Erfahrungen mit den heimischen Betrieben haben die Förderschulen mit Berufspraktika. Die enge Zusammenarbeit und zielgerichtete Betreuung gehe verloren, wenn an den Förderschulen keine Abschlüsse mehr möglich sind und für die Jugendlichen ein Schulwechsel zwischen achter und neunter Klasse erforderlich wird. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Dr. Kai Müller, merkte an, dass sich die meisten Förderschüler durch eine besondere Verlässlichkeit und eine gute Arbeitsauffassung auszeichnen.

Im Gespräch wurde auch deutlich, dass die umfangreiche Beratungstätigkeit, gute Netzwerkarbeit und Nachwuchsausbildung zu den Grundaufgaben aller Förderschulen gehören. Diese werden vom Beratungszentrum an der Förderschule Siershahn unterstützt.

Gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger Westerwaldkreis

Mit der räumlichen Ausstattung, den zur Verfügung gestellten Sachmitteln und der personellen Betreuung durch die Kreisverwaltung zeigen sich die Schulleitungen hochzufrieden. Auf Nachfrage der CDU-Kreistagsfraktion wurden jedoch einige speziellen Wünsche für die nächsten Jahre geäußert. Die Förderschule Lernen in Westerburg benötigt dringend mehr Räumlichkeiten, um die Schülerinnen und Schüler unterzubringen. Die Burggarten-Schule (Lernen und Sozial-Emotionale Entwicklung) Hachenburg hält die Mittagessen-Situation für dringend verbesserungsbedürftig. Hier wird eine gemeinsame Lösung mit der benachbarten Grundschule am Schloss angestrebt. Landrat Achim Schwickert erklärte seine grundsätzliche Bereitschaft, hier als Träger der Förderschulen an Lösungen mitzuarbeiten.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel dankte abschließend für das offene Gesprächsklima und die dabei erhaltenen Anregungen für die weitere Fraktionsarbeit. Es sei wieder einmal deutlich geworden, welch wichtigen Beitrag die Förderschulen leisten. Diese Arbeit nutze den Kindern, Jugendlichen und Eltern sowie den Betrieben in der Region gleichermaßen und sei auch im Umfang unverzichtbar.

Pressemitteilung

der CDU-Kreistagsfraktion

CDU-Kreistagsfraktion im Dialog mit den Schulleitungen der Förderschulen Foto: Karl-Heinz Boll

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