Frauen Union Meckenheim informiert
Meckenheim. Die Frauen Union Meckenheim informierte am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, wieder über ein Thema, das oft im Verborgenen bleibt. Zu den Flyern mit Information und Hilfsangeboten für Betroffene gab es je ein Schokoladentäfelchen mit dem Aufdruck „Mut!“ Die Aktion kam wieder sehr gut an, neben vielen Passantinnen zeigten sich auch Männer interessiert.
Häusliche Gewalt hat viele Gesichter. Laut der jüngsten vorliegenden Statistik des Bundeskriminalamts wurden 2019 fast 142 000 Menschen Opfer von sogenannter Partnerschaftsgewalt, knapp 115 000 davon waren weiblich. Neben Körperverletzung (gut 69 000 Fälle, davon 12 000 gefährliche Körperverletzung) gehören auch Stalking und Bedrohung zu den häufigsten Delikten, die sich gegen Frauen richten. 301 Frauen sind Mord oder Totschlag zum Opfer gefallen.
„Die Zahlen sind erschreckend, zumal man von einem großen Dunkelfeld ausgehen muss“, sagt Sabrina Gutsche, Vorsitzende der Frauen Union Meckenheim. „Umso wichtiger ist es, umfassend zu informieren und auch für eine ausreichende Zahl an Frauenhäusern zu sorgen.“ Die Coronakrise, die zeitweise ein Zusammenleben auf engstem Raum erforderlich machte, habe die Situation noch verschlimmert.
Auf Nachfrage der CDU-Fraktion zum Thema „häusliche Gewalt in Meckenheim“ im Sozialausschuss wurde bestätigt, dass es auch in Meckenheim Fälle häuslicher Gewalt gibt. Den betroffenen Frauen und Kindern wird durch eine individuelle Betreuung geholfen.
In den meisten Fällen wenden sich nicht die Opfer häuslicher Gewalt an die Beratungsstellen, es sind vielmehr aufmerksame Nachbarn, Freunde oder Bekannte, die Hilfe alarmieren.
Pressemitteilung
Frauen Union Meckenheim
