Politik | 22.02.2021

Gemeinsame Pressemitteilung der Direktkandidat:innen der Freien Demokraten Mathias Koch (WK 10) und Jana Gräf (WK 5)

Freie Demokraten sehen nachhaltige Forst- und Landwirtschaft durch CDU gefährdet

Die beiden Direktkandidat:innen der Freien Demokraten für den Westerwald Mathias Koch (WK 10) und Jana Gräf (WK 5) trafen sich vergangene Woche mit MdB Carina Konrad zum Thema Forst- und Landwirtschaftspolitik und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Umwelt.Foto: privat

Region. Die beiden Direktkandidat:innen der Freien Demokraten für den Westerwald Mathias Koch (WK 10) und Jana Gräf (WK 5) trafen sich vergangene Woche mit MdB Carina Konrad zum Thema Forst- und Landwirtschaftspolitik und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Umwelt.

Gräf machte im Gespräch besonders auf die schlechten Förderungen der Forstbetriebe und die dadurch entstandene Marktverschiebung aufmerksam. Viele regionale Betriebe, die schon seit Jahrzehnten unseren Wald bewirtschaften, können auf dem Markt mit neuen und überregionalen Forstbetrieben nicht mehr mithalten und erhalten somit teilweise keine neuen Aufträge mehr. „Das liegt vor allem an der horrenden Förderung durch das BMEL und Julia Klöckner (CDU). Für mich ist das purer Aktionismus“ so Gräf. „Hier wäre eine Förderung von Ersatzteilen sowie eine Kopplung an der tatsächlichen Schadholzaufarbeitung für alle Forstbetriebe deutlich gerechter und effektiver gewesen.“ Konrad sieht darin ebenso eine deutliche Benachteiligung der ansässigen Betriebe.

Mathias Koch kritisierte im Austausch mit Konrad und Gräf die Waldnutzungsplanung der Grünen. Zusätzlich sieht er die Gefahr, dass auch die Christ Demokraten die Forstwirtschaft im Westerwald gefährden. Diese würden sich als Forstexperten Peter Wohlleben zu Rate ziehen. Damit sieht Koch die Gefahr, dass eine Holznutzung durch Handwerksbetriebe zukünftig nicht mehr mit regionalen Wertschöpfungsketten stattfinden kann und der Import gefördert wird. „Dies hätte starke wirtschaftliche Auswirkungen auf viele Handwerksbetriebe in Rheinland-Pfalz und gefährdet unsere mittelständischen Betriebe im Handwerk und der Holzindustrie“ so Koch.

Jana Gräf, die selbst in eine Försterfamilie in 5. Generation eingeheiratet hat, hält es ebenso für fraglich Herr Wohlleben der grundsätzlich nicht für eine nachhaltige Forstwirtschaft sondern für Stilllegungsflächen und ausschließlich für die Nutzung heimische Baumarten steht zu Rate zu ziehen. „Wir brauchen die Forstwirtschaft und Holzindustrie im Westerwald. Es kann keine Lösung sein, den Holzbedarf zukünftig aus den Tropen zu decken ! Wir brauchen jetzt eine Aufforstung mit Baumarten die sich den zukünftigen klimatischen Bedingungen anpassen. Selbst unsere heimischen Laubbäume halten den klimatischen Bedingungen nicht mehr stand. Die echten Experten sitzen auf den Forstämtern und vermarkten keine Ideologie“.

Die Bundestagsabgeordnete und Agraringenieurin Carina Konrad sieht die Vorhaben der Grünen und Christ Demokraten bedrohend für unsere Umwelt. „Wir erreichen keine bessere Klimabilanz, wenn wir zukünftig all unseren Rohstoff- und Lebensmittelbedarf importieren müssen, das gilt sowohl für die Forstwirtschaft als auch für die Landwirtschaft.“ Außerdem kritisiert Konrad die Christ Demokraten. Für den geplanten Abbau der Nutztierhaltung durch das Umweltbundesamt. Dies führe nicht zu einer Verbesserung der Klimabilanz, sondern verlagere lediglich die Fleischproduktion ins Ausland. Ebenfalls sieht Konrad den Anstoß von Christian Baldauf den Agrarbereich wieder in das Umweltministerium zu überführen als fatalen Fehler an. „Die Landwirtschaft und der Weinbau in Rheinland-Pfalz gehören zum Wirtschaftsministerium und da sollten sie auch bleiben. Wir lassen unsere Bauern und Winzer nicht im Stich!“ so Konrad.

Gemeinsame Pressemitteilung

Mathias Koch (WK 10)

und Jana Gräf (WK 5)

Die beiden Direktkandidat:innen der Freien Demokraten für den Westerwald Mathias Koch (WK 10) und Jana Gräf (WK 5) trafen sich vergangene Woche mit MdB Carina Konrad zum Thema Forst- und Landwirtschaftspolitik und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Umwelt.Foto: privat

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