Politik | 03.05.2018

Landtagspräsident Hendrik Hering verabschiedet Dieter Burgard als Bürgerbeauftragten

Für die Menschen da sein

Amtseinführung von Barbara Schleicher-Rothmund

Mit einem kleinen Geschenk und einer Urkunde wurde der bisherige Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Dieter Burgard (li.), im Landtag offiziell von Landtagspräsident Hendrik Hering verabschiedet. Landtag Rheinland-Pfalz/Andreas Linsenmann

Region. Sprachrohr der Bürgerinnen und Bürger, Dolmetscher, Prellbock, Helfer in seelischer Not, Kümmerer, Kommunikator sind nur eine Auswahl an Funktionen, die dem Bürgerbeauftragten des Landes zugeschrieben werden. Anlässlich der Amtsübergabe des bisherigen Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz Dieter Burgard an seine Nachfolgerin Barbara Schleicher-Rothmund, hat Landtagspräsident Hendrik Hering die Verdienste Burgards im Rahmen all dieser vielfältigen Funktionen bei einer offiziellen Feierstunde im Landtag gewürdigt.

„Aufgeschlossen, menschlich, nahbar und ansprechbar“ sei Dieter Burgard immer gewesen. Und er sei für die Menschen da gewesen, ob in seinem Amt als Landtagsabgeordneter von 2001 bis 2010 oder anschließend während seiner achtjährigen Amtszeit als Bürgerbeauftragter. In dieser Zeit sei das Amt dann auch noch um zwei Aufgaben gewachsen. Zum einen wurde der Bürgerbeauftragte vor knapp vier Jahren auch zum Beauftragten für die Landespolizei und zum anderen wurde im Mai vergangenen Jahres noch die Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche angegliedert.

Hohe Wertschätzung

Dieter Burgard habe dem Amt ein Gesicht gegeben, das vielen Menschen bekannt, sympathisch und vertraut gewesen sei. Das Ansehen und die Wertschätzung, die Burgard genieße, zeigten sich auch darin, dass er zum Präsidenten des Europäischen Ombudsmann-Instituts gewählt worden sei. Burgard wird nun ehrenamtlich sein Amt als erster Antisemitismus-Beauftragter des Landes antreten.

Landtagspräsident Hendrik Hering bezeichnete das Amt des Bürgerbeauftragten, das in Rheinland-Pfalz seit 1974 existiert, als Erfolgsgeschichte. „In den vergangenen 44 Jahren haben sich rund 140.000 Menschen mit Eingaben an den Bürgerbeauftragten gewandt“, sagte Hendrik Hering. Davon profitiere auch der Landtag, denn die Anliegen der Bürger seien eine wichtige Informationsquelle. „Das Parlament ist das zentrale Organ der repräsentativen Demokratie. Und es kann das Volk nur dann politisch vertreten, wenn es auch weiß, wo bei den Menschen der Schuh drückt“, so der Landtagspräsident.

Erste Frau im Amt

Als erste Frau übernimmt nun Barbara Schleicher-Rothmund das Amt. Als langjährige Landtagsabgeordnete habe sie es verstanden, Menschen zusammenzubringen, und habe Humor und Durchsetzungsstärke bewiesen. Als Vizepräsidentin des Landtags habe sie sich stets für die Verteidigung demokratischer Werte eingesetzt. All dies seien laut Hering Erfahrungen und Eigenschaften, die im Amt des Bürgerbeauftragten von großem Vorteil seien. Er sei überzeugt, dass Schleicher-Rothmund mit ihrer offenen, herzlichen und bürgernahen Art das Amt kompetent und leidenschaftlich ausfüllen werde.

Der Bürgerbeauftragte wird vom Landtag für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Er unterstützt den Petitionsausschuss und ist damit dem Parlament verantwortlich. Pressemitteilung des

Landtages Rheinland-Pfalz

Ebenfalls mit einem kleinen Willkommensgeschenk begrüßte Landtagspräsident Hendrik Hering die neue Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Barbara Schleicher-Rothmund.

Ebenfalls mit einem kleinen Willkommensgeschenk begrüßte Landtagspräsident Hendrik Hering die neue Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Barbara Schleicher-Rothmund.

Mit einem kleinen Geschenk und einer Urkunde wurde der bisherige Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Dieter Burgard (li.), im Landtag offiziell von Landtagspräsident Hendrik Hering verabschiedet. Fotos: Landtag Rheinland-Pfalz/Andreas Linsenmann

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