Politik | 16.11.2016, 15:30 Uhr

Kreistagsfraktionen von CDU und Grünen zur Verwendung der Schullandheimmittel

Geldregen für Schulfördervereine und Gedenkstätte

Siegburg. CDU und GRÜNE im Kreistag wollen den Fördervereinen an sämtlichen Schulen im Kreisgebiet rund 330.000 Euro zukommen lassen. Ferner sollen ca. 110.000 Euro an den Förderverein der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ für die Neukonzeptionierung und Modernisierung der Dauerausstellung fließen. Der Trägerverein des Schullandheimvereins für den Rhein-Sieg-Kreis hat zuletzt durch Unterbringung von Flüchtlingen im Heim in Gemünd in der Eifel ein Vermögen von rund 440.000 Euro erwirtschaftet. Mit der Auflösung des Vereins fließt dieses Geld satzungsgemäß an den Rhein-Sieg-Kreis. Die Satzung sieht vor, dass dieser die Gelder an gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Körperschaften weitergibt. Dr. Torsten Bieber, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion: „Wir sehen Parallelen in der Arbeit der Fördervereine an den Schulen mit dem Schullandheimverein. Die Vereine haben allesamt das Ziel, Bildung, Erziehung und Jugendhilfe zu fördern. So wird das Geld im Sinne des Trägervereins verwendet und es profitiert letztlich jeder Schul-Förderverein im Kreisgebiet von der Arbeit des Schullandheimvereins.“ Diese Zusammenhänge sieht auch Ingo Steiner, Vorsitzender der GRÜNEN-Fraktion: „Die Fördervereine an den Schulen leisten ebenso wie der Schullandheimverein wichtige Beiträge für mehr Miteinander und besseres gegenseitiges Verständnis an den Schulen. Insbesondere soll mit den Mitteln sozial schwachen Kindern eine Teilhabe am Schulleben ermöglicht werden, wo finanzielle Hürden dieses nicht zulassen. Die Gelder kommen so letztlich einem ganz ähnlichen Zweck zu, wie vom Schullandheimverein selbst verfolgt.“ Auch die Arbeit des Fördervereins der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ sehen Bieber und Steiner in diesem Zusammenhang: „Hier wird in authentischem Rahmen erlebbar, wohin Ausgrenzung und Hass eine Gesellschaft führen können. Die Dauerausstellung ist allerdings in die Jahre gekommen. Da die Gedenkstätte ohnehin saniert werden muss, ist die Gelegenheit günstig, die Dauerausstellung nun auch neu zu konzeptionieren.“ Der Trägerverein des Schullandheimvereins für den Rhein-Sieg-Kreis hat sich jüngst aufgelöst, da das Schullandheim verkauft worden war. Die Nachfrage von Schulklassen aus dem Rhein-Sieg-Kreis war zu gering und größere Sanierungsmaßnahmen notwendig. Pressemitteilung der Kreistagsfraktionen von CDU und B90/die Grünen

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