Politik | 18.11.2016

Verbandsgemeindeverwaltung Bad Breisig

Generalsanierung kann beginnen

Technik der Römer-Thermen wird komplett erneuert

Bad Breisig. Der Zuweisungsantrag in Höhe von einer Million Euro kann beim Land Rheinland-Pfalz gestellt werden. Dies hat die Stadt Bad Breisig über die Verbandsgemeindeverwaltung Bad Breisig und die Geschäftsführung der Römer-Thermen im Wirtschaftsministerium erfahren.

Eine Zuweisung aus den EFRE- Mitteln (Europäische Fonds für regionale Entwicklung) der EU kann erfolgen, wenn Investitionen getätigt werden, die in hohem Maße CO2-Gas und Primärenergie einsparen. In den Römer-Thermen ist eine komplette Erneuerung der Technik vorgesehen.

So soll mittels einer Wärmepumpe dem etwa 31 Grad Celsius warmen Thermalwasser des Geyer-Sprudels die Wärme entzogen und zur Beheizung der Becken und der Räume der Römer-Thermen genutzt werden. Der Strom hierfür wird durch ein neu installiertes Blockkraftheizwerk erzeugt.

Man geht davon aus, dass sich eine CO2-Ersparnis von mehr als 40 Prozent und bei der Primärenergie sogar eine Einsparung von mehr als 50 Prozent ergeben wird.

Daneben hat die Stadt Bad Breisig insgesamt mit einem Investitionsvolumen für die Technik in Höhe von drei Millionen Euro und für die Erneuerung des Innenbeckens von 500.000 Euro eine große Investition zu stemmen.

Eigenanteil von etwa 2,5 Millionen Euro

Aufgrund der Zuweisung aus EU-Mitteln beträgt der Eigenanteil hierfür noch etwa 2,5 Millionen Euro. Dieser Betrag ist voraussichtlich mit 2.300.000 Euro aus Krediten zu finanzieren. Da zinsgünstige Kredite der KfW-Bank in Anspruch genommen werden können, ist in den nächsten Jahren mit einer sehr geringen Zinsbelastung zu rechnen. Die Geschäftsführung der Römertherme geht zudem davon aus, dass mit den neuen technischen Anlagen jährlich etwa 200.000 Euro an Energiekosten eingespart werden können. Damit werden sich die Investitionen durch die Einsparungen rechnen.

In der Zeit der Renovierung werden die Therme und die Sauna nicht genutzt werden können. Fitnessstudio und Physiotherapiepraxis sollen aber während der Schließungszeit weiter in Betrieb bleiben. Um die Schließungszeit möglichst kurz zu gestalten, sollen zur Unterbringung technischer Anlagen ab Frühjahr 2017 die notwendigen Baumaßnahmen für die Technikräume erfolgen, ohne dass der Badebetrieb beeinträchtigt wird.

Vermutlich keine Mindestschließungszeit

Die Stadt Bad Breisig ist optimistisch, dass gegenüber früherer Aussagen keine Mindestschließungszeit von neun bis zwölf Monaten notwendig sein wird. Es ist vorgesehen, Bad und Sauna vom November 2017 bis Ende Februar 2018 zu schließen. So sind Stadtbürgermeisterin und Geschäftsführung optimistisch, dass man im März 2018 mit einem neuen Innenbecken und einer komplett sanierten Technik starten kann.

Eine finanzielle Bürde stellt allerdings der für das Wirtschaftsjahr 2017 eingeplante Jahresverlust von 681.000 Euro dar, der wegen des Umsatzausfalls im November und Dezember 2017 bei weiterlaufenden Fixkosten so dargestellt werden muss. Hierauf wurde bereits in der Einwohnerversammlung hingewiesen. Das Gleiche gilt auch für den Wirtschaftsplan des Jahres 2018, da auch hier zwei Monate Umsatzausfall zu verkraften sein werden.

Betrachtet man jedoch die von der Geschäftsführung vorgelegte Finanzplanung, so ist davon auszugehen, dass der auf den Badebetrieb der Römer-Thermen entfallende Verlustbetrag ab 2019 bei etwa 320.000 Euro jährlich liegt. Dies ist für ein Schwimmbad, ganz besonders für ein Thermalschwimmbad mit einer völlig anderen Kostenstruktur als bei einem normalen Schwimmbad, ein sehr gutes Ergebnis.

Nachtragswirtschaftsplan vorgelegt

Die Geschäftsführung hat für die Beratung im Werksausschuss im November einen Nachtragswirtschaftsplan für 2016 vorgelegt, wonach der Jahresverlust 649.100 Euro beträgt. Auf den Badebetrieb entfallen davon 544.000 Euro. Er setzt sich zusammen aus bereits erfolgten Instandhaltungsaufwendungen von 180.000 Euro.

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben muss das Trinkwasser für die gesamten Römer-Thermen aus dem Trinkwassernetz eingekauft beziehungsweise kostenpflichtig entnommen werden und darf nicht mehr aus der hauseigenen Süßwasserquelle gespeist werden. Auch der veranschlagte Buchgewinn in Höhe von 105.000 Euro wird sich erst im Folgejahr verwirklichen lassen.

Die Bürgermeisterin der Stadt Bad Breisig und die Geschäftsführung der Römer-Thermen sind zuversichtlich, dass sich diese erheblichen Investitionen rechnen werden, die nach der Errichtung des Bades im Jahr 1991 nun unumgänglich sind. Das engagierte Team der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Therme freut sich auf die Herausforderung und wird dazu beitragen, dass den Gast nicht nur die Technik und Bausubstanz begeistern wird, sondern auch das gesamte Ambiente. Auch für die Stadt ist durch die Römertherme in allen Bereichen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens ein Mehrgewinn zu erleben.Pressemitteilung Ver-

bandsgemeindeverwaltung Bad Breisig

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