IGS Niederzissen war Thema
Niederzissen. Die GRÜNE Jugend kam Mitte März zahlreich in die Kreistagsfraktion, um sich Gehör zu verschaffen. Die Erreichbarkeit von Schule, Ausbildung, Kulturveranstaltung oder Sportverein sind das größte Problem im ländlichen Raum. Für wenig frequentierte Strecken, zum Beispiel die letzten Kilometer nach Hause zu späterer Uhrzeit oder am Wochenende, wird ein orderbares Bustaxi vorgeschlagen, das dann auch garantiert kommt.
Wenn man als junger Mensch Ausbildungsplatz und Wohnort wechseln muss, weil man vom Dorf frühmorgens mit dem Bus mehrmals nicht zuverlässig zum Betrieb kam, ist die Chancengerechtigkeit weit entfernt. Die Grundschule ist wohnortnah, die weiterführende oft nicht. Ob Realschule oder Gymnasium, jede Schule wirbt mit unterschiedlichen Profilen. Die GRÜNE Jugend: „In meiner Familie haben wir überlegt, welche Schule mit welchem Bildungsangebot und pädagogischem Konzept für mich am besten geeignet wäre. Auch über die Fahrzeiten haben wir dann natürlich gesprochen.“ Am 27. März wird im Kreistag über einen Antrag zur möglichen Umwandlung der Realschule plus Niederzissen in eine Integrierte Gesamtschule (IGS) mit gymnasialer Oberstufe entschieden. Dazu das Stimmungsbild: „Ich bin gerne nach Niederzissen auf die Realschule gegangen. Sie nennt sich ‚Behütete Schule von Nebenan‘. Bei einer IGS hättte ich vielleicht nicht zu den 50 Prozent der Schüler/innen gehören, die in Niederzissen für den Realschulzweig aufgenommen werden.“ Auch ein vorhandenes Mittag- und Nachmittag-Angebot zum Beispiel am Gymnasium ist ein Auswahlkriterium und das Angebot an AGs und Leistungskursen. Dafür werden teils lange Fahrzeiten in Kauf genommen.
Abschließend wird ein deutlicher Verbesserungsbedarf in der Beteiligung Jugendlicher und junger Menschen an den politischen Entscheidungsprozessen im Kreis Ahrweiler festgestellt. Dafür wird sich die GRÜNE Kreistagsfraktion einsetzen.Pressemitteilung
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreistagsfraktion Ahrweiler
