Politik | 11.10.2021

Grundsatzpapier des Kreisverbandes Ahrweiler von Bündnis 90 / Die Grünen

Grüner 17-Punkte-Plan für den Neuaufbau des Ahrtals

Der neue „Langfigkanal“ mit vertieftem Sohlbett und erhöhtem Bodenniveau an den Uferrändern. Foto: Rea Brinkhoff

Remagen/Kreis Ahrweiler. Der Kreisverband Ahrweiler von Bündnis 90 / Die Grünen bereitet ein Grundsatzpapier vor, das für die politische Arbeit in den Gremien und der Öffentlichkeit Leitplanken setzen soll. Den bereits auf einer Kreismitgliederversammlung abgestimmten und beschlossenen „17 Punkte-Plan für den Neuaufbau des Ahrtals“, der als Grundlage des Grundsatzpapiers dient, kann man bereits auf der Homepage des Kreisverbandes einsehen.

Mittlerweile liegen im Kreis Ahrweiler diverse Konzepte, Ideen, Positionierungen von verschiedenen Akteur*innen vor, die teilweise im Sinne pragmatischen Vorgehens auch schon umgesetzt werden. „Bei diesen Umsetzungsarbeiten stellen wir jedoch immer wieder fest, dass vor Ort vieles eher isoliert und subjektiv betrachtet wird. So wurde beispielsweise im Naturschutzgebiet Langfigtal im wertvollen Auenwald mit Baggern gearbeitet, andernorts wurde das zu enge ehemalige Flussbett wieder hergestellt,“ kommentiert Stefani Jürries, Sprecherin des GRÜNEN Kreisverbandes mit Sorge diese Entwicklung. „Hier droht nun ein Rückbau der eigenmächtig vorgenommenen Maßnahmen, und damit werden Gelder des Wiederaufbau-Fonds verpulvert.“

Es ist an der Zeit, hier auf Kreisebene im Rahmen eines Gesamtkonzepts zu Grundsatz-Entscheidungen mit klarer Orientierung zu kommen und die pragmatische Phase zu beenden. Der bereits auf einer Kreismitgliederversammlung abgestimmte und beschlossene „17-Punkte-Plan für den Neuaufbau des Ahrtals“, der als Grundlage eines in Kürze folgenden Grundsatzpapiers dient, kann auf der Homepage des Kreisverbandes eingesehen werden: www.gruene-aw.de/17-punkte-plan/

„Mit einem integrierten Gesamtkonzept für eine „Modellregion zur Klimafolgenanpassung“ muss der Neuaufbau im Ahrtal so gestaltet werden, dass die Menschen sicher und im Einklang mit der Natur dort leben können. Starkregen-Ereignisse und Hochwasser werden wir nicht verhindern können, aber wir müssen mit geeigneten Mitteln die Folgen abmildern und dabei die Anforderungen der Klimaneutralität berücksichtigen. Dazu gehört aber auch, dass wir die Natur in den Bereichen schützen, wo die Ahr eindrucksvoll ihre Ansprüche angemeldet hat,“ formulieren die GRÜNEN im Kreis in ihrem 17-Punkte-Plan eindrücklich ihre grundsätzlichen Beweggründe.

Pressemitteilung

Kreisverband Ahrweiler

Bündnis 90/DieGrünen

Der neue „Langfigkanal“ mit vertieftem Sohlbett und erhöhtem Bodenniveau an den Uferrändern. Foto: Rea Brinkhoff Foto: ANDREA BRINKHOFF

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