Politik | 13.10.2020

FDP fordert Lüftungsanlagen für Schulklassen

Gute Luft für gute Bildung

Swisttal. Die FDP fordert angesichts der Corona-Maßnahmen technische Möglichkeiten zur Verbesserung der Belüftung in allen Bildungseinrichtungen – sowohl in den geplanten Schulerweiterungen als auch - losgelöst von sonstigen Sanierungsarbeiten - zu prüfen und u.U. Nachrüstungen vorzunehmen. „Wir wollen eine gute Bildung für unsere Kinder und Enkelkinder. Dafür brauchen wir aber auch gute Lernbedingungen,“ sagt Monika Wolf-Umhauer, ehemalige Grundschullehrerin und scheidende Fraktionsvorsitzende der FDP in Swisttal.

Wer kennt sie nicht, die Klagen in Altbauten „Hier zieht es“; ein steifer Nacken, Husten oder Schnupfen sind die häufigen Folgen. Nicht umsonst wird bei Neubauten oder Altbausanierung streng auf die Einhaltung aktueller Normen zur Dichtheit von Fenstern und Türen geachtet – aber mit der Folge, dass kein Luftaustausch in den Räumen mehr stattfindet. Gerade in Räumen mit einer größeren Zahl von Menschen, wie in Schulen oder Kindergärten, wird der Sauerstoffgehalt der Luft schnell verbraucht und Viren und Aerosole können sich ungehindert im Raum verteilen.

„Die schnelle Lösung bei der aktuellen Corona-Pandemie, die Fenster der Klassenräume in den Pausen regelmäßig weit zu öffnen, war im Sommer ein gangbarer Weg“, stellt Jörg Niederstätter, Grundschülervater und Mitglied der FDP im Schulausschuss, fest. „Die Eltern fragen sich besorgt, ob es angesichts der coronabedingten Dauerlüftung im Klassenraum nicht auch abseits von COVID-19 zu vermehrten Atemwegsinfektionen und damit zu erheblichen Auswirkungen auf den Lehrbetrieb kommen wird.“ Außerdem werde im Winter die Heizenergie bei diesem Verhalten „aus dem Fenster geworfen“. Abgesehen davon ließen sich aber die Klassenfenster in den Obergeschossen oft gar nicht öffnen, damit die Kinder nicht auf den Fensterbänken sitzen und dabei etwa aus dem Fenster fallen könnten.

„Das Umweltbundesamt empfiehlt auf seiner Internet-Seite den Einbau von hybriden Lüftungsanlagen bei Bildungseinrichtungen,“ weiß Gerhard Bubel, FDP Fraktionsmitglied in Swisttal, „auch wenn es dafür noch keine DIN-Norm gibt, sollte gerade bei Neubauten oder Sanierungen bereits jetzt an eine ausreichende Lüftung der Räume gedacht werden“. Der Bund prüfe gerade entsprechende Vorgaben. „Eine hybride Lüftung setzt sich zusammen aus der natürlichen Belüftung durch Fensteröffnungen und Lüftungsanlagen, die Frischluft mit hohem Sauerstoffgehalt zuführen und die verbrauchte Luft mit den darin enthalten Viren und Aerosolen abführen können.“ Sascha Seniuk, Vorsitzender des FDP Ortsverbands Swisttal, erklärt dazu: „Durch den hohen Sauerstoffgehalt gelingt eine längere Aufrechterhaltung der Konzentrationsfähigkeit. Gleichzeitig ist eine geringere Ansteckungsgefahr durch diese moderne Lüftungsart gegeben.“

Die FDP Swisttal hat daher gefordert, beim geplanten Neubau der Grundschule in Odendorf bereits eine moderne Lüftungsanlage zu berücksichtigen. Schulausschuss wie auch der Bauausschuss sind gemeinsam diesem Vorschlag gefolgt.

„Doch was passiert mit den bereits bestehenden Bildungseinrichtungen?“ gibt Michael Heider, zukünftiger Fraktionsvorsitzender der FDP in Swisttal, zu bedenken. Nicht überall ist nur wegen der Lüftung eine Komplettsanierung der Gebäude möglich und angebracht. Deshalb gelte es, die Zukunft mitzudenken: Mobile Lüftungsanlagen können hier ein Weg sein. Die Gemeinde wurde beauftragt, diese Möglichkeit zu prüfen.Pressemitteilung der

FDP Swisttal

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