Politik | 20.01.2017

Erwin Rüddel und Ellen Demuth informierten sich bei GemeindeschwesterPlus

Häusliche Umgebung möglichst lange erhalten

Hauptaufgabe liegt in der Beratung noch nicht pflegebedürftiger Menschen in der Alterskategorie 80Plus

Trafen sich zum Meinungsaustausch im Pflegestützpunkt Linz: (v.li.) Gerhild Schranz, GemeindeschwesterPlus Brigitte Siebenmorgen, GemeindeschwesterPlus Roswitha Rosenmüller, CDU-Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel und CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth. Reinhard Vanderfuhr/Büro Rüddel

Linz am Rhein. „Pflegebedürftigen Menschen möglichst lange den Verbleib in der häuslichen Umgebung und ein selbstbestimmtes Leben zu gewähren, ist oberstes Ziel“, erklärte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel anlässlich eines Informations- und Meinungsaustauschs des Projektes „GemeindeschwesterPlus“ in Linz. In Begleitung des Bundestagsabgeordneten war CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth. Als „GemeindeschwesterPlus“ fungieren vom Standort Linz aus, für die Verbandsgemeinden Linz, Bad Hönningen, Waldbreitbach und Unkel, Roswitha Rosenmüller und Brigitte Siebenmorgen. Zugegen beim Gespräch mit dem Pflegepolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Erwin Rüddel, und Landtagsabgeordneter Ellen Demuth war vom Pflegestützpunkt Linz auch Gerhild Schranz. „Wir kommen alle aus dem pflegerischen Bereich, der Kranken- oder Altenpflege.

Möglichst früh die Bedürfnisse ermitteln

Unsere Hauptaufgabe ist jedoch Prävention, die Beratung noch nicht pflegebedürftiger Menschen in der Alterskategorie 80Plus“, berichtete Roswitha Rosenmüller und ergänzte: „Wir wollen aber lieber beim Alter von 70 Jahren beginnen. Ab diesem Beratungsalter sehen wir unsere Aufgaben und Möglichkeiten zum Wohle der betroffenen Klientel noch viel effizienter.“ Möglichst früh müsse damit begonnen werden die Bedürfnisse der Betroffenen zu ermitteln, um deren Ansprüchen auch in ihrem gewohnten Umfeld gerecht werden zu können. Der Gesundheitspolitiker unterstrich: „Eine zugehende Pflegeberatung ist grundsätzlich zu begrüßen. Viele Angebote in der Pflege werden nicht genutzt, weil ältere Menschen über diese Angebote nicht informiert sind. Um gerade ältere Menschen durch unser gutes, aber teil unübersichtliches Gesundheitssystem zu lotsen, ist Beratung ausgesprochen wichtig.“ Die Bezeichnung „GemeindeschwesterPlus“ hält Rüddel jedoch für unglücklich: „Denn dadurch wird die Erwartung auf pflegerische Hilfe geweckt, statt auf Beratung Nichtpflegebedürftiger.“ Mit dem neuen Pflegebegriff, so Rüddel, konnte ein Quantensprung bei der Runderneuerung der Pflege abgeschlossen werden. „Bei der Pflege vor Ort spielen die Kommunen eine wichtige Rolle. Diese Kompetenzen wollen wir stärken, damit Pflegebedürftige und ihre Familien mehr Informationen über Pflegeangebote und -möglichkeiten erhalten“, äußerte der Pflegeexperte, der wiederholt den Ausbau einer zugehenden Pflegeberatung gefordert hat. Denn die Kommunen sollen in der Pflege die Beratung vor Ort verbessern können, zum Beispiel durch Beratungszentren, aber auch durch zugehende Beratung zuhause. „Für alles gibt es Hilfe, aber nur wenige wissen, wie man da herankommt. Zudem sorgt manches zur Verwirrung der Betroffenen. Hier sind Informationen, zu wie, wann und weshalb Pflege, unbedingt notwendig“, sagte der Bundestagsabgeordnete.

Noch keine Anbindung an die kommunalen Netzwerke

Landtagsabgeordnete Ellen Demuth hatte im Vorfeld des Treffens kritisiert, dass die „GemeindeschwesterPlus“ losgelöst arbeitet und nicht in kommunale Netzwerke eingebunden ist. Unter diesem Aspekt müsse man an der Effizienz des gut gemeinten Ansatzes zweifeln. „Beratung muss koordiniert und vernetzt geschehen, wenn sie erfolgreich sein soll“, wiederholte Demuth. „Deshalb ist es absolut wichtig, dass man die kommunale Familie mit all ihren Verästelungen in die Beratungsstruktur einbaut. Mit Pflegestützpunkten, Seniorenbeiräten, Mehrgenerationenhäusern, VdK und vielen anderen Beratungseinrichtungen vor Ort sollen die Kommunen gestärkt werden, diese Beratungsstruktur aufzubauen“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

Erwin Rüddel, MdB

Trafen sich zum Meinungsaustausch im Pflegestützpunkt Linz: (v.li.) Gerhild Schranz, GemeindeschwesterPlus Brigitte Siebenmorgen, GemeindeschwesterPlus Roswitha Rosenmüller, CDU-Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel und CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth. Foto: Reinhard Vanderfuhr/Büro Rüddel

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Dauerauftrag 2026
Kleinanzeigen
Maschinenbediener, Staplerfahrer
SB Standesamt
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
22

Insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem ist eine Salmonellen-Erkrankung gefährlich

10.04.: Lebensmittelrückruf: Salmonellen in beliebter Haselnuss-Nougat-Creme

Region. Die Sächsische und Dresdner Back- und Süßwaren GmbH & Co. KG ruft die Haselnuss-Nougat-Creme der Marke Nudossi auch aus dem rheinland-pfälzischen Handel zurück. Grund: Es wurden Salmonellen nachgewiesen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: ROB
16

Zwei Polizisten aufgrund von Schwere der erlittenen Verletzungen bis auf Weiteres dienstunfähig

06.04.: Nach Angriff auf Polizisten in Leverkusener Shisha-Bar: Polizei ermittelt gegen 22 Tatverdächtige

Leverkusen. Nach dem Angriff auf Polizisten in einer Shisha-Bar in Leverkusen-Opladen in der Nacht zum Montag (6. April) hat die Polizei Köln eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Insgesamt wird nach jetzigem Stand gegen 22 Angehörige einer Großfamilie ermittelt. Um den Tatablauf zu rekonstruieren, wertet die Ermittlungsgruppe unter anderem Bodycam-Aufnahmen der eingesetzten Polizisten aus.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
15

Federspielgerät war fest im Boden einbetoniert und erst kürzlich installiert worden

10.04.: Koblenz: Unbekannte klauen brandneues Spielgerät von Spielplatz

Koblenz-Horchheim. Unbekannte Täter haben in der Zeit vom 09.04.2026 16:00 Uhr bis 10.04.2026 11:00 Uhr ein neu montiertes Federspielgerät vom Spielplatz hinter dem Gebäude der Sparkasse in Horchheim entwendet. Das Spielgerät war fest im Boden einbetoniert und erst vor kurzer Zeit installiert worden.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Alles rund ums Haus
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Anlagenmechaniker
Anzeige Lange Samstage
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Kita
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Werksverkauf Anhausen
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Angebotsanzeige (April)
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Leiter/in (w/m/d)
Anzeige Lagerverkauf