Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
Hauskauf - Energieschleuder oder Schnäppchen?
Termine zur Energieberatung im Kreis Neuwied
Neuwied. Der Verlust von Heizenergie durch schlechte Wände, ein undichtes Dach oder ein ineffizientes Heizsystem kostet dauerhaft Geld. So kann manches „Schnäppchen“ über die Jahre gesehen in ungünstigem Licht dastehen.
Hausverkäufer sind verpflichtet, spätestens bei der Besichtigung einen Energieausweis vorzulegen. Kaufinteressenten scheuen sich jedoch oft, dies einzufordern, manchmal aus Furcht, den Zuschlag für das Haus nicht zu bekommen. Auch wenn der Energieausweis vorliegt, ist die Interpretation der Daten nicht immer leicht. Verbrauchsausweise mitteln den Verbrauch der letzten drei Jahre, und der hängt von den Gewohnheiten der Bewohner ab. Bedarfsausweise zeigen den nutzerunabhängigen Heizenergiebedarf des Hauses. Der errechnete Bedarf fällt jedoch häufig zu hoch aus.
Energieausweise sind nach Ausstellung 10 Jahre gültig, daher kursieren Energieausweise nebeneinander, die hinsichtlich des Energieverbrauchs alte und neue Bewertungsmaßstäbe anlegen. In älteren Energieausweisen werden Werte von 150-200 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr im Ausweis noch im grünen Bereich angesiedelt, obwohl das nicht einem zukunftsfähigen energetischen Standard entspricht. Seit Mitte 2014 ausgestellte Ausweise weisen dem Gebäude eine Energieeffizienzklasse von A+ bis H zu. Werte von 100 bis 200 Kilowattstunden erreichen nur Effizienzklasse D oder E.
In einem Mehrfamilienhaus gibt es nur einen Ausweis für das gesamte Haus, nicht jedoch für die einzelne Wohnung. Für den Energieverbrauch einer Wohnung spielt aber auch deren Lage eine wichtige Rolle, vor allem in schlechter gedämmten Häusern. Dach– und Erdgeschosswohnungen in Hausrandlage verbrauchen dann in der Regel bis zu 50 Prozent mehr Heizwärme als Wohnungen in der Hausmitte.
Der unabhängige Energieberater der Verbraucherzentrale hilft nach Terminvereinbarung bei der Interpretation von Energieausweisen und bietet Hauskäufern eine persönliche Erstberatung zur Einschätzung des Modernisierungsbedarfs.
Im Landkreis Neuwied finden die nächsten Sprechstunden wie folgt statt:
In Asbach in der Verbandsgemeindeverwaltung am 19. Februar von 13:45 bis 16:45 Uhr.
In Bad Hönningen im Rathaus am 04. März von 8:15 bis 12 Uhr.
In Dierdorf in der Verbandsgemeindeverwaltung am 27. Februar von 15 bis 18 Uhr.
In Neuwied in der Kreisverwaltung am 26. Februar von 14 bis 17:45 Uhr.
In Rengsdorf in der Verbandsgemeindeverwaltung am 13. Februar von 15 bis 18 Uhr.
Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Telefonische Voranmeldung unter der 0800 / 60 75 600 (kostenlos). Montags von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr.
Für weitere Informationen und einen kostenlosen Beratungstermin: Energietelefon Rheinland-Pfalz: 0800 / 60 75 600 (kostenfrei).
Montags von 9 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr.
Pressemitteilung der
Verbraucherzentrale
Rheinland-Pfalz
