Gemeinderat trifft wichtige Entscheidungen für Heimerzheim
Hermann Menth ist neuer Ortsvorsteher
Heimerzheim. Hermann Menth ist der neue Ortsvorsteher von Heimerzheim und damit Nachfolger des kürzlich verstorbenen und hochangesehenen Amtsinhabers Hermann Leuning (SPD). Einstimmig votierte der Swisttaler Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für den von SPD und Grünen vorgeschlagenen langjährigen Vorsitzenden des Ortsausschusses für Heimat und Kulturpflege (OHK). Im Anschluss ging es gleich um ein wichtiges Projekt für den größten Swisttaler Ortsteil, denn das Gremium genehmigte einstimmig den Kauf einer provisorischen Fahrzeughalle als Zwischenlösung für das Feuerwehrgerätehaus Heimerzheim, das bei der Starkregenkatastrophe komplett zerstört worden war. Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner (CDU) erhielt dabei freie Hand, bis zu einem Bruttobetrag von 350.000 Euro einen entsprechenden Auftrag zu vergeben. Das Projekt soll aus dem Wiederaufbauhilfefonds des Landes für vom Hochwasser geschädigte Kommunen finanziert werden.
Das Feuerwehrgerätehaus sei nach der Flutkatastrophe in einem Zustand, der eine Sanierung nicht mehr in Betracht kommen lassen, so die Bürgermeisterin. Bis zu 1,80 Meter hoch habe das Wasser in dem Gebäude gestanden, im Anschluss seien die Gemeinschaft- und Sanitärräume massiv von Schimmel befallen worden. Das Flutwasser, das in der Fahrzeughalle stand, habe eine hohe Konzentration an Bakterien und Keimen aufgewiesen, sodass der Fußbodenaufbau ebenfalls kontaminiert sei. Zudem sei dort mit hoher Wahrscheinlichkeit noch erhöhte Feuchtigkeit in den Wandbauteilen vorhanden.
Gebäude wird ein Stück weiter bergauf geschoben
Damit sei ein Neubau unausweichlich, wobei der bisherige Standort nach Rücksprache mit der Wehrleitung beibehalten werden soll. Allerdings werde das Gebäude selbst dann ein Stück weiter „bergauf“ in Richtung Schützenstraße und damit auf ein höheres Geländeniveau verschoben. Ein anderer Standort komme nicht infrage, weil ansonsten die „Hilfsfrist“ nicht eingehalten werden könne, wonach die Feuerwehr spätestens nach acht Minuten an jede möglichen Einsatzort sein muss, was wiederum einen zentralen und verkehrsgünstigen Standort bedingt. Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses soll Anfang 2022 EU-weit ausgeschrieben werden, berichtete Projektsteuerer Olaf Schwarz, der derzeit mit seinem Team aus Sachsen dabei ist, den Wiederaufbauplan der Gemeinde Swisttal zu erarbeiten.
Doch auch vor dem Neubau müsse der dauerhafte Dienstbetrieb für die Löschgruppe Heimerzheim unverzüglich abgesichert werden, machte Kalkbrenner klar. Bei einem Gespräch am 10. November habe die Gemeindespitze gemeinsam mit der Wehrleitung und der Löschgruppenführung über eine Zwischenlösung für das Feuerwehrgerätehaus nachgedacht. Dafür komme nur eine Fahrzeughalle in Verbindung mit einem Aufenthaltscontainer in Betracht, für deren Nutzung als „Feuerwehrhaus“ es jedoch erhöhte Anforderungen gebe. Schon am 17. Dezember soll der Auftrag für die provisorische Fahrzeughalle vergeben werden, derzeit würden bei einschlägigen Unternehmen Angebote eingeholt. JOST
