Oberbürgermeister David Langner informierte über städtische Energieeinsparungen
In Amtsstuben bald wärmer und kälter
Klimaanlagen und Heizungen werden gedrosselt – Weniger Licht auf Koblenzer Straßen
Koblenz. Es wird wärmer und kälter für viele der städtischen Mitarbeiter. Denn zur Energieeinsparung werden in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kitas sind ausgenommen, die Leistungen von Heizungen und den wenigen Klimaanlagen gedrosselt. Dies erklärte jetzt der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner auf einer Pressekonferenz, denn: „Nur mit Informationen und Appellen können wir Mitarbeiter, Bürger und Unternehmen fürs Energiesparen sensibilisieren“, sagte Langner. Er nannte die allseits bekannten Gründe der Energiekrise und auch, dass die Verwaltung seit etwa zweieinhalb Jahren im Krisenmodus sei durch Pandemie, Ukraineflüchtlinge, das Ahrhochwasser und jetzt der drohende Energiemangel.
Die Wärme in den Amtsstuben und anderen städtischen Gebäuden wird um zwei Grad gesenkt, in den Sporthallen sogar auf nur 17 Grad. Das Wasser in den beiden Hallenbädern wird um vier Grad kälter auf 24 Grad, wobei im Ernstfall gar eine Schließung möglich ist. Die Klimaanlagen dürfen auf maximal 24 Grad runterkühlen.
Und was ist mit der Klimaanlage im Zimmer des Oberbürgermeisters? „Da gibt es keine, die dicken Rathaus-Mauern und der große Baum auf dem Wilhelm-Hörter-Platz reichen“, antwortete David Langner. Andererseits sind die dicken Mauern auch ein Nachteil, denn am 1. Oktober wird die Heizung angestellt, egal wie heiß es ist. Dieser Termin soll jetzt vielleicht verschoben werden. „Um Wärme zu bekommen braucht es einige Zeit, weil wir alte Gebäude haben“, begründet Langner diesen Schritt.
Um diese Energiesparmaßnahmen und noch mehr zu realisieren und Strategien zum Schutz der Bevölkerung zu entwickeln wurde ein Verwaltungsstab gegründet mit Oberbürgermeister David Langner, Bürgermeisterin Ulrike Mohrs sowie Vertretern des Haupt- und Personalamts, des zentralen Gebäudemanagements und der Feuerwehr.
Wenn Corona es zulässt, soll auch Karneval in geheizten Hallen stattfinden und auch der Weihnachtsmarkt, vielleicht mit reduzierter Beleuchtung. Apropos Beleuchtung: In Koblenz ist es schon dunkler geworden, denn einiges wurde reduziert oder abgeschaltet. „Licht aus“ gilt für die Effektbeleuchtungen von Deutschem Eck, Kirchen, Kapuzinerplatz in Ehrenbreitstein und B9 stadtauswärts. Die Straßenbeleuchtung wird jeweils 15 Minuten später ein- und früher ausgeschaltet. Nur noch jede zweite Laterne brennt auf der Kurt-Schumacher-Brücke und den Hochmasten auf Saarkreisel, Aral-Ohr (Rhein-Mosel-Halle), Langenmarkplatz, Stadtdurchfahrt B9, Südknoten Karthause und Pfaffendorfer Brücke.
Die Stadtverwaltung wird sich besonders um die Erhaltung systemrelevanter Strukturen kümmern. Das sind u.a. Krankenhäuser, Wasserver- und Entsorgung, Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt und Rettungsdienste.
Der Oberbürgermeister meint, dass viele Haushalte nicht wissen, was auf sie zukommt, vor allem die Singles. David Langner unterstrich: „Alle Maßnahmen der Stadt werden mit Augenmaß gesetzt, denn wir wollen die Menschen mitnehmen.“
HEP
