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Einwohnerversammlung im Sinziger Ratssaal

In Sinzig bildete sich ein „Krimirat“

Konstituierende Sitzung findet am 14. November statt

In Sinzig bildete sich ein „Krimirat“

Gut besucht war die Einwohnerversammlung, in der es um die Schaffung eines kriminalpräventiven Rates ging.Foto: BL

01.10.2018 - 13:25

Sinzig. In Sinzig hat sich ein neuer kriminalpräventiver Rat gebildet. Dies ist das Ergebnis einer Einwohnerversammlung, zu der rund 50 Bürger in den Sitzungssaal des Rathauses gekommen waren. Im neuen Gremium mitarbeiten werden, sozusagen als institutionelle Mitglieder, Ortsvorsteher Gunter Windheuser, Aktivgemeinschaftschef Reiner Friedsam und Hot-Chefin Petra Klein. Auch die Sinziger Schulen werden nach Lage der Dinge mit im Boot sein. Zudem erklärten fast 20 Bürger die Bereitschaft zur Mitarbeit und hinterließen ihre Kontaktdaten im Rathaus. Konkret seine Arbeit aufnehmen soll der Krimirat am Mittwoch 14. November, wenn er sich im Rathaus um 19 Uhr zu seiner konstituierenden Sitzung trifft. Als wahrscheinlich gilt schon jetzt,, dass sich ein Arbeitskreis „Schlosspark“ bilden wird.


Keine Rechtsverbindlichkeit


In seiner Einführungsrede hatte Bürgermeister Andreas Geron betont, dass der neue Rat keine rechtsverbindlichen Entscheidungen treffen kann, sondern vor allen Dingen beratend und vernetzend wirken soll. Denn die Sicherheitslage in der Stadt kann nach Kommunalverfassung kein Thema für den Stadtrat sein. Geron hatte auch klargemacht, dass die Stadt personell und finanziell an ihre Grenzen stößt, wenn es etwa darum ginge, die Ortspolizeibehörde oder das Ordnungsamt weiter personell aufzustocken. Der in Sinzig zur Zeit tätige Sicherheitsdienst kostet die Stadt im Jahr bisher schon 50.000 Euro.


Gesamtgesellschaftliche Herausforderung


Thomas Auler vom Innenministerium in Mainz prägte nicht nur dem Begriff „Krimirat“, sondern erläuterte auch die Arbeitsweise. Er betonte, dass Kriminalprävention nicht nur die Aufgabe staatlicher Behörden sein kann, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Nach seinem reichen Erfahrungsschatz können schon kleine bauliche Veränderungen, wie eine helle Lampe oder das Zurückschneiden von Hecken, sogenannte „Angsträume“ in der Stadt abbauen. Es gehe im Grundsatz um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger. Mit auf einem kleinen Podium im Sinziger Ratssaal saßen Henrik Klar von der Polizeiinspektion Remagen, Ordnungsamtschef Günther Lohre und sein Mitarbeiter Tim Palm. Auler und Geron freuten sich über die große Bereitschaft der Sinziger zur Mitarbeit.


Bürger machten sich Luft


In der Diskussionsrunde im Ratssaal machten die Sinziger Bürger zunächst aber mal ihrem Frust Luft. So brachte der schöne Sommer in den Sinziger Parks viele Fetenorgien mit sehr viel Lärm und noch mehr Müll mit sich. Auch die Parksituation in der Innenstadt war wiederholt Thema. Bei vielen Bürgern liegen da ganz viele Nerven blank. Zwei Dinge waren erstaunlich. Obwohl vor allen Dingen für die Anlieger die Themen mit vielen Emotionen besetzt waren, blieb der Meinungsaustausch im Ratssaal in sehr sachlichen Grenzen. Und viele Bürger erkannten wohl die Chance, die ein kriminalpräventiver Rat mit intensiver Vernetzung und wirkungsvoller Zusammenarbeit zwischen Behörden und Bürgern mit sich bringt, bieten kann. Thomas Auler warnte allerdings auch davor, zu schnell zu viele Erwartungen an einen solchen kriminalpräventiver Rat zu stellen. Nach seinen Erfahrungen stellen sich nach viel Kleinarbeit die ersten sichtbaren Erfolge nach einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren ein. Auler betonte aber auch immer wieder, dass gerade die Bürger ja am besten wüssten, wo sie der Schuh drückt. Und im Allgemeinen setzt man auf die Kreativität der Bürgerinnen und Bürger. Bürgermeister Andreas Geron hatte in seiner Einführungsrede übrigens recht gemischt aus E-Mails zitiert, die ihn in jüngster Zeit und während des Sommers erreicht haben. Außerdem zitierte er aus dem jüngsten Protokoll der Sinziger Ortsbeiratssitzung. Dort heißt es im Wortlaut: „Die einfache Lösung, den Abbau von Ruhestörungen verursachenden Bänken und Tischen, wurde nicht als Patentlösung gesehen.“ Umsetzbare Lösungsvorschläge gab es allerdings keine. Dies spiegelt eigentlich die Situation in Sinzig gut wider. Zum Hintergrund: Die Stadt hatte jüngst eine Bank-Tisch-Kombination, die von den „rüstigen Rentnern“ mit viel Liebe und Arbeit errichtet wurde, abgebaut. Es gab dort in den lauen Sommernächten lange und laute Feten, die den Anliegern den Schlaf raubten. In Sinzig setzt man nun darauf, dass der neue Krimirat Lösungen findet.

BL

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