Politik | 13.12.2017

FDP-Fraktion lehnt Erweiterungspläne des Lidl-Marktes ab

In einem Mischgebiet sind enge Grenzen gesetzt

Wachtberg. Die Wachtberger FDP-Fraktion lehnt die geplante Erweiterung des Lidl-Marktes in Wachtberg Mitte mit der Begründung ab, dass alle Fraktionen im Rat der Gemeinde sich sehr viele Gedanken bei der Planung von Wachtberg Mitte gemacht haben. Besonders die FDP-Fraktion habe sich damals sehr für die Realisierung eingesetzt, so die Fraktionsvorsitzende Helga Frohberg. Alle Fraktionen wollten damals einen „Einkaufsmagnet“ - einen Discounter in Wachtberg Mitte, damit der Besucherstrom vom EKZ auf die „andere Straßenseite“ gelenkt werde, stellt Frohberg weiter fest.

Allerdings war die Bedingung für einen Discounter immer die Maximalgröße von 800 Quadratmetern, um hier bei dem kleinflächigen Handel zu bleiben.

Zitat aus der Begründung: „Um eine kleinteilige Angebotsstruktur zu erzielen wurde bereits auf Ebene des Flächennutzungsplans festgelegt, dass hier Sondergebiete für nicht großflächige Einzelhandels- und Dienstleistungsnutzungen gemäß § 11 Abs. 2 BauNVO dargestellt werden. Um die Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters als zentralen „Magnetbetrieb“ zu ermöglichen, wurde im Bebauungsplan „Wachtberg Mitte“ das Sondergebiet SO 1 „Lebensmitteleinzelhandel“ mit einer Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern festgesetzt.“

So war es dann auch mit den Nachbarkommunen abgesprochen, die damals große Bedenken bezüglich der Ausweitung des EKZ hatten.

Jetzt, circa zwei Jahre nachdem Wachtberg Mitte eröffnet ist, will Lidl eine Erweiterung der Verkaufsfläche um 129 Quadratmeter auf Kosten von Lagerfläche. Das hat für die Liberalen den Anschein, dass das schon von Beginn an so geplant war, denn wie kann es sein, dass der Discounter plötzlich weniger Lagerfläche als ursprünglich geplant benötigt? Das bedeutet logischerweise auch, dass damit mehr Zuliefererverkehr entstehen wird, wenn die Lagerfläche nicht mehr so groß ist. Wachtberg Mitte ist kein Gewerbegebiet, sondern ein Mischgebiet aus Wohnraum und Gewerbe. Dies setze enge Grenzen, so die einhellige Meinung der Liberalen. Helga Frohberg wörtlich: „Wir halten uns an die Abmachungen, und das erwarten wir auch von Lidl, deswegen lehnen wir die Erweiterung ab.“

Der nun vorliegende Beschlussvorschlag, den Bebauungsplan für die Erweiterung zu ändern, sei eindeutig ein Verstoß gegen diese Vereinbarung. Pressemitteilung

der FDP Wachtberg

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