Klimaanpassung sozial gerecht mit MdL Daniel Köbler
Informative Diskussionsrunde
Remagen. Wie kann die klimaneutrale Energiewende sozial gerecht gestaltet werden? Diese Frage stand im Zentrum einer Diskussionsrunde, zu der die Remagener Grünen in die Rheinhalle eingeladen hatten. Als Fachmann konnte der Ortsverbandsvorsitzende Tim Schäfer Daniel Köbler begrüßen, Mitglied des Landtages und dort stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Pflege und Transformation.
Die Lebenshaltungskosten sind durch die Inflation gestiegen, weitere Belastungen für viele Haushalte nicht mehr zu tragen. Dazu kommen Ängste vor Arbeitsplatzverlust oder das Gefühl abgehängt zu werden. Dennoch muss die klimaneutrale Transformation in der Breite der Gesellschaft realisiert werden, denn der Klimawandel trifft besonders Menschen mit wenig finanziellen Mitteln. „Daher“, führte Köbler aus „ist Klimaschutz grundsätzlich auch sozial.“ Nach der verfehlten Kommunikation des Heizungsgesetzes und der gestiegenen Energiepreise durch den russischen Angriff auf die Ukraine, brauche es eine soziale Betrachtung der Transformation, denn die muss und wird angesichts der dramatischen Klimaentwicklung kommen, so Köbler. „Wir bekommen jetzt die Quittung dafür, dass man sich bei der Energielieferung so massiv von Russland abhängig gemacht hat.“
Das diskutierte Klimageld hält Köbler zwar für richtig, um ein deutliches Zeichen zu setzen, es sei aber nicht das richtige Mittel, um soziale Probleme zu lösen.
In einer lebhaften, wie auch intensiven Diskussion wurde über die aktuellen Probleme aber auch die Möglichkeiten gesprochen, wie die Energiewende nicht nur sozial verträglich, sondern auch ergiebig für die Bürger*innen gestaltet werden kann. „Die breite Bevölkerung muss mitgenommen werden“, so ein Besucher.
Günstige, sichere und klimaneutrale Energie, kann zum Beispiel durch Quartierskonzepte mit dezentraler Nahenergieversorgung ermöglicht werden. Hier werden mehrere Haushalte, öffentliche Gebäude und Unternehmen an eine gemeinsame Energiequelle angeschlossen. Mit Bürgerbeteiligung kann die Finanzierung solidarisch getragen werden und die Erträge zurück in die Bürgerhand gebracht werden.
Schwierig ist die Situation für Mieter*innen, die abhängig sind von der vom Vermieter eingebauten Heiztechnik, die meist fossile Energieträger mit hohen CO2-Kosten nutzt. Es wurde zwar bereits die steuerliche Verrechnung für Wohnungsgesellschaften mit mehreren Immobilien vereinfacht, dennoch gilt es weiter insbesondere bürokratische Hürden abzubauen, damit sich die Transformation auch für Vermieter*innen rechnet und die Mieter*innen nicht die Leidtragenden, sondern auch Nutznießer sind. Gleiches gilt für die dringend benötigten Fachkräfte. Es muss einfacher werden Menschen eine Umschulung zu ermöglichen und Sprachbarrieren für Migrant*innen zu senken. Die Hürden, um in qualifizierte Arbeitsverhältnisse zu kommen, liegen zu hoch.
„Ich habe mich gefreut, dass endlich mal die soziale Gerechtigkeit bei der Transformation zum Thema gemacht wurde“, dankte Köbler zum Abschluss der Veranstaltung den Remagener Grünen.
Pressemitteilung
OV Remagen Bündnis90/
Die Grünen
Artikel melden
06.04.: Schwerer Unfall auf der L330: Motorradfahrer nach Unfall mit Pkw schwer verletzt
- Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
- Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
SPD: „Auf das Wesentliche konzentrieren“
- Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
- Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Bad Neuenahr-Ahrweiler: Manga jetzt in der Stadtbibliothek verfügbar
- Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Intentant der Burgfestspiele Mayen zum Tod von Mario Adorf
Ein Leben für die Schauspielkunst – und für die Menschen
Mayen. Die Burgfestspiele Mayen trauern um den Schauspieler Mario Adorf, der in der Nacht zum 8. April 2026 in Paris im Alter von 95 Jahren verstorben ist.
Weiterlesen
Dachstuhlbrand in Sinzig-Löhndorf
08.04.: Einfamilienhaus in Sinzig steht in Flammen – Feuerwehr, Polizei und Seelsorger sind vor Ort im Einsatz
Sinzig/Löhndorf. In Prümer Straße des Sinziger Stadtteils Löhndorf kam es am heutigen Nachmittag zu einem Brand im Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Derzeit sind die Feuerwehren aus Sinzig, Bad Neuenahr und Remagen sowie die Polizei und Notfallseelsorger vor Ort.
Weiterlesen
Transparenz statt Taktikspielchen: 24h-Reglement sorgt für Ausgleich
Hoher Aufwand für hohe Chancengleichheit
Nürburgring. Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring erfahren in diesem Jahr einen spektakulären Andrang. Nicht nur Fans aus der ganzen Welt wollen bei dem legendären Langstreckenrennen vor Ort sein, sondern auch immer mehr internationale Teams. Die hohe Nachfrage sorgt auch für eine große Herstellervielfalt: Mit Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Ford, Lamborghini, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche werden voraussichtlich neun verschiedene Marken alleine in der Top-Klasse SP9 vertreten sein.
Weiterlesen
