Erfolgreiche Inklusion in Kita
Integrative Kita Unkel zeigt, wie Inklusion gelingen kann
aus Sinzig
Unkel. Besuch aus der Landespolitik in der integrativen Kindertagesstätte Unkel: Die SPD-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Bildungsausschusses Susanne Müller sowie Marie-Christin Ockenfels informierten sich vor Ort über die Arbeit der Einrichtung und tauschten sich mit Leiterin Frau Gries aus.
Für Müller stand dabei auch die praktische Umsetzung des Kita-Zukunftsgesetzes von 2021 im Fokus. Es sei ihr wichtig, regelmäßig den direkten Kontakt zu den Einrichtungen zu suchen, um deren Erfahrungen in die politische Arbeit einfließen zu lassen.
Die Kita arbeitet in zwei Häusern nach einem offenen Konzept mit Funktionsräumen. Statt fester Gruppenräume können die Kinder unterschiedliche Bereiche wie Kreativ-, Bewegungs-, Ruhe- oder Rollenspielräume nutzen. Die freundlich gestalteten, klar strukturierten Räume schaffen eine ruhige und zugleich anregende Atmosphäre, die selbstständiges Lernen und soziale Entwicklung unterstützt.
Besonders für eine inklusive Einrichtung bietet dieses Konzept Vorteile, da Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam lernen und spielen können. Für ihre Arbeit wurde die Kita kürzlich mit dem Deutschen Kita-Preis 2025 ausgezeichnet. Ausschlaggebend waren unter anderem das gelebte Inklusionskonzept, die pädagogische Qualität und die enge Zusammenarbeit mit Familien.
Unterstützung erhält die Einrichtung auch durch die Kooperation mit dem Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrum (HTZ) Neuwied, das diagnostische, therapeutische und heilpädagogische Angebote für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf bereitstellt.
Im Gespräch wurde zugleich auf Herausforderungen hingewiesen. So bestehe häufig eine Lücke zwischen der intensiven Förderung in der Kita und den Unterstützungsangeboten in der Grundschule — insbesondere für Kinder ohne formal festgestellten Förderbedarf. Auch die Rahmenbedingungen für die Leitung wurden thematisiert: Frau Gries ist für rund 30 Mitarbeitende verantwortlich, verfügt jedoch nur über begrenzte Zeitressourcen für Leitungsaufgaben wie Teamgespräche oder Konzeptentwicklung.
Müller zeigte sich beeindruckt von der Atmosphäre und dem Engagement des Teams. Einrichtungen wie diese leisteten einen wichtigen Beitrag für frühe Bildung und Teilhabe von Kindern. Auch Marie-Christin Ockenfels betonte die Bedeutung wohnortnaher, inklusiver Betreuungsangebote: Die Kita in Unkel zeige eindrucksvoll, wie gute Rahmenbedingungen Kindern unabhängig von ihren Voraussetzungen echte Entwicklungschancen eröffnen können.
Die angesprochenen Entwicklungsperspektiven und Herausforderungen wird die Landtagsabgeordnete gern mit in die weitere politische Arbeit einfließen lassen, denn die Evaluation des Kita-Gesetzes steht schon bald an.
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