Der SPD-Ortsverband Rheinbreitbach verabschiedet sich von Klaus-Henning Rosen
„Irgendwann wird es Zeit aufzuhören“
Über vier Jahrzehnte engagierte er sich für Ort, Heimat und Partei
Rheinbreitbach. „Irgendwann“, meint Klaus-Henning Rosen, „wird es Zeit aufzuhören.“ Deshalb habe er jetzt sein Mandat im Ortsgemeinderat von Rheinbreitbach niedergelegt.
„Wir bedauern diese Entscheidung, haben aber Verständnis für diesen Schritt“ führte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Johannes Mühlbauer-Schneider aus. Er würdigte Klaus-Henning Rosen als „großen Sozialdemokraten, der sein Leben in den Dienst der Gemeinschaft gestellt hat.“
Als Rosen von Stuttgart ins Bundeskanzleramt versetzt wurde, fand seine Familie in Rheinbreitbach ihr neues Zuhause. Seit damals, und das liegt jetzt bereits 40 Jahre zurück, war Rosen im SPD Ortsverein und der Gemeinde politisch aktiv. 18 Jahre gehörte er dem Ortsgemeinderat, 10 Jahre dem Verbandsgemeinderat an, jeweils zehn Jahre führte er in beiden Räten die SPD-Fraktion. Daneben war Rosen, zeitweilig neben seiner Tätigkeit als Leiter des Büros von Willy Brandt, zehn Jahre Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, den er nach dem Ende seiner Funktion als Abteilungsleiter im Bundesinnenministerium auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand noch einmal geführt hat.
Rosen war es ein Anliegen, in seiner ehrenamtlichen politischen Tätigkeit vor Ort die Belange der Bürgerinnen und Bürger in der Kommune optimal zur Geltung zu bringen.
Daher wird er sich auch künftig dem Ort widmen – so, wie schon seit Jahren als Schriftführer im Vorstand des Heimatvereins.
Aus seiner beruflichen Tätigkeit heraus hat er eine Liebe zu Landkarten entwickelt, die sich in zwei Heimatheften niederschlug.
So war Rosen bemüht, das alte Netz der Pfade („Pädchen“), die die Rheinbreitbacher Landwirte früher zu ihren Äckern, Obst- und Weinfeldern führte, zu erhalten. Das trug ihm im Ort den Namen „Pädchenpapst“ ein. So tritt Klaus-Henning Rosen jetzt von der kommunalpolitischen Bühne der Gemeinde ab – zufrieden mit dem Erreichten und voller Pläne für ein bürgerschaftliches Engagement auch außerhalb der politischen Gremien.
„Wir Sozialdemokraten in Rheinbreitbach danken Klaus-Henning Rosen für seine langjährige hoch engagierte, aber immer kritische Begleitung der politischen Arbeit – sei es in vorderster Front, sei es als Mitglied ohne Funktionen. Ihm und seiner Familie gelten unsere besten Wünsche für die Zukunft“, erklärte Johannes Mühlbauer-Schneider, der für ihn als Listennachfolger in den Rheinbreitbacher Gemeinderat nachrückt.
Rosens Aufgaben im Rechnungsprüfungsausschuss übernimmt Susanne Schuh, in die Gesellschafterversammlung des TZO - Technologiezentrum für Oberflächentechnik Rheinbreitbach GmbH folgt ihm Rudolf Martin nach.
