Im Austausch mit Bahnsprecher: Mitte Juni fahren Züge wieder im Stundentakt
Josef Oster: „Bahnpendler brauchen starke Nerven“
Region. Ein starkes Nervenkostüm brauchen Bahnpendler schon seit Beginn des Jahres. Seit einigen Wochen aber strapazieren massive Einschränkungen auch auf der linksrheinischen Zugstrecke zwischen Bingen und Koblenz die Belastbarkeit der Reisenden zusätzlich. Der Grund: Bauarbeiten. „Dass Zug- und Halteausfälle erhebliche Folgen für die Arbeitnehmer mit sich bringen, liegt auf der Hand“, sagt der Koblenzer CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Oster, der sein Ohr dicht an den Bürgerinnen und Bürgern hat und aktuell viel Unmut über die Situation wahrnimmt. Oster, der die dringende Sanierung der Bahnstrecken grundsätzlich sehr begrüßt, steht wegen verschiedener Themen in Kontakt zu den Akteuren der Bahn und hatte bereits im April bei dem Konzernbevollmächtigten für die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland, Dr. Klaus Vornhusen, nachgehakt. Jetzt hat der Bahnfachmann geantwortet.
„Die umfangreichen Modernisierungsarbeiten im deutschen Schienennetz sind eine riesige Herausforderung für die Bahn. Deswegen mussten die Angebote so drastisch reduziert werden“, erfuhr der Abgeordnete. Besonders betroffen sei davon der Mittelrhein, und zwar gleich auf beiden Seiten. „Aufs gesamte Fahrplanjahr gesehen, kann dieser Schienenkorridor nur an einem von sieben Tagen ohne Einschränkung durch Baustellen durchfahren werden“ so Oster. „Das ist erheblich.“ Deswegen gebe es im ganzen Jahr weniger Fernverkehrsverbindungen als gewohnt - und als nötig.
Ersatzzüge dafür werden schon seit Januar rechtsrheinisch umgeleitet. Und das führt dort aufgrund der eingeschränkten Kapazität des Streckenabschnitts Wiesbaden-Neuwied ebenfalls zu Haltausfällen für Koblenz und Mainz sowie zu Teilausfällen der Fernverkehrszüge zwischen Köln, Koblenz und Bayern/Baden-Württemberg, schreibt Vornhusen dem Abgeordneten.
Licht am Ende des Tunnels zeichnet sich Mitte Juni ab. Ab dem 13. Juni sollen zwischen Mainz, Koblenz und Köln die Züge wieder überwiegend im Stundentakt fahren. „Bahnpendler können dann erstmal aufatmen“, hofft Oster. Für immer vom Tisch sind die Einschränkungen damit wohl aber nicht. „Insbesondere vor dem Hintergrund der Generalsanierungen Troisdorf-Wiesbaden werden Pendler am Mittelrhein wohl auch in den kommenden Jahren starke Nerven brauchen.“ Pressemitteilung
Josef Oster, MdB
