Politik | 29.03.2016

Verbandsgemeinderat Adenau tagt im Bürgerhaus in Rodder

Jugendarbeit und Tourismus im Fokus

Überblick über das Tourismusgeschäft der Touristinformation Hocheifel-Nürburgring

(v.l.) Rita Kaiser, Daniela Scheffold, Bürgermeister Guido Nisius, Daniela Schmitz, Marion Wamig. UM

Rodder. Zur Verbandsgemeinderatssitzung hatte Bürgermeister Guido Nisius die Damen und Herren des Verbandsgemeinderates nach Rodder ins Gemeindehaus nach Rodder eingeladen. Es war die erste Sitzung im Neuen Jahr zu der Bürgermeister Nisius auch den Hausherren Ortsbürgermeister Peter Meyer begrüßte, der einen kurzen Überblick zum Gemeindehaus gab, das in erheblichem Maße mit enormem Einsatz ehrenamtlicher Arbeitseinsätze entstanden ist. Beim Tagesordnungspunkt Mitteilungen gab Bürgermeister Nisius einen Überblick über den derzeitigen Stand der Flüchtlingssituation innerhalb der Verbandsgemeinde Adenau, die zurzeit 168 Flüchtlinge aufgenommen hat. In Vorbereitung sind Sprachkurse in Barweiler und in Schuld ließ der Bürgermeister wissen, wobei auch eine Arztstelle für Flüchtlinge in Schuld angeboten wird. Für all die Bürger die sich in den Dienst der Flüchtlingshilfe stellen ist im April ein Flüchtlingshelferfest geplant. Neben den Fragen der Integration der Flüchtlinge, die wohl in Zukunft noch zahlreicher der Verbandsgemeinde zugewiesen werden, stellt sich aber auch die Frage des demografischen und gesellschaftlichen Wandels, der es erfordert die kommunale soziale Infrastruktur zukunftsfähig zu entwickeln. Dazu hatte der Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Adenau, Jürgen Schwarzmann die Fortschreibung des Konzeptes zur Jugendarbeit erarbeitet, die er am Abend dem Verbandsgemeinderat erläuterte. Mit diesem Entwurf der Neukonzeptionierung soll so den politisch Verantwortlichen vor Ort eine Hilfestellung gegeben werden, so der Jugendpfleger. Betrachtet man die statistische Bevölkerungsentwicklung innerhalb der Verbandsgemeinde mit der Stadt Adenau und den 36 Ortsgemeinden so ist nicht nur die Bevölkerungszahl rückläufig, sondern auch die Altersstruktur, die sich von einer starken Jugend von vor 15 Jahren auf eine nunmehr starke Seniorenschichtung von 60 plus verschoben hat. Die Verbandsgemeinde Adenau hat schon lange in der Jugendarbeit vorbildliches geleistet und vor 25 Jahren einen hauptamtlichen Jugendpfleger eingestellt. Jetzt ist es an der Zeit umzudenken und entgegenzusteuern, denn über die Arbeit des Jugendpflegers hinaus sind neue Aufgaben zu bewältigen, die der Jugendpfleger im Konzept in einem Generationenbüro sieht. Hier soll zwar nach wie vor die Jugendarbeit Vorrang haben und als Schwerpunkt gesehen werden, aber in veränderten Situationen mit der Untergliederung Jugendliche, Familien und Senioren. In 29 Ortsgemeinden gibt es zurzeit noch eigene Jugendräume und da muss die Überlegung angestellt werden, ob hier nicht besser koordiniert werden kann und Schwerpunkte zentral für mehrere Ortschaften zusammengefasst werden können. Diese Neuausrichtung wird auch von den Kirchen begrüßt und unterstützt und ist auch auf Kreisebene abgestimmt, so der Jugendpfleger. Es hat sich viel verändert in den Familien in der Gesellschaft und im Zusammenleben, hier zeigt die demografische Entwicklung, das wir alle älter werden aber auch die Jugend fehlt, und vielleicht sind es bald die Senioren, die als Sternsinger von Haus zu Haus den Segensgruß bringen, so die Vision von Schwarzmann. Es bedarf also einem großen Umdenken in der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, Orte müssen zusammenrücken und wenn hier Jugendarbeit im Schwerpunkt angeboten wird kann es im nächsten Ort Seniorenarbeit sein. Auch die Familien müssen entlastet werden mit Betreuungsangeboten, Familiendorf Netzwerken für Familien und Senioren und über all dem stehen die ehrenamtlichen Mitarbeiter ohne die kein Projekt starten oder laufen kann und für diese Generationenarbeit müssen die Rahmenbedingungen im Generationenbüro erarbeitet werden.

Tourist-Info ist Bindeglied

Ein weiteres großes Feld in der Arbeit der Verbandsgemeinde stellt der Tourismus dar, der von vier Damen unter der Leitung von Daniela Scheffold in der Touristinformation Hocheifel-Nürburgring im Rathaus der Verbandsgemeinde in Adenau geleistet wird. Hier gab Daniela Scheffold einen ausführlichen und detaillierten Überblick über das Tourismusgeschäft, das zwar Geld kostet aber auch Gelder generiert. In ihren Erläuterungen ging Scheffold wirklich ins Eingemachte und da wurden Telefonate ebenso gezählt und registriert wie die einzelnen Besuche und Gespräche. Es ist heute nicht mehr so einfach Urlaub zu vermitteln und zu buchen, heute läuft alles über das Weltweite Netz und da werden Urlaubspakete zusammen geschnürt. Ob in Verbindung mit dem Rennbesuch auf dem Nürburgring oder das Wander- oder Radfahrwochenende in der Hocheifel. Die Tourist-Information ist immer ein Bindeglied die den touristischen Bekanntheitsgrad oder das touristische Image steigert aber auch die Umsätze. Vor allen Dingen zählen bei den Damen die Servicequalität, die Kundenzufriedenheit sowie die Produktqualität und da gehören viele Gespräche zum Arbeitsablauf, die man nicht so einfach in Geldwerte gegenrechnen kann. Aber auch die Zusammenarbeit mit der Eifel Tourismus GmbH sowie all den Touristischen Kooperationspartnern gehört zum Geschäft einfach dazu, so das Daniela Scheffold eine Unmenge an Informationen unterbreitete, so das sich Fragen im Rat aufwarfen, ob sich denn der Aufwand und die Kosten rechne. Hier verwies die Leiterin von der Tourismus-Information auf all die einzelnen Aufgaben, die letztendlich dazu führen das innerhalb der Verbandsgemeinde das Tourismusgeschäft funktioniere und da gehören nicht nur die direkten Buchungen zum Geschäft, da die Tourist-Information ja auch kein Reisebüro sei, so Scheffold.

(v.l.) Rita Kaiser, Daniela Scheffold, Bürgermeister Guido Nisius, Daniela Schmitz, Marion Wamig. Foto: UM

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