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Vor „Klimakabinett“ am Freitag: Unabhängige Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen mahnen zur Besonnenheit

Kein Aufweichen des Naturschutzes: Einhalten der europäischen Naturschutzrichtlinien!

20.09.2019 - 13:13

Region. Für den 20. September 2019 stellt das „Klimakabinett“ weitreichende Entscheidungen in Aussicht. Naturschützer und Bürgerinitiativen mahnen, dass Beschlüsse nicht zulasten der Natur und der Menschen gehen dürfen. Forderungen der Windkraftlobby gäben Anlass zu höchster Sorge. Für einen rein symbolischen Klimaschutz drohten schwerwiegende Schäden an Natur- und Umwelt in Kauf genommen zu werden.

Angesichts der kommenden Sitzung des „Klimakabinetts“ wenden sich die unabhängigen, bundesweit anerkannten Naturschutzverbände Naturschutzinitiative e.V. (NI) und der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz (VLAB) sowie die gemeinnützige Bundesinitiative Vernunftkraft gemeinsam an die Öffentlichkeit.

Die Organisationen und ihre Mitglieder eint die Sorge, dass die Koalitionäre Forderungen der Windkraft-Lobby stattgeben könnten, welche den Natur- und Artenschutz um Jahrzehnte zurückwerfen und dem „Klimaschutz“ einen Bärendienst erweisen würden.

Beim „Wind-Gipfel“ am 5. September im Bundeswirtschaftsministerium hatten die Windkraft-Lobby und ihr nahe stehende Vertreter der Landespolitik Aufweichungen beim Natur- und Artenschutz sowie bei der Flugsicherung gefordert, um der Windkraftbranche mehr Entfaltungsmöglichkeit zu geben. Profitinteressen wurden mit „Klimaschutz“ zur Geltung gebracht.


Nicht einmal symbolischer Beitrag zum Klimaschutz


Tatsächlich ist eine Wirkung hiesiger Windkraftanlagen auf das Weltklima theoretisch und praktisch ausgeschlossen, wie u.a. der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in seinem Jahresgutachten 2019 festgestellt hat. Bei systemischer Betrachtung bewirken die hiesigen Anlagen überhaupt keine CO2-Einsparung, tragen also nicht einmal symbolisch zum Klimaschutz bei.

Die Naturschutzorganisationen beklagen, dass Windkraftanlagen immer stärker in ökologisch wertvolle Gebiete vordringen und Flora und Fauna bereits heute erheblich schaden. Die im Raum stehenden Forderungen würden die Schäden potenzieren. Es dürfe daher zu keiner Aufweichung der deutschen und europäischen Naturschutzgesetze kommen. Dies würden die Verbände auch nicht klaglos hinnehmen.

Harry Neumann, Bundesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. (NI), erklärt: „Bereits heute werden durch den exzessiven Bau von Windindustrieanlagen unsere Landschaften, Wälder und ökologisch wertvollen Lebensräume zerstört und Wildtiere getötet. Dies führt bei einem weiteren Ausbau nicht nur zur Auslöschung vieler Arten, sondern ganzer Ökosysteme. Die Bedeutung der Biologischen Vielfalt und intakter Lebensräume muss viel stärker in den Vordergrund gestellt werden. Die Bedeutung von Wäldern für den Natur- und Klimaschutz sehen wir aktuell bei den Waldbränden im Amazonasgebiet. Wir brauchen jeden Baum. Wenn der Ausbau der Windenergie so weitergeht, werden die Arten, die angeblich geschützt werden sollen, gar nicht mehr da sein. Der Arten- und Biomasseschwund zusammen mit den ebenso problematischen stofflichen Belastungen bedrohen das Überleben der Natur und der Menschen deutlich mehr als die ebenfalls ernst zu nehmenden Folgen der globalen Klimaveränderung. Es ist daher völlig abstrus, Naturschutz auf Klimaschutz zu reduzieren und aus Profitinteressen hinter die Errungenschaften des Naturschutzes zurückzufallen.“


„Artenvielfalt und Windkraft schließen sich aus“


Johannes Bradtka, Bundesvorsitzender des VLAB, stellt fest: „Artenvielfalt und Windkraft schließen sich aus. Es kann nicht sein, dass wir den Klimawandel bekämpfen möchten und dann die besten Kohlendioxidspeicher, unsere Wälder, für Windkraft opfern. Das Maß ist voll.“

Dr. Nikolai Ziegler, Bundesvorsitzender Vernunftkraft e.V., resümiert: „Wir hoffen sehr, dass das Kabinett sich nicht von Lobbyinteressen und kurzfristigen politischen Opportunitäten leiten lässt, sondern dem Gemeinwohl sowie dem öffentlichen Interesse an einer intakten Natur für Mensch und Tier Geltung verschafft.“

Die Verbandsvorsitzenden weisen darauf hin, dass auf „mehr Windkraft“ hinauslaufende „Klima-Beschlüsse“ nicht nur ökologisch kontraproduktiv wären, sondern womöglich auch in Widerspruch zum Grundgesetz gerieten. Der renommierte Rechtsprofessor Dietrich Murswiek habe unlängst die Verfassungswidrigkeit der zieluntauglichen Windkraft-Politik dargelegt.

Ein „Fahrplan für mehr Akzeptanz“, der Bundesminister Altmaier vorgelegt wurde und den Weg zu einer rationaleren Energie- und Klimapolitik aufzeigt, ist unter http://www.vernunftkraft.de/fahrplan einsehbar.

Die Naturschutzaspekte darin werden von NI und VLAB vollumfänglich unterstützt:

• Jede Art von Wald muss Tabuzone für die Windkraftindustrie werden.

• Schutzgebiete dürfen nicht angetastet werden.

• Natur- und Artenschutz dürfen unter keinen Umständen weiter aufgeweicht werden.

Pressemitteilung

Naturschutzinitiative e.V. (NI),

Verein für Landschaftspflege

und Artenschutz (VLAB) und

Bundesinitiative Vernunftkraft

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Kommentare
juergen mueller:
Die SPD ist weder sozial noch bunt. Das letzte Aufbäumen einer Partei, der schon lange nichts mehr einfällt, ausser REDEN. Die deutsche Politik allgemein ist letzten Endes gar nicht bereit, um Besserungen zu bewirken - macht was sie will, verpulvert Millionen an Steuergelder - der Dumme ist der Steuerzahler - drückt sich vor ihren Aufgaben, legt ein Showgehabe an den Tag und zwar kommunal, landes- wie vor allem bundesweit, dass es einen nur noch ankotzt. Wie TV-Philosoph Precht mit Recht sagt:"Wir leben in einer (kranken) Gesellschaft, in der die Eliten das untere Drittel aufgegeben haben". Die Zahl der Menschen, die Gefahr laufen, da weiter herunterzurutschen, ist enorm - Dank einer Politikerkaste, die in erster Linie nur an sich denkt - baut sie Scheiße, wird ohne Konsequenz zurückgetreten.
K. Schmidt:
Das Schlimme ist ja eigentlich, dass es vermutlich wirklich eine nennenswerte Zahl von Leuten gibt, die glauben, mit bunten Lichtern in der Hand tatsächlich etwas bewirken zu können. Man könnte genauso gut Aktionen erfinden wie z.B. "Käsebrot für den Weltfrieden", und jeder der morgens ein Käsebrot frühstückt kann sich als Hüter des Weltfriedens feiern. Das ist der Welt und den Kriegstreibern zwar egal, aber fürs eigene Gemüt hat man was tolles auf die Beine gestellt. So wird auch dieser bunte Laternenumzug. Stupide Symbolpolitik, von Menschen die außer solchen Symbolen ansonsten wenig bewirken, gegen Menschen denen die Symbolik am Allerwertesten vorbeigehen wird. So wird die AfD nicht geschwächt, die SPD nicht wieder erstärken, und die Welt nicht verändert.
Stefan Knoll:
Man muß kein Fan der SPD sein, um diesen absolut notwendigen Widerstand gegen die AfD zu unterstützen. Gerade bei der AfD Rheinland-Pfalz potenziert sich stark rechtes Gedankengut und politische Unfähigkeit zur einer höchst gefährlichen Mischung. Genannt seien hier nur die Namen des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Uwe Junge und Justin Cedric Salka, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden der AfD Westerwald, die beide im Verfassungsschutzbericht zur AfD erwähnt werden.
Juri Kanzow:
Sie war, trotz anderem Bemühen, nicht echt. Die Gossensprache der Frau Nahles kam unwirklich und gekünstelt herüber - und genau das ist eben nicht das Kennzeichen der echten Gossensprache. Die Frau wollte sich mit der Gossensprache bei den Kleinen Leuten anbiedern. Die aber durchschauten, dass da ein Emporkömmling es in die abgehobene Paukerkommune namens SPD-Führung geschafft hatte und in Wirklichkeit von oben herunter abwimmelte und vernebelte. Den katastrophalen Druck, den die unkontrollierte Einwanderung auf die Kleinen Leute ausübte (ihre bezahlbaren Wohnungen fast weg, ungekannter Konkurrenzkampf um schlecht bezahlte Arbeitsplätze trotz Mindestlohn, Sozialleistungen fast pari für deutsche Malocher und entlegene Einwanderer usw.) hat Frau Nahles konsequent in die rechte Ecke verschoben und das SPD-Desaster damit katalysiert. Der Absturz ins Bodenlose geht für die Partei so lange weiter, wie die genannten Themen auf dem Verbots-Index der Partei stehen.
Wally Karl:
Gott sei Dank!
Horst Daleki :
Ich kenne seit ihrem 17 Lebensjahr sie hat am Ende richtig gemacht leider hat sie meine Wahrung vor den Schmarotzer und Schleimer nicht wahrgenommen.
Uwe Klasen:
In einem Dokument auf der Webseite von AI zeigt diese NGO, dass Objektivität, Wahrheit und Wissenschaftlichkeit für sie keine Rolle spielen, wenn es um Israel geht. Damit ist AI als sogenannte "Menschenrechtsgruppe" gut Aufgehoben unter den Antisemiten dieser Welt!
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