Politik | 24.02.2021, 08:44 Uhr

Deutsche Polizeigewerkschaft kritisiert geänderte Impfreihenfolge in Nordrhein-Westfalen

Keine Impfpriorisierung für Polizei: „Krasse Fehlentscheidung“

Symbolbild.Foto: KitzD66/Pixabay
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Nordrhein-Westfalen. In einer Erklärung der Deutschen Polizeigewerkschaft NRW (DPolG NRW) herrscht großes Unverständnis über die von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann geänderte Impfreihenfolge in NRW. In der Pressemitteilung heißt es: „In den Direktionen GE, K und V leisten die operativen Einheiten gerade in der Pandemie hervorragende und unverzichtbare Arbeit! Insbesondere diese Kolleginnen und Kollegen brauchen besonderen Schutz und dürfen in der Pandemie nicht vergessen werden. Sie befinden sich täglich im unmittelbaren Kontakt mit dem polizeilichen Gegenüber!“ Der Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft Erich Rettinghaus äußerte sich hierzu: „Bei allen nachvollziehbaren Gründen zur Impfung von Lehrerinnen und Lehrern, halte ich es für eine krasse Fehlentscheidung nicht auch zumindest die Kolleginnen und Kollegen bei den Impfungen zu priorisieren, welche sich im täglichen Dienst ihre Kontakte nicht aussuchen können. Dabei können gerade Polizeibeamtinnen und -beamte nicht immer die Mindestabstände und den erforderlichen Schutz einhalten. Keiner kann vorhersagen, wie sich die Pandemie entwickelt. Schulen können wieder geschlossen werden, Polizeiwachen nicht! Polizei kann auch nicht zuhause bleiben und die Einsätze von Zuhause erledigen.“

Impfangebot für gesamte Polizei gefordert

Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert deshalb für alle operativen Einheiten: Priorisierung für operative polizeiliche Einheiten bei der Impfreihenfolge und schnellstmögliches Impfangebot für die gesamte Polizei. Dazu gehört ein regelmäßiges Testangebot.

Quelle: DEUTSCHE POLIZEIGEWERKSCHAFT im Deutschen Beamtenbund (DPolG NRW e.V.)

Symbolbild.Foto: KitzD66/Pixabay

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