Neuer Wormersdorfer Ortsvorsteher in Rheinbacher Stadtratssitzung gewählt
Klaus Beer tritt Nachfolge an
Rheinbach-Wormersdorf. Neuer Ortsvorsteher von Wormersdorf ist Klaus Beer. Der Christdemokrat wurde bei der jüngsten Rheinbacher Stadtratssitzung einstimmig zum Nachfolger des verstorbenen Günter Zavelberg gewählt. Zuvor hatte Bürgermeister Stefan Raetz die unzähligen Verdienste Zavelbergs in vier Jahrzehnten Kommunalpolitik ausführlich gewürdigt. Klaus Beer ist 68 Jahre alt und wohnt seit 30 Jahren in Wormersdorf. Der diplomierte Verkehrsingenieur war bis zu seiner Pensionierung Referatsleiter im Bundesverkehrsministerium im Bereich Eisenbahnen. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und als Hobbies Schwimmen und Radfahren.
Raetz führte auch noch den neuen SPD-Ratsherrn Joachim Steig in das Ehrenamt ein, der für Jürgen Spilles nachrückt, welcher aus beruflichen Gründen sein Mandat niedergelegt hatte.
Weiterhin stellte der Rat einstimmig den Jahresabschluss für das Jahr 2012 formal fest, der bei einer Bilanzsumme von 366,6 Millionen Euro mit einem Jahresfehlbetrag von 5,8 Millionen Euro schließt. Der Fehlbetrag muss aus der „Allgemeinen Rücklage“ entnommen werden. Bürgermeister Raetz wurde die Entlastung erteilt.
Antrag der Grünen abgelehnt
Einstimmig abgelehnt wurde hingegen der Antrag der Grünen, ein Konzept zu erarbeiten, wie Teilbereiche des Stadtwaldes dauerhaft aus der Nutzung genommen werden könnten. Die Grünen hatten sich eine Konzeption zum Erhalt von Altholz bis zur Verfallsphase im Stadtwald gewünscht. Doch schon jetzt erfolge die Bewirtschaftung des Stadtwaldes unter Ausnutzung der im Wald ablaufenden biologischen Prozesse, entgegnete Stadtförster Sebastian Tölle. Wo es sinnvoll und möglich sei, sei man bereit, den Totholz-Anteil weiter zu erhöhen. Eine weitere freiwillige Einschränkung der Bewirtschaftung über die bereits bestehenden rechtlichen Vorschriften hinaus wollte der Stadtförster allerdings nicht mitmachen. Der Rheinbacher Stadtwald werde seit mehr als 40 Jahren naturnah bewirtschaftet, seither fänden keine Kahlschläge mehr statt. Daraus resultiere, dass das durchschnittliche Alter der Bäume immer weiter ansteige. Schon jetzt sei mehr als die Hälfte der Bestände älter als 100 Jahre alt und aus ökologischer Sicht in einem sehr guten Zustand. Es sei schwer, diesen Zustand weiter aufzuwerten. Ohnehin sei es der Wunsch der Rheinbacher Bevölkerung, sich in einem ästhetisch ansprechenden Wald mit einem hohen Erholungswert bewegen zu können. Nicht zuletzt solle sich der Forstbetrieb vor dem Hintergrund der Finanzlage der Stadt ökonomisch tragen. Zusätzliche Einschränkungen gefährdeten jedoch dieses Ziel, befürchtete Tölle. Immerhin werde derzeit schon ein Konzept für ein Waldökokonto erarbeitet, mit dem Ökopunkte für zukünftige Ausgleichsflächen erarbeitet werden könnten.
