Stammtisch der FDP Bad Breisig
„Knackige“ Aussagen
Bad Breisig. Vor Kurzem fand im gemütlichen Ambiente der „Schweizer Stuben“ des Rheinhotel 4-Jahreszeiten der erste liberale Stammtisch im Jahre 2019 statt. „Nach zahlreichen krankheits- und urlaubsbedingten Absagen im Vorfeld der Veranstaltung war es sehr erfreulich, dass doch noch zahlreiche FDP-Mitglieder, aber vor allem auch Bad Breisiger den Weg zu uns gefunden haben,“ konstatierte Dirk Herminghaus, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes.
„Wir haben bewusst bei dieser Veranstaltung auf Politprominenz aus Bezirks-, Landes- oder gar Bundespolitik verzichtet, damit die aktuellen Themen der Stadt und der Verbandsgemeinde nicht zu kurz kommen,“ sagte der FDP-Vorsitzende.
Bedauern herrschte in der Runde darüber, dass kein Waldorfer die Chance nutzte, seine Position an diesem Abend darzustellen. Trotzdem wurde dieser Punkt von den Liberalen ausgiebig und kontrovers diskutiert. Alle waren sich einig, dass es, allein schon aus finanziellen Erwägungen, im Bereich der Verbandsgemeinde dringend ein Gewerbe-/Industriegebiet geben sollte. Die topographischen Gegebenheiten und die Nähe zur A61 lassen ein solches, nach Meinung der FDP, nur im Bereich der Ortsgemeinde Waldorf sinnvoll erscheinen. Das jetzt zur Debatte stehende Areal am Frankener Weg stieß bei den meisten Diskussionsteilnehmern allerdings gleich aus mehreren Gründen auf Erstaunen beziehungsweise Unverständnis. Schlagworte wie: Zu nah an der Wohnbebauung, mit 1,3 ha viel zu klein, unmögliche Verkehrssituation im Ort, Sinziger Straße jetzt schon zu Spitzenzeiten an der Belastungsgrenze und zusätzliche Emissionen und Lärm in Waldorf, waren nur einige Kritikpunkte am Standort nördlich von Walldorf. „Warum macht man sowas nicht unter und hinter der Autobahnbrücke von Waldorf aus gesehen,“ war der 1. Vorschlag eines liberalen Stammtischlers. Der Vorsitzende der FDP fand den Vorschlag gar nicht schlecht, regte aber an, dann näher an die Autobahnauffahrt zu rücken. „Ein weiterer Vorschlag, der übrigens schon in den Raumordnungsplan aufgenommen wurde, wäre ein interkommunales Industriegebiet am Scheid. Entweder erweiterte man das vorhandene Gebiet von Niederzissener Seite aus nach Waldorf, oder wir erschließen es selber von der L82 aus, wenn die Niederzissener nicht mitspielen,“ so Dirk Herminghaus.
Ein weiteres, heiß diskutiertes Thema, war der (neue) ÖPNV im Kreis Ahrweiler. Diese durchaus wünschenswerte Einrichtung, zum Beispiel die Linie 800, krankt leider gewaltig bei der Umsetzung. So beklagten sich mehrere Diskussionsteilnehmer, dass ein Teil der Busfahrer der deutschen Sprache nicht mächtig sei und nicht mal simpelste Auskünfte zu Haltestellen, Fahrzeiten oder Anschlussmöglichkeiten beantworten könne. Dr. Clauß aus Königsfeld schilderte eindrucksvoll seine Versuche, ein Fahrrad im Bus mitzunehmen, was laut Tarifinfo im Netz tagsüber kein Geld kostet, aber auf telefonischer Nachfrage nicht mal der Hotline bekannt war. „Außerdem ergeben sich aus der Wabentarifstruktur so seltsame Effekte, dass kürzere Strecken manchmal teurer sind als längere,“ so der engagierte FDP-Mann aus Königsfeld. Die Liberalen kamen zu dem Schluss, dass die Vergabekriterien sehr viel genauer gefasst werden müssten. Das billigste ist eben noch lange nicht das beste Angebot, waren sich die FDP-Stammtischteilnehmer einig. „Wir hoffen von der FDP Bad Breisig, dass der Kreis entsprechend reagiert und Nachbesserungen verlangt, denn sonst werden vor allem ältere Bürgerinnen und Bürger das Angebot nicht annehmen und es fahren am Ende wieder „Geisterbusse“ durchs Land,“ befürchtet Dirk Herminghaus, Vorsitzender der FDP Bad Breisig.
Pressemitteilung
FDP Bad Breisig
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