Politik | 16.04.2016

Stadt Bendorf und Stadtwerke Neuwied besiegeln Wasservertrag

„Kommunale Grenzen überwunden“

Anschlussarbeiten beginnen im Sommer

Die Partnerschaft zwischen den SWN und der Stadt Bendorf ist besiegelt. Bürgermeister Michael Kessler, Werkleiter Klaus Kux und SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach freuen sich mit SWN-Geschäftsfeldleiter Udo Engel und Oberbürgermeister Nikolaus Roth über die beschlossene Kooperation. Bis die Schieber an der Pumpstation in Heimbach-Weis wirklich geöffnet werden und es ab 2017 „Wasser marsch!“ heißt, sind jedoch noch Vorarbeiten nötig. privat

Neuwied. Der Wasserliefervertrag zwischen der Stadt Bendorf und den Stadtwerken Neuwied ist unterzeichnet und damit in Kraft getreten. Bereits im Sommer beginnen die Arbeiten für den Lückenschluss zwischen den beiden Netzen. Bei der Vertragsunterzeichnung betonten beide Seiten, dass es sich um eine Partnerschaft auf Augenhöhe handele, die für Bendorf, die SWN und die Stadt Neuwied Vorteile habe. So kann Bendorf mit der Einstellung der Wassergewinnung in der Rheinau das dort festgesetzte Wasserschutzgebiet aufheben lassen: „Das verschafft uns einen ganz neuen Gestaltungsspielraum für das Gebiet und damit für die ganze Stadt“, betonte Bendorfs Bürgermeister Michael Kessler. „Mit dem Vertrag haben wir die qualitative und quantitative Wasserversorgung Bendorfs für die nächsten Jahrzehnte sichergestellt. Außerdem ist unsere Vereinbarung ein vorbildliches Beispiel dafür, wie interkommunale Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg funktionieren kann.“ Für die SWN, die ab 2017 mindestens 500.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr liefern, bedeutet der Vertrag mehr Wettbewerbsfähigkeit, da man mit vorhandener Infrastruktur und Personal neue Erlöse erziele: „Die höhere Effizienz macht es uns leichter, dass die Preise trotz steigender allgemeiner Kosten stabil bleiben“, sagte SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach. Erfreulich sei dies nicht nur für die aktuellen SWN-Kunden, ergänzte Neuwieds Oberbürgermeister Nikolaus Roth: „Stabile Energie- und Wasserpreise sind ein wichtiger Standortfaktor. Wir gewinnen damit weitere Argumente auch bei neuen Gewerbeansiedlungen. Außerdem freut es mich natürlich, dass die SWN als städtisches Tochterunternehmen auch in der regionalen Nachbarschaft sein Leistungsvermögen zur Verfügung stellen kann.“

„Technischer Aufwand und die Kosten sehr überschaubar“

Angeschlossen wird das Bendorfer Netz am Ortseingang von Heimbach-Weis auf der Sayner Straße an der Ecke zum Münchenpfad, der direkt zum Hochbehälter Heimbach-Weis führt, wie SWN-Geschäftsfeldleiter Udo Engel erläutert: „Dort liegt eine Wasserleitung mit 40 Zentimeter Durchmesser.“ Im Sommer beginnen die Arbeiten, um von dort aus eine etwa 1000 Meter-lange Anbindung bis zu der Straße „An der Kapelle“ in Bendorf-Sayn zu verlegen. Diese Leitung erstellen die Stadtwerke Bendorf in eigener Regie und auf eigene Kosten. Da der Hochbehälter in Heimbach-Weis 11 Meter tiefer liegt als der Hochbehälter der Stadtwerke Bendorf im Großbachtal, ist die Einrichtung einer Druckerhöhungsanlage erforderlich. „Da die zu verlegende Leitung unmittelbar an der schon bestehenden Pumpstation Ritterweg vorbeiführt, werden dort zwei weitere Pumpen installiert, die das Wasser durch das Netz der Stadtwerke Bendorf in den Hochbehälter Großbachtal pumpen“, so Engel. „Der technische Aufwand und die Kosten sind damit sehr überschaubar.“ Knapp 900.000 Kubikmeter Wasser benötigt Bendorf jährlich. Gut 340.000 bezieht die Stadt aus Brunnen im Großbach- und im Wenigerbachtal, den Rest werden ab dem Jahreswechsel die SWN liefern. Die Vertragslaufzeit beträgt 25 Jahre.

Gemeinsame Pressemeldung

der Stadtwerke Neuwied

und der Stadt Bendorf

Die Partnerschaft zwischen den SWN und der Stadt Bendorf ist besiegelt. Bürgermeister Michael Kessler, Werkleiter Klaus Kux und SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach freuen sich mit SWN-Geschäftsfeldleiter Udo Engel und Oberbürgermeister Nikolaus Roth über die beschlossene Kooperation. Bis die Schieber an der Pumpstation in Heimbach-Weis wirklich geöffnet werden und es ab 2017 „Wasser marsch!“ heißt, sind jedoch noch Vorarbeiten nötig. Foto: privat

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