Politik | 15.12.2021

Bündnis 90/Die Grünen - Ortsverband Vallendar

Kommunale Politik stärkt Klima- und Artenschutz

Grüne Stadtratsfraktion zieht positive Jahresbilanz

Grüne Stadträte.Foto: privat

Vallendar. Die Stadtratsfraktion und der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen haben in diesem Jahr Erfolge für den Klima- und Artenschutz erzielt. So die Bilanz ihrer Stadtratsarbeit in Vallendar für das ausgehende Jahr 2021.

„Wir freuen uns riesig, dass der Stadtrat unserem Antrag gefolgt ist und nun eine leistungsstarke Photovoltaikanlage auf der Stadt- und Kongresshalle Vallendar errichtet wird“, so die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, Carmen Bohlender . Der regenerativ erzeugte Strom kann direkt für die Stadthalle genutzt werden und spart so im Jahr eine fünfstellige Summe an Kosten für Strom aus dem Netz. „Besonders gut für den angespannten Haushalt der Stadt ist, dass die PV-Anlage auf der Stadthalle die Stadt keinen Cent an Investitionen kostet. Denn es ist gelungen die Genossenschaft Neue Energie Bendorf (NEB) mit ins Boot zu holen. Die NEB baut die Anlage auf ihre Kosten und vermietet sie an die Stadt. Die Miete verdient die Stadt mit dem selbst erzeugten Strom“, erläutert der Beigeordnete der Stadt Vallendar, Andreas Wandow.

Die Grünen sind sehr erfreut, dass die Stadtratsmitglieder der übrigen Fraktionen diesen innovativen und für die Stadt nur vorteilhaften Weg mitgegangen sind. Auch darum haben die Grünen Stadträte einen weiteren Antrag zum Bau einer PV Anlage auf der neuen KiTa Wildburg an der Höhrer Straße gestellt. Hier hat die Bauabteilung der Verbandsgemeinde schon gute Vorarbeit geleistet und bei der Planung der Kindertagesstätte entsprechende Leitungskanäle und andere Faktoren berücksichtigt und umgesetzt. So kann eine PV-Anlage auf der Kita Wildburg ohne aufwändige Änderungsarbeiten errichtet werden. Sollte der Stadtrat dem Antrag der Grünen zustimmen, kann der Solarstrom auch von der Kita selbst genutzt werden. Auch eine Ladesäule für E-Autos könnte mit dem Strom vom Dach betrieben werden.

Für ein gutes Kleinklima und den Artenschutz haben die Grünen Stadträte einen Antrag auf weitere insektenfreundliche Staudenbeete gestellt, die von den Gärtnern des städtischen Bauhofs gepflanzt werden sollen. Bei den Haushaltsberatungen für das kommende Jahr sollen möglichst auch 15.000 Euro für Staudenbeete, Blumenwiesen und andere insektenfreundliche Gehölze vorgesehen werden.

Die Grünen danken in diesem Zusammenhang dem Bauhof, der auf deren Antrag schon eine Vielzahl dieser insektenfreundlichen Staudenbeete und Blumenwiesen in der Stadt angelegt hat. Nach entsprechenden Planungen der Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung. Fraktionsvorsitzende Carmen Bohlender: „Hier sehen wir, wie eine neue Art von Garten- und Landschaftsbau durch unseren Bauhof, der Biodiversität nützt und das Stadtbild verschönert. Blumenwiesen, die im Herbst noch verblüht stehen, machen zwar optisch nicht viel her. Aber sie bieten beispielsweise Insekten in den abgestorbenen Staudenstängeln ein Winterquartier. Das können streng aufgeräumte Beete nicht an Artenschutz leisten“, so Carmen Bohlender. „Ähnlich wertvoll sind in privaten Hausgärten solche unaufgeräumten Ecken, sowohl für Insekten, aber auch für kleine Säugetiere und Vögel.“

Ein weiterer Erfolg ist die die Installation eines Jugendbeirats auf Antrag der Grünen, der mit Mehrheit im Stadtrat angenommen wurde. Hier können alle Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren mitmachen. „Wer Interesse an dieser Tätigkeit hat um Vallendar attraktiver für Jugendliche zu gestalten, kann sich gerne bei uns melden“, so die Fraktion der Grünen im Stadtrat Vallendar. Wenn sich genügend Menschen finden, gibt es danach die Wahl des Jugendbeirats. Sobald dieser formelle Akt vollzogen ist kann die Arbeit aufgenommen werden.

Für das kommende Jahr hoffen die Grünen Stadträte, dass das Fällen von 100 bis mehr als 200 Jahre alte Bäume, insbesondere Eichen, auf der Kaiser-Friedrich-Höhe im Bereich des Aussichtsturms verhindert werden kann. Ein Teil des kleinen Eichenhains, das Gelände rund um die ehemalige Gaststätte, gehört einem privaten Investor. Der beabsichtigt den Rest des Geländes, das noch der Stadt gehört, zu kaufen. Er will hier zwei Wohnhäuser mit insgesamt zehn Luxuswohnungen bauen und ein Restaurant an der Stelle der alten Gaststätte. Dafür müssten etwa 23 Bäume gefällt werden, die wichtig für die Biodiversität und das Kleinklima sind. Die Grünen im Stadtrat Vallendar wollen das verhindern, indem sie dem Verkauf des städtischen Geländes nicht zustimmen. Sie hoffen, dass auch andere Mitglieder des Stadtrats gegen das Bauvorhaben in seiner jetzt geplanten Form stimmen. Außerdem haben die Grünen bei der Kreisverwaltung den Antrag gestellt, dass der Eichenhain als Naturdenkmal nach den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes geschützt werden soll. Unabhängig davon steht im Raum, dass sich aus den Reihen der Anlieger und der Vallendarer Bürger eine Bürgerinitiative gründet. Mit dem Ziel, die wertvollen alten Bäume zu erhalten.

Als letzte Initiative im Stadtrat im ausgehenden Jahr haben die Grünen einen Antrag auf den Verzicht von Streusalz im Winterdienst gestellt. Sie möchten, dass künftig vom Bauhof abstumpfende umweltfreundliche Mittel im Winterdienst eingesetzt werden. Denn Streusalz schädigt Pflanzen und Böden. Dieser Antrag soll zunächst in den Ausschüssen beraten werden.

Pressemitteilung von

Bündnis 90/Die Grünen,

Ortsverband Vallendar

Grüne Stadträte.Foto: privat

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