Schwimmbad in Heimbach-Weis muss leider schließen
Kostenintensive Schäden lassen keine andere Lösung zu
Neuwied-Heimbach-Weis. Nicht nur intern ist das Schwimmbad im Berufsbildungswerk (BBW) des Heinrich-Hauses seit 40 Jahren eine Bereicherung des Angebots. Auch viele Vereine und Schule nutzen es, um das wichtige Thema Schwimmunterricht und sportliche Aktivitäten im Wasser zu fördern. Umso schwerer fällt nun die Entscheidung des Heinrich-Hauses, das Schwimmbad schließen zu müssen. „Uns ist die Situation für die Nutzer bewusst und wir bedauern sehr, die bisher ermöglichten Rahmenbedingungen nicht weiter aufrecht erhalten zu können“, sagt Geschäftsführer Dirk Rein. In den Sommerferien wurde das Schwimmbad wie jedes Jahr für eine umfangreiche Reinigung und kleinere Sanierungsarbeiten geschlossen. Dabei wurden jedoch größere Schäden entdeckt, die eine grundlegende, sehr kostenintensive Sanierung erforderlich machen würden. „Aufgrund eines Schadens im Becken ist Wasser in den darunterliegenden Beton gedrungen und hat diesen damit stark beschädigt. Hinzu kommen viele weitere Herausforderungen wie scharfkantige Fliesen und Verschmutzungen, die nur durch Erneuerung zu beheben wären. Eine weitere Nutzung des Schwimmbads ist aus unserer Sicht daher nicht mehr mit gutem Gewissen vertretbar“, erklärt Rein die sofortige Schließung. Sorgfältig wurde zuvor abgewogen, inwiefern sich die notwendige grundlegende Sanierung wirtschaftlich realisieren ließe. Dabei zeigte sich deutlich: Zwar wurde das Bad intern beispielsweise von der Physiotherapeutischen Praxis und der Berufsbildenden Schule im BBW ebenso wie vom Integrativen Sportverein im Heinrich-Haus und dem Bereich Kultur & Freizeit genutzt. Die Teilnehmerzahlen waren aber in den vergangenen Jahren immer geringer, die Interessen und der Bedarf verlagerten sich auf andere Angebote. Das BBW ist eine Einrichtung zur beruflichen Rehabilitation von jungen Menschen mit Behinderung und deren Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Für diese berufliche Rehabilitation hält das BBW konkrete Leistungen vor, die aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit refinanziert werden. Für die angebotenen Leistungen ist das BBW an die vertraglichen Rahmenbedingungen mit der Bundesagentur gebunden, die unter anderem Räume beziehungsweise Sportanlagen mit Geräten für das Training körperlicher Leistungsfähigkeit (Fitness) und die Unterstützung der allgemeinen Beweglichkeit vorsehen. „Das Schwimmbad hat mit Blick auf diese Anforderungen heute kaum mehr eine Bedeutung und wird auch durch die Teilnehmer kaum mehr nachgefragt. Dem gegenüber steht eine sehr hohe Nachfrage nach Angeboten in modernen Fitnessstudios und im Rehabilitationssport“, sagt Rein.
Es muss weiter gehen
Für Therapieangebote im Wasser steht für die Menschen im Heinrich-Haus weiterhin das Schwimmbad in Engers zur Verfügung. In Abwägung der Aufwendungen für das Schwimmbad im BBW generell und den in Abrede stehenden Kosten für eine temporäre, aber insbesondere dauerhafte Sanierungslösung habe man sich deshalb nach eingehender Überlegung für die Schließung des Schwimmbades entschieden. „Mit Blick auf eine sachgerechte Mittelverwendung stellen wir den Bedarf unserer Rehabilitanden im BBW konsequent in den Mittelpunkt und setzen unsere finanziellen Möglichkeiten für ein bedarfsgerechtes und attraktives Angebot ein“, betont Rein. Daher wird vor allem in die Neu- und Weiterentwicklung anderer Sportangebote, besonders im stark nachgefragten Fitness- und Rehasportbereich investiert. „Dabei ist uns auch weiterhin die Vernetzung mit Vereinen und Akteuren im Nahbereich wichtig– für uns als Einrichtung, aber besonders für unsere jungen Teilnehmer im BBW“, sagt Rein und ergänzt: „Wir unterstützen diese Vernetzung aktiv, unter anderem durch die weiterhin zur Verfügung stehenden Flächen in den Sporthallen und auf dem Sportplatz. Auch bei den anstehenden Neuentwicklungen im Bereich Sport werden wir diesen Aspekt mitdenken und nach Möglichkeit Angebote für unser Umfeld öffnen.“
Pressemitteilung
Heinrich-Haus gGmbH
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