SPD Andernach vor Ort: St. Nikolaus-Stiftshospital
Krankenhaus ist auf gutem Zukunftskurs
Sozialdemokraten werden ambulante ärztliche Versorgung zum Thema in den städtischen Gremien machen
Andernach. Während eines Vor-Ort-Gesprächs mit Cornelia Kaltenborn, Geschäftsführerin des St. Nikolaus-Stiftshospitals, erkundigten sich die Andernacher Sozialdemokraten unlängst nach der aktuellen Situation des Krankenhausbetriebs und zukünftigen Herausforderungen, vor allem mit Blick auf bestehende Debatten um den möglichen Zusammenschluss anderer Kliniken in der Region. „Unser Krankenhaus bleibt eigenständig mit Kooperationen in Spezialgebieten“, teilte Cornelia Kaltenborn mit.
Unter anderem aufgrund der bestehenden Kooperation als Lehrkrankenhaus der Universität Bonn und aufgrund der eigenen Gesundheits- und Krankenpflegeschule kann das St. Nikolaus-Stiftshospital jährlich eigenen Nachwuchs an Ärzten und Pflegekräften generieren. „Wir übernehmen pro Jahr zwischen zehn und fünfzehn Pflegeschüler“, berichtete die Geschäftsführerin stolz. Bei der positiven Entwicklung des Krankenhauses sei unter anderem die in den letzten Jahren gewachsene Geburtenrate hervorzuheben. Allein 2017 konnten in Andernach 645 Geburten verzeichnet werden, sechzig Geburten mehr als im Vorjahr.
Erweiterung der Palliativstation ist geplant
Auf die Frage des Andernacher Fraktionsvorsitzenden Marc Ruland nach einer möglichen Bildung von Rücklagen verwies Cornelia Kaltenborn auf den bestehenden Investitionsplan des Krankenhauses, der auf mehrere Jahre angelegt sei, um einem möglichen Investitionsstau vorzubeugen. Bezüglich der Neuerungen für die Zukunft plant das St. Nikolaus-Stiftshospital, demnächst seine vorhandene Palliativstation mit derzeit fünf Plätzen zu erweitern und damit besser an den dringenden Bedarf anzupassen. „Derzeit werden in Kooperation mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung und dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie zwei Geronto-Clowns ausgebildet, die künftig einmal monatlich ehrenamtlich Besuche bei Patienten mit kognitiven Einschränkungen anbieten“, berichtete Cornelia Kaltenborn.
Verbesserungen strebt Kaltenborn auch im Bereich der Notfallambulanzen an. „Für Andernach erfüllen wir die Parameter – nur der Prozess muss entsprechend der neusten Vorgaben für Notfallversorgung angepasst werden“, erläuterte sie.
Die Andernacher Sozialdemokraten bedankten sich abschließend für das aufschlussreiche Gespräch:. „Das Andernacher Krankenhaus ist auf einem guten Zukunftskurs“, so Ruland. Andernach sei mit Blick auf die stationäre medizinische Versorgung gut aufgestellt.
Allerdings müsse die Entwicklung der ambulanten ärztlichen Versorgung der nächsten zehn Jahre „mit gesteuert“ werden. „Wie viele Ärzte werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen? Welche Konsequenzen wird dies haben? Suchen junge Ärzte vielleicht Partner für eine Gemeinschaftspraxis? Welche Anreize können oder müssen wir schaffen, damit sich Ärzte in Andernach niederlassen? Oder gibt es Bedarf für ein weiteres Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) in Andernach?“ Dies seien einige der Fragen der Zukunft, die es zu beleuchten gilt.
SPD plädiert für Runden Tisch zur ärztlichen Versorgung
„Als sozialdemokratische Stadtratsfraktion werden wir eine Initiative in den Stadtrat einbringen, die diesen und anderen Fragen nachgeht. Wir wollen, dass alle Fakten zur ärztlichen Versorgungsperspektive 2030 auf den Tisch kommen. Wir wollen einen Runden Tisch“, so Ruland weiter.
An dem Diskussionsprozess seien beispielsweise Vertreter der Politik, des St. Nikolaus-Stiftshospitals, der Rhein-Mosel-Fachklinik, der niedergelassenen Ärzte und der Kassenärztlichen Vereinigung zu beteiligen. „Eine gute medizinische Versorgung ist ein, wenn nicht das wichtigste zentrale Zukunftsthema für die Menschen in unserer Stadt“, so die Sozialdemokraten abschließend.
Pressemitteilung des
SPD-Stadtverbands Andernach
