FDP fordert Bestandsschutz für Rheinbach
Ländlichen Raum nicht bei Förderschulen benachteiligen
Rheinbach. Rheinbach war und ist stolz darauf, auch die Stadt der Schulen zu sein. Damit ein differenziertes und begabungsgerechtes Bildungsangebot für alle Schüler bestehen bleiben kann, hat sich die Rheinbacher FDP, gemeinsam mit den anderen Fraktionen im Rat, für die Errichtung einer Gesamtschule ausgesprochen.
Auch wenn die neue Gesamtschule in begrenztem Umfang Förderschüler in integrativen Gruppen aufnimmt, reicht dieses Angebot nicht aus, um alle Schüler mit besonderem Förderbedarf adäquat zu beschulen. Einer neuen Studie zufolge steigt überdies der Anteil der Schüler mit Förderbedarf in Deutschland.
Die Inklusion ist eine wichtige und richtige Aufgabe nicht nur der Schulen, sondern der gesamten Gesellschaft. Leider bedeutet diese Form der Beschulung unter den heutigen Bedingungen nur eine punktuelle, teilweise auch nur unzureichende Förderung.
Die bildungspolitische Sprecherin der FDP Tamara Vogt erklärte deshalb: „Hier wird wieder am falschen Platz gespart. Bildung und auch Inklusion gibt es nun mal nicht zum Nulltarif. Die Akzeptanz unterschiedlicher Begabungen und Lernvoraussetzungen beinhaltet auch ein Lernen in einer Förderschule. Nur hier kann im Augenblick eine ganzheitliche Förderung ermöglicht werden. Aus diesem Grund setzt sich die Rheinbacher FDP für den Erhalt der Albert-Schweitzer-Schule in Rheinbach ein, ohne das Ziel einer gut gemachten und richtig finanzierten Inklusion aus den Augen zu verlieren. Der ländliche Raum darf nicht durch die Schließung kleiner Förderschulen benachteiligt werden. Damit wird auch den Eltern jegliche Wahlfreiheit zwischen der Beschulung in einer Förderschule oder im Gemeinsamen Lernen genommen. Daher fordere ich den Bestandsschutz für kleine Förderschulen.“
Pressemitteilung von
FDP-Stadtverband und -Fraktion
Rheinbach
