Politik | 06.02.2016

Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises

Landrat: Optimierung des Schulbusverkehrs erarbeiten

Rhein-Lahn-Kreis. Seit Mitte Dezember arbeiten der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) und die Kreisverwaltung an Optimierungen im Schulbusverkehr im Bereich Blaues Ländchen/Loreley/Einrich. Der Kreisausschuss des Rhein-Lahn-Kreises hat nun den Sachstandsbericht zur „Linienbündelung Blaues Ländchen/Loreley/Einrich“ beraten und die Verwaltung beauftragt, die Optimierung des Systems im Rahmen der Möglichkeiten weiter umzusetzen und das beauftragte Busunternehmen zur Erfüllung seiner vertraglichen Verpflichtungen anzuhalten. In einer gut zweistündigen Sitzung hat VRM-Geschäftsführer Stephan Pauly die Eingaben seitens der Schulen und der Eltern aufgearbeitet und erläutert, dass bereits in vielen Fällen praktikable Lösungen gefunden werden konnten, welche jetzt zeitnah realisiert werden. Landrat Frank Puchtler hatte zu Beginn der Sitzung deutlich gemacht, dass die Neuordnung des Öffentlichen Personennahverkehrs, die im Dezember 2015 mit der Linienbündelung Blaues Ländchen-Loreley und Einrich gestartet ist, in den vergangenen Jahren durch die Kreisgremien umfassend diskutiert und schließlich einstimmig beschlossen worden war. Dabei zeigte der Landrat auch die Herausforderung auf: „Tagtäglich müssen im Rhein-Lahn-Kreis rund 12.000 Schülerinnen und Schüler und 3000 Kindergartenkinder aus 137 Gemeinden zu ihren Schulen beziehungsweise den Kindertagesstätten und zurück nach Hause transportiert werden.“ Nicht allein dies macht die Herausforderung deutlich: So hat sich der Einzugsbereich der einzelnen Schulen immer weiter vergrößert, da es mittlerweile im Kreis zehn verschiedene Arten weiterführender Schulen gibt. Landrat Puchtler nannte als Beispiel die Realschule plus/Fachoberschule Katzenelnbogen: Die Schülerinnen und Schüler dieser Schule kommen aus insgesamt 78 Gemeinden, darunter Rettershain, Welterod, Flacht und Weinähr. Ähnlich sieht es an der IGS Nastätten aus: Die Schülerinnen und Schüler kommen aus 71 Gemeinden, darunter Becheln, Weisel und Kaub, Lahnstein, Hömberg oder Schönborn. Für alle muss der Schulbusverkehr organisiert werden. Ergänzt wird die Aufgabe durch den Nachmittagsunterricht und nachmittägliche AGs und sonstige schulische Angebote. Die gewünschte flächendeckende Erreichbarkeit der Schulen ist allerdings - so VRM-Geschäftsführer Stephan Pauly - logistisch nur durch die Schaffung von Knotenpunkten (beispielsweise Dachsenhausen und Nastätten) zu gewährleisten. Dies wiederum hat zur Folge, dass mehr Umstiege erforderlich sind, die Schüler frühzeitig in den „Knoten-Gemeinden“ ankommen und die Zeiten von Unterrichtsbeginn und Unterrichtsende in den Schulen entzerrt werden müssen. Außerdem sind bei den Busfahrzeiten „Puffer“ einzurechnen, damit die Umstiege auch bei kleineren Verspätungen funktionieren. Während es in manchen Fällen zu längeren Fahrzeiten kommt, verkürzen sich aber auch Fahrten. Ausführliche Informationen zum Schulbusverkehr und dem Öffentlichen Personennahverkehr finden sich auf der Startseite der Homepage des Rhein-Lahn-Kreises unter www.rhein-lahn-kreis.de. Landrat Frank Puchtler versicherte, dass die Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel und dem beauftragten Busunternehmen an der weiteren Optimierung des Schulbusverkehrs im Rhein-Lahn-Kreis arbeiten wird.

Pressemitteilung des

Rhein-Lahn-Kreises

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