Julia Klöckner sichert die Versorgung von einheimischem Obst und Gemüse in der Corona-Krise
Landrat begrüßt die Hilfsmaßnahmen für die Land- und Ernährungswirtschaft
So sollen Studenten und Kurzarbeiter ohne Einbußen bei BAFöG und Kurzarbeitergeld bei Pflanz- und Erntearbeiten beschäftigt werden. Für die ersten Spargelfelder greifen diese Maßnahmen leider zu spät. Aufgrund des ausgebliebenen Winters hatten sich die Pflanzen bereits zeitig entwickelt. Das Zeitfenster für die Ernte war bereits überschritten. Stefan Hof aus Neuwied hatte seine rumänischen Erntehelfer noch vor dem Einreisestopp eingestellt. „Ich freue mich über die zahlreichen Hilfsangebote von einheimischen Erntewilligen! Aber ich bin froh, dass ich meine Spargelernte durch eine professionelle Mannschaft „just in time“ erledigen kann. Aber was uns in Bezug auf dieses Maßnahmenpaket besonders hilft, ist die großzügigere Auslegung des Arbeitszeitgesetzes.“ Viele Spargelbetriebe sehen den Einsatz einheimischer Hilfskräfte mit Skepsis. Spargelstechen muss geübt sein und bedarf der Einarbeitung. In der Vergangenheit hat sich leider oft gezeigt, dass der vorhandene Arbeitselan nach ein paar Tagen schnell verflogen war und die Betriebe vergeblich auf den weiteren Arbeitseinsatz warten mussten. Ulrich Schreiber, Kreisvorsitzender des Bauern- und Winzerverbandes Neuwied rät seinen Mitgliedern, die angebotenen helfenden Hände nicht abzuweisen. „Allerdings muss die Verlässlichkeit über Wochen gewährleistet sein. Dazu sind die Zeitfenster bei Ernte und Pflanzung einfach zu eng, um wechselndes Personal immer wieder einarbeiten zu müssen,“ so Ulrich Schreiber. Dies scheint auch bei den politischen Entscheidern angekommen zu sein. Julia Klöckner und Bundesinnenminister Horst Seehofer haben in der vergangenen Woche ein gemeinsames Konzept im Bundeskabinett vorgestellt, das ausländischen Saisonarbeitskräften die Einreise für dringend notwendige Arbeiten im Obst- und Gemüsebau ermöglichen soll. Dabei sollen die notwendigen Vorgaben des Infektionsschutzes mit den Erfordernissen der Landwirtschaft in Einklang gebracht werden; eine große Herausforderung für die Infrastruktur und logistischen Abläufe in den Landwirtschaftsbetrieben. Euro-Wings hat augenblicklich reagiert und Sonderflüge für die Einreise von Saisonarbeitskräften eingeplant. Während die rumänische Regierung die Lockerung der Einreisekonditionen nach Deutschland begrüßt, ist der bulgarische Regierungschef Boiko Borissow gegen die Auslandseinsätze seiner Staatsbürger. Er befürchtet, dass die Rückkehrer die Corona-Epidemie im Sommer nach Bulgarien einschleppen.
„Trotz aller Widrigkeiten bleibt zu hoffen, dass die Obst- und Gemüsebauern ihre Ernte- und Pflanztätigkeiten termingerecht abwickeln können und die Versorgung mit frischem Obst und Gemüse gesichert ist,“ betont Landrat Achim Hallerbach.
Pressemitteilung
Kreisverwaltung Neuwied

Beim weiten Feld der Massentierhaltung - des unsäglichen Leidens der Tiere in der Massentierhaltung - hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, CDU, ebenfalls grob versagt. Sie will sich mit der Agrar-Industrielobby nicht
anlegen. Aber ohne schärfere Gesetze ändert sich am Tierleid nichts! Schärfere Gesetze scheut Frau Klöckner aber!
Sehr geehrter Herr Landrat Hallerbach,
es ist ja nett von Ihnen, dass Sie positive Pressearbeit für Ihre Parteifreundin, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, CDU, machen wollen. Der Ausgewogenheit halber sollten Sie dann aber auch darauf hinweisen, dass Frau Klöckner z.B. bei den Themen Glyphosat und ähnlichen Giften, wirksamer Bienen- und Insektenschutz, Vermeidung des nunmehr Jahrzehnte langen zig Millionen fachen Küken-Schredderns (männliche Küken), echte Vermeidung von viel zu viel Zucker in den Nahrungsmitteln (z.B GB ist da viel weiter!), aus reinen Lobbyismus-Begünstigungsgründen bisher total versagt hat.