SPD-Fraktion im Koblenzer Stadtrat

Lokale Landwirtschaft spürt Klimawandel

Lokale Landwirtschaft spürt Klimawandel

V.l.n.r.: SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann, Landwirt Jochen Klimek, Ratsmitglied Fritz Naumann. Foto: privat

11.08.2020 - 09:34

Koblenz. Klimeks Traktor zieht eine riesige Staubwolke hinter sich her, als er auf das Gelände der neuen Halle am Rand von Rübenach fährt. Die aktuellen warmen Temperaturen haben den Boden austrocknen lassen. Der Nebenerwerbslandwirt erklärte bei einem Treffen mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden Marion Lipinski-Naumann und Ratsmitglied Fritz Naumann, dass Trockenperioden zunehmend ein Problem sind. „In den letzten Jahren waren die Sommer heiß, der Boden trocknet aus und es fehlt das Wasser. Und wo kein Wasser ist, kann nichts wachsen“, erläuterte Klimek. Auch die milden Winter schaffen schlechte Voraussetzungen für die lokale Landwirtschaft, denn der fehlende Frost verhindert die Dezimierung von Schädlingen.

Die Folge solcher klimatischen Entwicklungen sind dramatisch, viele vor allem kleinere landwirtschaftliche Betriebe haben mit Mindererträgen von bis zu 40 Prozent zu kämpfen. Dies wiederum führt zu ökonomischen Problemen, denn, so Klimek: „Wir stehen im globalen Wettbewerb. Wenn in Australien viel geerntet wird und hier bei uns wenig, sind die Preise insgesamt trotzdem niedrig.“

Neben den weltweit auftretenden Problemen des Klimawandels gibt es auch lokale Themen, die in Angriff genommen werden müssen. „Es ist gut, dass die Stadt Koblenz immer weiter wächst“, erklärte Lipinski-Naumann. „Aber wir müssen vor allem bei der Verkehrsinfrastruktur darauf achten, dass Landwirte gut an ihre Acker- und Weideflächen angebunden sind.“ Klimek hat deshalb seine neue Halle am Rand von Rübenach errichtet, um seine Geräte direkt an der Fläche zu haben. Seine alte Betriebsstätte, so berichtet er, sei mit Traktor und Mähdrescher aufgrund zahlreicher parkender Autos kaum noch anzufahren.

„Außerdem müssen wir natürlich darauf achten, dass wachsende Industrie- und Gewerbegebiete nicht zu viel an landwirtschaftlichen Flächen beanspruchen“, ergänzt Naumann. Hier werde die SPD-Fraktion in den Gremien weiterhin achtsam sein, denn gerade die regionale Landwirtschaft sei ein wichtiger ökonomischer Faktor für Koblenz.

Trotz aller Widrigkeiten, mit denen er zu kämpfen hat, ist Jochen Klimek Landwirt aus Leidenschaft. Und so überwogen am Ende des informativen Treffens die positiven Eindrücke. „Die lokale und regionale Landwirtschaft mit ihren zahlreichen Produkten ist schon immer ein Teil von Koblenz gewesen. Und es ist schön zu sehen, dass es Menschen wie Jochen Klimek gibt, die dieser Arbeit mit so viel Enthusiasmus und Energie nachgehen. Die SPD-Fraktion wird weiter in den Gremien für unsere Haupt- und Nebenerwerbslandwirte arbeiten“, versicherte Lipinski-Naumann.

Pressemitteilung

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11.08.2020 11:29 Uhr
Jürgen Müller

Falsch - Klimawandel auch in Koblenz spürbar (Überschrift in UNSER RÜBENACH).Das scheint sogar die SPD mitbekommen zu haben.Politische Somnerreisen sind Märchenreisen.WIR müssen aufpassen,dass Gewerbe/Industrie NICHT zuviel landwirtschaftliche Flächen in Anspruch nehmen.SCHON passiert,aber NICHT registriert - oder doch? WIR setzen uns weiterhin für die Landwirte ein.Seit wann das denn? Sommerzeit - Märchenzeit.Im GVZ A 61 wird weiter lustig drauf los gebaut u erweitert.SCHON gemerkt?Firma PROKON kauft landwirtschaftliche Flächen für WINDKRAFTANLAGEN.SCHON gewusst? Es ist nicht zu fassen,mit welcher Selbstverständlichkeit hier einem,der danebensteht, Honig ums Maul geschmiert wird.Auf die Anmerkung,Flächenfrass u.Ausweitung GEWERBE/INDUSTRIE machen der Landwirtschaft grosse Probleme geht man erst garnicht ein.WARUM auch.Hauptsache man hat sein Soll erfüllt.



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juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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