Das Bundestagsergebnis des Wahlkreises 198 – Ahrweiler /Mayen–
Mechthild Heil gewinnt den Wahlkreis zum dritten Mal direkt
Andrea Nahles (SPD) wird über die Landesliste in den Bundestag gewählt
Ahrweiler/Mayen. Abseits aller politischen Relevanz einer Bundestagswahl ist für die Menschen vor Ort immer auch das Erststimmenverhältnis der Parteien in ihrem Wahlkreis wesentlich. Die Erststimme soll dafür sorgen, dass es eine enge Verbindung zwischen den Wählern eines bestimmten Wahlkreises und „ihrem“ Bundestagsabgeordneten in Berlin gibt.
Zum Bundestagswahlkreis 198 - Ahrweiler – gehört der Landkreis Ahrweiler vollständig und aus dem Landkreis Mayen-Koblenz die großen kreisangehörigen Städte Andernach und Mayen sowie die Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig, Pellenz und Vordereifel. Im Wahlkreis standen sieben Bewerber von Parteien zur Wahl und ein parteiloser Einzelbewerber. Das waren Mechthild Heil (CDU), Andrea Nahles (SPD), Martin Schmitt (Bündnis 90/Die Grünen), Christina Steinhausen (FDP), Marion Morassi (Die Linke), Kathrin Koch (AfD), Axel Ritter (Piraten) und Siegfried Verdonk (parteilos). Es ist diejenige Kandidat gewählt, der die relative Mehrheit der abgegebenen gültigen Erststimmen erzielt hat. Vereinfacht gesagt ist derjenige Bewerber gewählt, der die meisten Stimmen errungen hat.
Trotz Verlusten das Direktmandat verteidigt
Im Wahlkreis Ahrweiler/Mayen gewann Mechthild Heil erneut das Direktmandat. 2009 wurde Mechthild Heil im Wahlkreis Ahrweiler mit 45,5 Prozent der Erststimmen zum ersten Mal für die CDU in den Deutschen Bundestag gewählt. 2013 konnte sie dieses Ergebnis auf 55,5 Prozent steigern. Mit dem herben Verlust von 12,8 Prozent sicherte sie sich bei dieser Wahl dennoch mit 42,8 Prozent der Erststimmen erneut und zum dritten Mal in Folge das Direktmandat des Wahlkreises für die CDU. Der Wahlkreis wurde durchgängig seit 1949 von CDU-Kandidaten gewonnen und zählt daher zu den „sicheren“ Wahlkreisen der Partei. Selbst in ihrer Heimatstadt Andernach musste Mechthild Heil den bitteren Verlust von 12,5 Prozent der Erststimmen hinnehmen.
Nahles will einen Neuanfang für die SPD
Mitbewerberin um das Direktmandat des Wahlkreises Ahrweiler ist seit 2005 Andrea Nahles für die SPD. Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales erzielte im Jahr 2013 auf 28,0 Prozent. Trotz erheblich mehr persönlicher Erststimmen bei dieser Wahl sank der prozentuale Anteil auf 27,4 Prozent. Andrea Nahles wird jedoch über die Landesliste der rheinland-pfälzischen SPD, deren Spitzenkandidatin sie war, erneut in den Bundestag einziehen. „Ich bedanke mich bei den Wählerinnen und Wählern in meinem Wahlkreis für die Unterstützung. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen: Das ist ein bitteres Ergebnis für die SPD. Wir haben nicht das Vertrauen und die Unterstützung bekommen, die Bundesregierung zu führen. Das ist eine große Niederlage, das müssen wir uns eingestehen und wir brauchen einen programmatischen und organisatorischen Neuanfang. Ein weiter so kann es nicht geben. Wenn wir alles richtig gemacht hätten, hätten wir ein anderes Ergebnis. Der Auftrag zur Regierungsbildung liegt bei der Union und Frau Merkel, “ erklärte Andrea Nahles zum Wahlausgang.
Alle anderen Bewerber der Parteien sowie der parteilose Einzelbewerber hatten keine Chance, das Direktmandat im Wahlkreis zu erringen.
AfD-Kandidatin
auf dem dritten Platz
Die AfD-Kandidatin Kathrin Koch liegt mit 8,8 Prozent der Erststimmen auf dem dritten Platz.
Außer Andrea Nahles, die die Landesliste der rheinland-pfälzischen SPD angeführt hat, war keiner der angetretenen Wahlkreisbewerber auf einem „sicheren“ Listenplatz auf der Landesliste ihrer Partei positioniert. Der für Bündnis90 / Die Grünen angetretene Martin Schmitt stand auf dem 14. Platz der Landesliste, die FDP-Kandidatin Christina Steinhausen auf dem 10. Platz und die AfD-Frau Kathrin Koch auf dem 7. Platz ihrer Partei. Keiner der Kandidaten schaffte also den Einzug in den Bundestag. Mechthild Heil (CDU) und Andrea Nahles (SPD) werden jedoch ihre politische Arbeit im neu gewählten Bundestag fortsetzen.
Beim Zweitstimmenergebnis im Wahlkreis liegt die CDU mit 40,6 Prozent im Wahlkreis zwar etwa 4 Prozent über dem Landes- und gut 7 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Die Partei musste jedoch mit -8,2 Prozent deutliche Verluste gegenüber der Wahl 2013 hinnehmen. Die SPD verlor im Wahlkreis 1,9 Prozent ihrer Zweitstimmen von 2013, bleibt mit 22,7 Prozent aber gut 2 Prozentüber dem jetzigen Bundes- und Landesdurchschnitt. Kaum verändert zeigt sich der Stimmenanteil von Bündnis90 / Die Grünen. Die FDP steigert sich um gut 1 Prozent über den Landes-und Bundesdurchschnitt auf 11,6 Prozent und gehört damit zu den Gewinnern. Gewinner ist ebenfalls die AfD, die 9,6 Prozent der Zweitstimmen hier im Wahlkreis erzielte, damit aber um rund 3 Prozent hinter dem Bundes- und Landesschnitt bleibt. WEC
Die CDU bleibt trotz deutlicher Verluste stärkste politische Kraft im Wahlkreis Ahrweiler/Mayen
Mechthild Heil wird den Wahlkreis Ahrweiler/Mayen im nächsten Bundestag vertretenFoto: privat
Andrea Nahles wird über die Landesliste der SPD in den Bundestag einziehenFoto: privat
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