CDU Mitgliederforum „Energiewende“ diskutiert wieder
Mehr Elektromobile in der Gemeinde gewünscht
Morenhoven. Das Mitgliederforum der CDU Swisttal traf sich wieder, um konkrete Maßnahmen zur Energiewende zu diskutieren.
Ausgangspunkt ist die erste Energiebilanz des integrierten Klimaschutzkonzepts für die linksrheinischen Kommunen mit Anregungen zur Verbesserung der Energie- und CO2-Bilanz in Swisttal und der Region. Aktuell werden etwa elf GWh pro Jahr in Swisttal im Energiemix aus Biogas und PV Anlagen erneuerbar hergestellt. Mit dieser Menge können rechnerisch etwa 32 Prozent der Swisttaler Haushalte mit Energie versorgt werden. Bezogen auf den Gesamtverbrauch nach der Energiebilanz sind es 18,6 Prozent des damaligen Stromverbrauchs, der nun erneuerbar zur Verfügung steht.
Ein wesentlicher Bereich ist der Energieverbrauch im Straßenverkehr. Hier wird in Swisttal das meiste CO2 emittiert, was in einer Flächengemeinde mit hoher Pendlerzahl nicht verwundert. Andererseits werden auch hier in Zukunft vermehrt erneuerbare Energien und alternative Antriebe auf die Straße kommen. Auf den Radwegen sind Elektrofahrräder bereits angekommen. Hoffnung macht eine aktuelle Untersuchung des Institutes für Verkehrsfragen beim DLR. Danach leben mehr als die Hälfte der privaten Nutzer von Elektrofahrzeugen (reine Elektrofahrzeuge und Hybride) in Kleinstädten und Landgemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern. Genutzt wird das Fahrzeug bei zwei Dritteln der Befragten (fast) täglich für den Arbeits-/Ausbildungsweg. In ähnlicher Größenordnung wird es für den Einkauf und private Erledigungen eingesetzt. Dabei legen die Fahrzeuge werktäglich zwischen 43 und 30 km elektrisch zurück. 45 Prozent der Befragten gaben an, über eine PV Anlage und 58 Prozent über einen Ökostromvertrag zu verfügen.
Damit scheinen auf den ersten Blick Elektro- und Hybridfahrzeuge in kleinen Gemeinden von Pendlern und für Besorgungen genutzt zu werden. Zugegeben, der Anteil dieser Fahrzeuge am Straßenverkehr ist aktuell sehr überschaubar. Nimmt man sich aber frühzeitig des Themas an, kann man alle Chancen wahren und nutzen. Die Entwicklung hin zu einer Mobilität mit erneuerbaren Energien bietet auch die Chance, Lärm- und Schadstoffemissionen in der Gemeinde zu verringern. In jedem Falle kann in diesem Bereich ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der CO2-Bilanz erbracht werden.
Insgesamt sollte die bestehende Energie- und CO2-Bilanz fortgeschrieben werden, um den Stand und die Entwicklung der Klimaschutzaktivität in Swisttal und der Region im Vergleich zur letzten Bilanz zusammenzutragen und festzustellen. Die Bilanzierungen können darüber hinaus als Instrument der Gemeindeentwicklung genutzt werden.
Pressemittelung des CDU
Gemeindeverbands Swisttal
