Politik | 13.11.2024

DGB Neuwied fordert zügige Umsetzung der Istanbul-Konvention

Mehr Frauenhausplätze und sichere Finanzierung von Frauenhäusern

Kreis Neuwied. „Wir fordern endlich einen Rechtsrahmen für eine verlässliche Finanzierung von Frauenhäusern! Es muss Schluss sein mit der finanziellen Unsicherheit und es muss endlich genügend Plätze geben!“, betont Alexandra Eidenberg anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen, der jährlich am 25. November stattfindet.

Die Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Neuwied greift damit eine Forderung des Deutschen Gewerkschaft Bundes DGB auf, der in diesem Jahr die Politik auf allen Ebenen dazu aufruft, die Istanbul-Konvention zügig umzusetzen. Seit 2018 ist das Übereinkommen des Europäischen Rates zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt in Deutschland in Kraft.

Für viele Frauen ist ihr Zuhause kein sicherer Ort: jede dritte Frau ist in ihrem Leben mindestens einmal von Gewalt betroffen. Jede vierte Frau kennt Gewalt durch ihren aktuellen oder durch frühere Partner. Bundesweit gibt es, wenn man die Vorgaben der Konvention zugrunde legt, statt der benötigten 21.000 Frauenhausplätze nur 7.000. Es fehlen also insgesamt 14.000 Plätze für Frauen und ihre Kinder, was eine dramatische Versorgungslücke bedeutet.

Im Kreis Neuwied mit 180.000 Einwohnern und Einwohnerinnen gibt es keinen einzigen Frauenhausplatz. Frauen, die häuslicher Gewalt entfliehen wollen, müssen sich an die Frauenhäuser in Mayen-Koblenz, Ahrweiler oder Koblenz wenden sowie an das Frauenhaus im Westerwaldkreis.

In allen vier Häusern zusammen stehen 25 Plätze zur Verfügung. In den Landkreisen Rhein-Lahn, Cochem-Zell und Altenkirchen gibt es ebenfalls keine Anlaufstelle vor Ort. Für das nördliche Rheinland-Pfalz mit insgesamt 1.156.000 Einwohner*innen stehen statt der nach der Istanbuler Konvention nötigen 115 Plätzen damit weniger als ein Viertel zur Verfügung. „Wir fordern den Landkreis erneut auf, entsprechend ein Frauenhaus im Landkreis zur Verfügung zu stellen, damit die betroffenen Frauen und Kinder einen sicheren Zufluchtsort haben.“ bekräftigt Eidenberg.

Der DGB fordert konkret: Gesetzlich verankerten Anspruch auf verlässliche Finanzierung; Garantiertes Recht auf sofortigen Schutz und Hilfe bei Gewalt; Bundesweit einheitliche Standards für bedarfsgerechte Unterstützungsangebote; Gesicherten Lebensunterhalt während des Aufenthalts in Schutzeinrichtungen; Durchgehende Erreichbarkeit relevanter Behörden (Justiz, Jugendamt, Ausländer- und Migrationsbehörden).

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Image Anzeige
Rund ums Haus
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Wohnträume
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Wohnträume
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
58

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
14

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Dauerauftrag 2025
Image Anzeige
Wir helfen im Trauerfall
Dauerauftrag 2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Anlagenmechaniker
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Kita
Werksverkauf Anhausen
Wohnträume
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten- Modernisieren
Veranstaltung 15.April
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681