Politik | 17.02.2017

Ankündigung der Kreisverwaltung Ahrweiler

Mehr Kontrollen bei Waffenbesitzern

Sichere Aufbewahrung verlangt - Jagdverband unterstützt Kontrollen

Mit gutem Beispiel geht Kreisjagdmeister Dr. Stephan Schuck (links) voran, der die sichere Aufbewahrung seiner Waffen bei einer Kontrolle durch Bernd Hanke von der Kreisverwaltung Ahrweiler nachgewiesen hat. Kreisverwaltung Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Die Kreisverwaltung Ahrweiler weitet die Kontrollen bei Waffenbesitzern in diesem Jahr aus. Der Kreisjagdverband befürwortet diesen Schritt. Kreisweit gibt es rund 2.700 Waffenbesitzer, zumeist Jäger und Sportschützen. Die Kontrollen werden in der Regel nach vorheriger Terminabsprache vorgenommen, können aber auch unangekündigt stattfinden. Wichtiges Ziel der Hauskontrollen: Die sichere Aufbewahrung der Waffen in zertifizierten Tresoren, wie sie das Waffengesetz vorschreibt, muss bewiesen sein. Dies soll den Missbrauch mit Gewehren oder Pistolen verhindern, insbesondere durch Diebstähle. Bisher haben zahlreiche Waffenbesitzer die Einhaltung der Vorschriften durch Fotos, Erwerbsquittungen oder ähnliche Dokumente nachgewiesen. Das Waffengesetz gibt der Behörde jedoch die Möglichkeit, die sorgfältige Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Schusswaffen verdachtsunabhängig zu überprüfen. Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung als Waffenbehörde zeigen ihre Dienstausweise. Die Kontrolle ist kostenpflichtig (50 Euro). Wenn Waffenbesitzer ihrer Mitwirkungspflicht insbesondere bei angemeldeten Kontrollen wiederholt und grundlos nicht nachkommen, setzen sie sich dem Verdacht der waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit aus und müssen mit dem Entzug ihrer waffenrechtlichen Erlaubnis rechnen.

Kontrolliert werden

Die sichere Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition, die waffenrechtlichen Erlaubnisse (Waffenbesitzkarten, Munitionserwerbsscheine), die Art der vorhandenen Munition sowie das vollzählige Vorhandensein der eingetragenen Waffen beziehungsweise deren Verbleib. Zulässig sind auch Fragen nach Schlüsseln und Zweitschlüsseln, weil gewährleistet sein muss, dass kein Unbefugter Zugriff auf diese hat. Sind Waffen nicht vor Ort, sondern etwa zur Reparatur, muss dies durch einen Reparatur- beziehungsweise Verleihschein nachgewiesen werden. Zur Besichtigung von anderen Räumen des Gebäudes sind die Kontrolleure weder angehalten noch befugt. Die Art und Weise der Aufbewahrung richtet sich dabei nach dem Grad der Widerstandsfähigkeit der Tresore. Ein Beispiel: In A-Tresoren dürfen bis zu zehn Langwaffen gelagert werden. Munition muss getrennt von den Waffen aufbewahrt werden.

Dr. Stephan Schuck, Kreisjagdmeister des Kreises Ahrweiler, hat die sichere Aufbewahrung seiner Waffen bei einer Kontrolle durch Bernd Hanke von der Kreisverwaltung nachgewiesen. Dr. Stephan Schuck betont: „Obwohl es nicht angenehm ist, Fremde zu Kontrollzwecken ins Haus zu lassen, unterstützt die Jägerschaft die Kontrollen. Wir wollen damit auch zum Ausdruck bringen, dass wir uns gesetzeskonform verhalten. Alle Beteiligten sind daher aufgerufen, die Aktion der Kreisverwaltung zu fördern und zu unterstützen.“

Die Fakten: Seit der Verschärfung des Waffengesetzes 2008 wurden rund 2.300 Waffen im AW-Kreis abgegeben und in Schredderanlagen zerstört. Die Zahl der im Nationalen Waffenregister gespeicherten Waffenbesitzer im Kreisgebiet hat sich seither auf rund 2.700 verringert; 2008 waren es noch knapp 4.000 Personen. Info: Kreisverwaltung Ahrweiler - Untere Jagdbehörde, Waffen- und Sprengstoffrecht; Tel. (0 26 41) 97 52 29 oder 97 55 24, Fax (0 26 41) 9 75 72 29, E-Mail: bernd.hanke@kreis-ahrweiler.de, katharina.schuwerack@kreis-ahrweiler.de, maike.esch@kreis-ahrweiler.de, Internet www.kreis-ahrweiler.de, „Bürgerservice“, „Ordnungswesen“, „Waffen und Jagd“.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

Mit gutem Beispiel geht Kreisjagdmeister Dr. Stephan Schuck (links) voran, der die sichere Aufbewahrung seiner Waffen bei einer Kontrolle durch Bernd Hanke von der Kreisverwaltung Ahrweiler nachgewiesen hat. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Lampionfest in Weißenthurm
Lampionfest in Weißenthurm
Heimat aktiv AW
Stellenausschreibung Lagermeister / Lagermitarbeiter
Stellenanzeige Reinigungskraft
vermisste Brille
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 - -RhS_BA KW25
Empfohlene Artikel
Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht.  Foto: GS
19

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Rat der Kreisstadt hat die Vorplanung zur flutbedingten Wiederherstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ freigegeben und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Bestandteil der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen einschließlich einzelner Entwässerungseinrichtungen.

Weiterlesen

: Blick auf den trockengelegten Mühlenteich mit dem Mühlrad am Herderweg.  Foto: GS
15

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ohne das Thema Wiederaufbau. So wurde in der jüngsten Sitzung am Montagabend erneut die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) einstimmig mit entsprechenden Maßnahmen beauftragt. Ein Blick in die Details.

Weiterlesen

Noch ist der Ahrradweg in Sinzig ein Provisorium – temporär eben.  Foto:GS
167

Sinzig. Eigentlich ist beim Ahrradweg in Sinzig noch alles in der Schwebe. Der Weg erstreckt sich im Bereich der Barbarossastadt von der Ahrmündungsbrücke bis hin nach Bad Bodendorf zur Ehlinger Ley. Derzeit wurde der Ahrradweg im Bereich Eisenbahnbrücke bis Spessartsteg und vom Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf bis zur Ehlinger Ley temporär hergestellt. Temporär deshalb, da zum Zeitpunkt der Planung noch nicht festlag, wo die endgültige Trasse verlaufen soll.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund eines Ladendiebstahls fahndet die Polizei nach dem Verdächtigen.
832

Hochpreisiges Parfüm gestohlen

Bonn: Polizei fahndet nach Ladendieb

Bonn. Fahndung nach einem mutmaßlichen Ladendieb in Bonn: Das Kriminalkommissariat 15 der Bonner Polizei hat eine öffentliche Suche nach einem Verdächtigen eingeleitet, der im Verdacht steht, am 12. März 2026 ein teures Parfüm aus einer Parfümerie in der Bonner Innenstadt gestohlen zu haben.

Weiterlesen

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
2150

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen