Politik | 18.02.2017, 16:15 Uhr

Ankündigung der Kreisverwaltung Ahrweiler

Mehr Kontrollen bei Waffenbesitzern

Sichere Aufbewahrung verlangt - Jagdverband unterstützt Kontrollen

Mit gutem Beispiel geht Kreisjagdmeister Dr. Stephan Schuck (links) voran, der die sichere Aufbewahrung seiner Waffen bei einer Kontrolle durch Bernd Hanke von der Kreisverwaltung Ahrweiler nachgewiesen hat. Kreisverwaltung Ahrweiler
304

Kreis Ahrweiler. Die Kreisverwaltung Ahrweiler weitet die Kontrollen bei Waffenbesitzern in diesem Jahr aus. Der Kreisjagdverband befürwortet diesen Schritt. Kreisweit gibt es rund 2.700 Waffenbesitzer, zumeist Jäger und Sportschützen. Die Kontrollen werden in der Regel nach vorheriger Terminabsprache vorgenommen, können aber auch unangekündigt stattfinden. Wichtiges Ziel der Hauskontrollen: Die sichere Aufbewahrung der Waffen in zertifizierten Tresoren, wie sie das Waffengesetz vorschreibt, muss bewiesen sein. Dies soll den Missbrauch mit Gewehren oder Pistolen verhindern, insbesondere durch Diebstähle. Bisher haben zahlreiche Waffenbesitzer die Einhaltung der Vorschriften durch Fotos, Erwerbsquittungen oder ähnliche Dokumente nachgewiesen. Das Waffengesetz gibt der Behörde jedoch die Möglichkeit, die sorgfältige Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Schusswaffen verdachtsunabhängig zu überprüfen. Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung als Waffenbehörde zeigen ihre Dienstausweise. Die Kontrolle ist kostenpflichtig (50 Euro). Wenn Waffenbesitzer ihrer Mitwirkungspflicht insbesondere bei angemeldeten Kontrollen wiederholt und grundlos nicht nachkommen, setzen sie sich dem Verdacht der waffenrechtlichen Unzuverlässigkeit aus und müssen mit dem Entzug ihrer waffenrechtlichen Erlaubnis rechnen.

Kontrolliert werden

Die sichere Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition, die waffenrechtlichen Erlaubnisse (Waffenbesitzkarten, Munitionserwerbsscheine), die Art der vorhandenen Munition sowie das vollzählige Vorhandensein der eingetragenen Waffen beziehungsweise deren Verbleib. Zulässig sind auch Fragen nach Schlüsseln und Zweitschlüsseln, weil gewährleistet sein muss, dass kein Unbefugter Zugriff auf diese hat. Sind Waffen nicht vor Ort, sondern etwa zur Reparatur, muss dies durch einen Reparatur- beziehungsweise Verleihschein nachgewiesen werden. Zur Besichtigung von anderen Räumen des Gebäudes sind die Kontrolleure weder angehalten noch befugt. Die Art und Weise der Aufbewahrung richtet sich dabei nach dem Grad der Widerstandsfähigkeit der Tresore. Ein Beispiel: In A-Tresoren dürfen bis zu zehn Langwaffen gelagert werden. Munition muss getrennt von den Waffen aufbewahrt werden.

Dr. Stephan Schuck, Kreisjagdmeister des Kreises Ahrweiler, hat die sichere Aufbewahrung seiner Waffen bei einer Kontrolle durch Bernd Hanke von der Kreisverwaltung nachgewiesen. Dr. Stephan Schuck betont: „Obwohl es nicht angenehm ist, Fremde zu Kontrollzwecken ins Haus zu lassen, unterstützt die Jägerschaft die Kontrollen. Wir wollen damit auch zum Ausdruck bringen, dass wir uns gesetzeskonform verhalten. Alle Beteiligten sind daher aufgerufen, die Aktion der Kreisverwaltung zu fördern und zu unterstützen.“

Die Fakten: Seit der Verschärfung des Waffengesetzes 2008 wurden rund 2.300 Waffen im AW-Kreis abgegeben und in Schredderanlagen zerstört. Die Zahl der im Nationalen Waffenregister gespeicherten Waffenbesitzer im Kreisgebiet hat sich seither auf rund 2.700 verringert; 2008 waren es noch knapp 4.000 Personen. Info: Kreisverwaltung Ahrweiler - Untere Jagdbehörde, Waffen- und Sprengstoffrecht; Tel. (0 26 41) 97 52 29 oder 97 55 24, Fax (0 26 41) 9 75 72 29, E-Mail: bernd.hanke@kreis-ahrweiler.de, katharina.schuwerack@kreis-ahrweiler.de, maike.esch@kreis-ahrweiler.de, Internet www.kreis-ahrweiler.de, „Bürgerservice“, „Ordnungswesen“, „Waffen und Jagd“.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

Mit gutem Beispiel geht Kreisjagdmeister Dr. Stephan Schuck (links) voran, der die sichere Aufbewahrung seiner Waffen bei einer Kontrolle durch Bernd Hanke von der Kreisverwaltung Ahrweiler nachgewiesen hat. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Heizung
Immobilienanzeige
Zukunft trifft Tradition KW 42
Angebotsanzeige (Oktober)
Anzeige Lagerverkauf
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Man traf sich vor der Kirche, um „unter Tage“ zu gehen.
898

Es ging ganz tief nach unten...

Kolping-Mitglieder wurden zu „Kellerkindern“

Lahnstein. Es ging dahin, wo die meisten noch nie waren: In die ehemalige kurfürstliche Salkellerei unter der Hochstraße in Oberlahnstein. Die Salkellerei unter der ehemaligen Druckerei Schickel gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Die Exkursion war fast geheim, grundsätzlich nur Kolping-Mitgliedern vorbehalten, „denn wir wollten nicht, dass halb Lahnstein im Untergrund verschwindet“, so Benedikt Hanke aus dem Kolping-Sprecherteam mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Von Thomas Schneider aus Lahnstein

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: ROB
684

Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen in Koblenz

17.10.: Streit mit Folgen: 18-Jähriger schwer verletzt im Krankenhaus

Koblenz. Am Samstagabend, dem 17.10.2026, kam es gegen 19.52 Uhr im Parkhaus am Altlöhrtor in der Altstadt von Koblenz zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren jugendlichen, bzw. heranwachsenden Beteiligten. Hierbei wurde ein 18-jähriger Mann schwer verletzt und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Weiterlesen