Politik | 25.07.2019

Ellen Demuth, MdL, über die Schwimmunterrichtsituation im ländlichen Raum

Mehr Schwimmbäder und mehr Schulschwimmen für Kinder

Kreis Neuwied. Der momentane Zustand der schulischen Schwimmausbildung ist desolat. Rheinland-Pfalz mangelt es an einer Vielzahl von Schwimmbädern. Besonders die Grundschulen leiden darunter– trotz ihrer Bedeutung für das Erlernen des Schwimmens. Laut einer Forsa-Umfrage sind heute bundesweit 60 Prozent der Zehnjährigen schlechte Schwimmer. Unter anderem deshalb hat die DLRG über eine Petition dazu aufgerufen, den Schwimmunterricht zu retten. Seit dem Jahr 2000 wurden in Rheinland-Pfalz 43 Schwimmbäder geschlossen. Nur noch 61,8 Prozent der Grundschulen können Schulschwimmen anbieten. Das heißt: Knapp 40 Prozent der Kinder können im schulischen Rahmen das Schwimmen nicht mehr erlernen. Im ländlichen Raum ist der Ausfall besonders hoch: Im Kreis Kusel beispielsweise kann nur noch in 16,7 Prozent der Schulen Schwimmunterricht angeboten werden. Ellen Demuth erklärt: „Deshalb bringt die CDU-Landtagsfraktion jetzt eine Reihe von Forderungen ins Parlament ein: Die finanziellen Mittel für die Schwimmbäder in Rheinland-Pfalz und für die Stärkung der Schulen bei der Durchführung von Schwimmunterricht müssen deutliche erhöht werden. Schwimmunterricht muss für alle Schüler in Rheinland-Pfalz möglich sein. Eine Entfernung von mehr als 30 Minuten zum nächsten Schwimmbad, wie es bei 200 Grundschulen in Rheinland-Pfalz der Fall ist, ist eindeutig zu lang und ein Zeichen für die Schwächung des ländlichen Raums durch die Landesregierung. Schulen müssen deutliche Unterstützung bei der Zuweisung von Lehrkräften mit Lehrerlaubnis für Schwimmen erhalten, denn die Anzahl der rheinland-pfälzischen Lehrkräfte mit dieser Erlaubnis ist derzeit zu gering. Die Landesregierung muss ihrer Pflicht nachkommen und den Schulen die notwendigen Infrastrukturen gemeinsam mit Landkreisen und kreisfreien Städten bereitstellen. Letztendlich muss ein landesweites Konzept „Schwimmen lernen“ erarbeitet werden.“

Pressemitteilung

Ellen Demuth (CDU), MdL

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