Politik | 08.02.2019

Ahrtal-Werke warnen: Unseriöse Geschäftspraktiken von Discountanbietern im Energiemarkt

Mit der BEV meldet ein weiterer Billigstromanbieter Insolvenz an

Mehr als 500.000 Kunden sind betroffen

Region. Erneut geht ein Aufschrei durch die Branche. Aktuell machen die beiden Discountstromanbieter BEV (Bayerische Energieversorgungsgesellschaft) sowie DEG (Deutsche Energie) durch Insolvenz auf sich aufmerksam.

Das Informationsportal Fokus online ermittelte just, dass bereits acht Strom- und Gasanbieter allein in den letzten 24 Monaten Insolvenz angemeldet haben. Spektakuläre Fälle wie Teldafax oder Flexstrom aus der Vergangenheit wurden in dieser Auflistung nicht berücksichtigt. Für Aufsehen sorgt jetzt die Pleite des umstrittenen Münchner Stromunternehmens BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft. 500.000 Kunden sind allein von der BEV-Pleite betroffen.

Die Geschäftsaufgabe der Discounter geht häufig zu Lasten von deren Kunden, da in der Regel geleistete Vorauszahlungen oder zu viel bezahlte Abschlagsbeträge nicht zurück erstattet werden. Des Weiteren endet mit Geschäftsaufgabe das Lieferverhältnis, wodurch Kunden in die sogenannte Grund- und Ersatzversorgung fallen.

Fokus online beschreibt das unseriöse Geschäftsgebaren der Discountanbieter wie folgt: „Über aggressive Erstjahrespreise auf Basis hoher Bonus-Lockangebote werden wechselwillige Kunden insbesondere in den Online-Vergleichsportalen geködert. Ganz bewusst wird dabei ein Verlust von mehreren hundert Euro pro Kunde in Kauf genommen. Man setzte darauf, dass ein Großteil der Stromkunden die Kündigungsfrist verpasst oder zu träge ist, sich im kommenden Jahr erneut um seinen Stromtarif zu kümmern. Dann schnappt für die Kunden die Kostenfalle zu. Im zweiten Jahr sind die Strompreise nämlich deutlich höher – und die Anbieter können ihre Verluste aus dem ersten Jahr mehr als ausgleichen.“ Die Ahrtal-Werke raten Strom- und Gaskunden dringend davon ab, sich für entsprechende Energielieferanten zu entscheiden. „Solche Geschäftspraktiken gehen meist zu Lasten der Kunden. Die Verbraucherzentralen berichten regelmäßig über unvorstellbare Tricks von Discountern zur Gewinnmaximierung“, berichtet Dominik Neswadba, Geschäftsführer der Ahrtal-Werke. „Als kommunales Stadtwerk lehnen wir ein solches Vorgehen strikt ab. Wir gehören den Bürgerinnen und Bürger von Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Deshalb ist uns ein partnerschaftlicher und nachhaltiger Umgang mit unseren Kunden besonders wichtig.“ Pressemitteilung

Ahrtal-Werke GmbH

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