SPD Rheinbreitbach
Mobilfunkversorgung in Breite Heide
Rheinbreitbach. Ein Mobilfunkmast sorgt für ordentlich Unruhe im Rheinbreitbacher Ortsgemeinderat. Seit 2018 haben sich die Gremien der Ortsgemeinde Rheinbreitbach in inzwischen zehn Sitzungen mit der Mobilfunkversorgung des Ortsteils Breite Heide befasst. Ergebnis: keins. Es sei nicht Aufgabe einer Ortsgemeinde, die Voraussetzungen für eine flächendeckende Versorgung mit Mobilfunk zu schaffen – so die CDU-Fraktion im Gemeinderat am 28. September dieses Jahres. „Aber gewiss kommen wir nicht weiter, wenn wir einen Funkmast durch Zögern, Verschleppen, durch weitere Prüfungen verhindern“, so Gemeinderat Johannes Mühlbauer (SPD).
Ortsbürgermeister Roland Thelen meint dazu: „Spätestens, nachdem die einzige Festnetz-Versorgung der Breiten Heide, die durch ein Glasfaser-Kabel erfolgt, das zum Teil oberirdisch verlegt ist, im Februar des Jahres für mehrere Tage ausfiel, sollte eigentlich allen Beteiligten und den Verantwortlichen im Ortsgemeinderat klar geworden sein, dass es hier dringenden Handlungsbedarf gibt. In jedem Falle sollte das Absetzen eines Notrufs gewährleistet werden. Dies kann Leben retten.“ Die Mobilfunk-Versorgung der Breiten Heide würde durch die Telekom für einen Großteil der Mobilfunk-Anbieter erfolgen – dafür beurteilt sie als geeignet ein gemeindeeigenes Grundstück „Am Kupferberg“ neben einem Trafo-Häuschen der BHAG. Dieses Grundstück hat auch die Clearingstelle Mobilfunkausbau Rheinland-Pfalz als geeignet eingestuft.
„Wir als SPD-Fraktion treten für eine Verpachtung des Grundstückes an die Telekom ein. Dort wäre lediglich ein 20 Meter hoher Mast erforderlich“ erläutert Rudolf Martin (SPD-Fraktionsvorsitzender) die Haltung seiner Fraktion. Bedenken etwa der UWG kann er dennoch nachvollziehen, „denn wer hätte gerne einen Funkmast in seiner unmittelbaren Nachbarschaft?“ Weiter führt er aus: „Wir müssen uns im digitalen Zeitalter für eine lebenswichtige Mobilfunkversorgung für Notfälle in einem Rheinbreitbacher Ortsteil mit circa 200 Haushalten entscheiden. Es darf nicht sein, dass diese von der öffentlichen Kommunikation abgeschnitten werden.“ Deswegen trete die SPD für eine kurzfristige Bereitstellung des geeigneten Grundstücks an die Deutsche Telekom ein.
Pressemitteilung
der SPD Rheinbreitbach
