SPD Fraktion beantragt Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses nach der Sommerpause
Neubau eines zweigruppigen Kindergartens dringend erforderlich
Rheinbach. Bereits bei der Vorstellung der Jugendhilfeplanung im Kindergartenbereich für das Jahr 2019 im März dieses Jahres wurde deutlich, dass in Rheinbach Kindergartenplätze für Kinder über drei Jahre fehlen. Die Planung ging aber davon aus, dass im Kindergartenjahr 2019/2020 alle im Verlauf des Jahres benötigten Plätze durch erlaubte Überbelegungen bereitgestellt werden können.
Inzwischen hat sich die Situation aber weiter verschärft. Bereits zu Beginn des neuen Kindergartenjahres werden alle Kapazitäten ausgeschöpft sein und es gestaltet sich zunehmend schwierig, alle über dreijährige Kinder trotz der Überbelegungsreserve mit einem Kindergartenplatz zu versorgen.
Für das Kindergartenjahr 2020/2021 werden laut Planung 43 Plätze fehlen. Dabei sind die geplanten neuen Wohnquartiere des Pallotti- und Majolika-Areals noch nicht berücksichtigt worden.
Es ist inzwischen deutlich erkennbar, dass die Stadt Rheinbach einen weiteren Kindergarten benötigt, der zeitnah geplant und gebaut werden muss. Denn spätestens zum Kindergartenjahr 2020/2021 zeichnet sich der Bedarf für zwei weitere Kindergartengruppen für Kinder über drei Jahren ab. Darüber hinaus werden die neuen Wohnquartiere, die auf dem Pallotti- und dem Majolika-Areal entstehen, den Bedarf an Plätzen sicherlich noch deutlich vergrößern.
Besonders in Wormersdorf besteht ein erheblicher Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder über drei Jahren. Bisher wurde der Mehrbedarf an Kindergartenplätzen durch die Aufnahmen der Kinder in Kindertageseinrichtungen außerhalb von Wormersdorf gedeckt.
„Aus unserer Sicht bietet es sich an, die beim Bau des Wohngebietes Weilerfeld nicht umgesetzten Planungen für einen Kindergarten wieder aufzunehmen und zu prüfen, ob in diesem Bereich der Neubau eines Kindergartens realisiert werden kann, da der Standort unter anderem die Kinder aus dem Weilerfeld und aus Wormersdorf aufnehmen könnte,“ erläutert Kalle Kerstholt, SPD Mitglied im Jugendhilfeausschuss, eine der Möglichkeiten, die in der SPD Fraktion diskutiert wurden.
„Wir sind aber auch offen für alternative Standortvorschläge der Stadtverwaltung, ergänzt Ausschussmitglied Martina Koch. „Klar ist aber, wenn wir jetzt nicht tätig werden können wir im Kindergartenjahr 2020/21 den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder über drei Jahre nicht erfüllen.“
Zur Finanzierung des Kindergartenneubaus ist durch die Verwaltung zu prüfen, in wieweit Mittel aus dem „Gute-Kita-Gesetz“ von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist, beantragt werden können. Mit dem Gesetz unterstützt der Bund mit insgesamt 5,5 Milliarden Euro bis 2022 die frühkindliche Bildung.
Pressemitteilung
SPD-Ratsfraktion Rheinbach
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