Bürgerstiftung Remagen
„Neue Aufgaben, neue Ausgaben“
Remagen. Trotz grassierender Grippewelle waren 25 Mitglieder des schon 50-köpfigen Stifterforums der Bürgerstiftung Remagen der Einladung zur achten Jahreshauptversammlung gefolgt. Vorsitzender Herbert Georgi konnte sich gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern Inge Endriss, Klaus Gansen, Toni Wypior und Andreas Weck über große Zustimmung und einstimmige Beschlussfassungen freuen.
11 Bürgerstiftungen in Rheinland-Pfalz
„326 Bürgerstiftungen gibt es bundesweit, 11 davon in Rheinland-Pfalz und nur eine nördlich von Koblenz. Die Zahl der Gründungen in unserem Bundesland stagniert seit einigen Jahren. Insoweit“, so Herbert Georgi, „ist es schon etwas Besonderes, wenn sich in einer kleinen Stadt wie Remagen nun schon 50 Bürgerinnen und Bürger der Idee der Solidarität mit armen Menschen innerhalb der Stadtmauern verschrieben haben und für diesen Zweck jeweils eine vierstellige Summe ins Stiftungsvermögen investieren. Das Vermögen der Bürgerstiftung Remagen beträgt mittlerweile 100.000 Euro. Der Durchschnitt liegt in Rheinland-Pfalz bei 200.000, in Nordrhein-Westfalen bei 600.000 Euro. Dabei dürfen nur die Zinserträge für die Aufgaben in Anspruch genommen werden. Der Rest muss über Spenden finanziert werden“.
Ausgaben 2012 von über 30.000 Euro
„Über 30.000 Euro wurden 2012 für kulturelle und mildtätige Zwecke ausgegeben, davon kamen über 20.000 Euro direkt hilfsbedürftigen Menschen in Remagen zugute. Der Umfang der Einzelfallhilfen ist beträchtlich angewachsen. Die staatlichen Beihilfen,“ so Herbert Georgi, „reichen bei den Beziehern kleinster Einkommen nicht mehr aus, unvorhergesehene Ausgaben zu bestreiten. So hat die Stiftung unter anderem finanziert die Reparatur und Neuanschaffung von Hilfsmitteln wie beispielsweise Brillen und Hörgeräten, den Kauf von Unterrichtsmaterial für Schulkinder. Haushaltsgeräte wurden angeschafft, Bekleidungskostenbeihilfen gezahlt. In Einzelfällen wurden auch Mittel für die Sicherung von Wohnraum oder Wohnungsrenovierungen bereitgestellt. 80 besonders bedürftige Seniorinnen und Senioren haben eine Weihnachtsbeihilfe erhalten. Ebenso hat die Bürgerstiftung bei Unglücksfällen geholfen. Mittlerweile bekannt ist in der Bürgerschaft, dass die Bürgerstiftung sich für die Renovierung der Anna-Kapelle einsetzt und für diese Aufgabe nach wie vor zweckgebundene Spenden entgegen nimmt. Auch die Remagener Grundschulkinder konnten sich über eine Aktion freuen, die ihnen unmittelbar zugute kam. Zum wiederholten Male hieß es im Sommer 2012 „Remagener Kinder lernen Schwimmen“ unter der Leitung des bekannten Schwimmerehepaares Hole von der DLRG“, so Georgi.
141 Einzelspenden
Mit Stolz konnte Geschäftsführer Toni Wypior bekannt geben, dass nicht nur der Aufgabenumfang, sondern zum Glück auch das Spendenaufkommen 2012 zugenommen hatten. So konnten alle Ausgaben durch Spendeneinnahmen aus dem laufenden Jahr finanziert werden, ohne das knappe Rücklagenpolster anzugreifen. Insgesamt 141 Bürgerinnen und Bürger haben gespendet, so viele wie noch nie zuvor. „Auch das zeigt, dass die Stiftung nach acht Jahren innerhalb der Stadt allgemein als Einrichtung des Helfens und der Solidarität anerkannt wird. Die Menschen vertrauen uns und das dürfen sie auch. Ob Vorstand, Geschäftsführung oder die mittlerweile 13 Damen und Herren der Geschäftsstelle, wir arbeiten alle ehrenamtlich, die Verwaltungskosten der Stiftung liegen unter einem Prozent der Einnahmen. Von jedem gespendeten Euro landen also 99 Cent dort, wo es in der Stadt nottut,“ resümiert Herbert Georgi und bittet die Bürgerinnen und Bürger, die Stiftung auch in Zukunft zu unterstützen.
Wer spenden möchte, kann dies gerne tun, unter den Spendenkonten der Bürgerstiftung Remagen. Spendenkonten der Bürgerstiftung Remagen:
Kreissparkasse Ahrweiler, Konto-Nummer: 400010, BL: 577 513 10 oder Volksbank RheinAhrEifel eG, Konto-Nummer: 200583300, BLZ: 577 615 91. Pressemitteilung
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