FWG-Stadtratsfraktion Bad Neuenahr-Ahrweiler vor Ort
Neue Erkenntnisse gewonnen
Brunnen unter der Therme liefert stündlich rund 3000 Liter warmes Thermalwasser
Bad Neuenahr. Neue und nachhaltige Erkenntnisse zur Ahr-Therme nimmt die FWG-Stadtratsfraktion seit Mittwochabend mit in ihre parlamentarische Arbeit. Die FWG-Stadtratsfraktion, begleitet von einigen einheimischen Hoteliers, besichtigte die Therme im Rahmen ihrer Gesprächsreihe „FWG vor Ort.“ Der stellvertretende FWG-Vorsitzende Alfred Förner hatte den Besuch initiiert und vorbereitet. Geschäftsführer Maternus Fiedler begrüßte die Gäste und freute sich über das Interesse der Ratsmitglieder. Fiedler leitet die Walburgis Therme GmbH, die die Ahr-Therme seit 2014 führt. Die GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, die damals für rund drei Millionen Euro die Ahr-Therme von der Kur AG erwarb.
Allerdings war es mit drei Millionen nicht getan, wie die FWG-Fraktion vor Ort feststellte. Die gesamte ursprüngliche Technik, die sich unterhalb der vier Whirlpools befindet, wird nach und nach auf den neuesten Stand gebracht und muss neu in die vorhandene Gebäudeleittechnik integriert werden. „Da sind zum Beispiel umfangreiche und sehr komplexe Programmierungen erforderlich, um die ständige Umwälzung des Thermalwassers, die Organisation der Lüftung, die Einspeisung und Filterung des frischen Brunnenwassers bis hin zum Sprudeln der Whirlpools miteinander zu verknüpfen“, erläuterte Fiedler. Durch den Einbau neuester Steuerungs- und Verkabelungstechnik in die vorhandenen Steuerungselemente sei es leider in den vergangenen Wochen zu zeitlichen Verzögerungen gekommen, wies der Geschäftsführer auf die derzeitige Problematik der Therme hin. „Wir können die Whirlpools zurzeit nur mit halber Last fahren, und wir können dadurch auch noch keine offensive Werbung für die sanierte Therme machen, weil immer noch umgebaut wird“, so Fiedler.
FWG-Fraktionsvorsitzender Albert Maur zeigte sich überrascht, welche Dimensionen der unterirdische Technikbereich hat. Wissen wollten die FWG-Ratsmitglieder, woher die im Durchschnitt täglich knapp 400 Badegäste kommen. Verwaltungsleiterin Iris Zimmermann wusste, dass aus Bad Neuenahr-Ahrweiler selbst rund 22 Prozent der Badegäste kommen, über 50 Prozent fahren aus der Großregion Euskirchen, Düsseldorf, Köln oder Siegburg in die Kurstadt; rund 15 Prozent kommen aus den Gemeinden des oberen Ahrtals und ungefähr zwölf Prozent der täglichen Besucher sind Gäste, die in Bad Neuenahr-Ahrweiler in Hotels übernachten.
Die FWG ließ es sich nicht nehmen, auch einen Blick auf die unterirdische Brunnenanlage zu werfen. Die Walburgisquelle, die die Ahr-Therme speist, wurde in 360 Meter Tiefe gebohrt. Sie liefert rund 3000 Liter Wasser in der Stunde. Das Thermalwasser steigt durch eigenen Kohlensäuredruck mit etwa 35 Grad Celsius auf. Wichtig war den Kommunalpolitikern auch zu erfahren, dass Café und Restauration in der Therme zunehmend von Gästen aufgesucht werden, die nicht ins Bad wollen.
Beeindruckt zeigten sich die Kommunalpolitiker auch von der Technik der unterirdischen Brunnenanlage.
