Politik | 07.10.2015

Zur Flüchtlingssituation auf dem Arbeitsmarkt

Nicht gegeneinander ausspielen

Sozialer Arbeitsmarkt könnte helfen

Köln/Region. Zur aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt mahnt Ingo Degenhardt, Vorsitzender des DGB Bonn/Rhein-Sieg, mehr Hilfen für Arbeitslose und Flüchtlinge an. „Auch wenn sich, nach Feststellung der Agentur für Arbeit Bonn, der regionale Arbeitsmarkt zum Herbstbeginn saisonüblich mit positiver Tendenz darstellt, bleibt die Langzeitarbeitslosigkeit stetig auf einem sehr hohen Niveau. Die monatlichen kleinen Abweichungen, mal rauf mal runter, haben noch nicht einmal kosmetischen Charakter. Es muss sich endlich etwas bewegen, besonders im Bereich der Grundsicherung“, so der Kommentar des Gewerkschafters. Für Degenhardt werden die Probleme durch die Zuwanderung von Flüchtlingen eher zunehmen als geringer werden. „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass Arbeitslose und Flüchtlinge nicht gegeneinander ausgespielt werden. Besonders gering qualifizierte Menschen brauchen mehr Ausbildungsmöglichkeiten und eine Art Durchhalteprämie bei längeren Maßnahmen und bei regulärer Ausbildung. Ich bin mir auch sicher, dass es möglich ist, Langzeitarbeitslose in einem sozialen Arbeitsmarkt in die Flüchtlingsbetreuung einzubinden“, sagt Degenhardt.

Der DGB fordert seit Langem einen sozialen Arbeitsmarkt. Der muss aber Mindeststandards, wie sozialversicherungspflichtige Arbeit, sinnvolle Tätigkeiten mit Qualifikationsanteil erfüllen. Um Flüchtlinge zu betreuen, sind auch besondere Qualifikationen erforderlich. Hierzu gehören unter anderem Sprachkenntnisse und soziale Kompetenzen. Degenhardt: „Es muss auf Grund der Datenlage möglich sein, arbeitslose Menschen mit diesen besonderen Kenntnissen heraus zu filtern, die zum Beispiel als Ansprechpartner, Betreuer oder als Helfer in den Unterkünften, für die Flüchtlinge tätig sein können.“

Der Schutz Geflüchteter vor Ausbeutung ist für die Gewerkschaften von hoher Bedeutung. Dazu gehört, dass vor einer Arbeitsaufnahme eine Aufklärung erfolgt über den Mindestlohn, zum Kündigungsschutz und zu wesentlichen Arbeitsschutzbestimmungen. Pressemitteilung

DGB-Kreisverband

Bonn/Rhein-Sieg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 8

  • Winfried: Rheinbrücke bei Engers
  • Gerhard Stotzem: Die einzige mir bekannte Brückenbaustelle in Hönningen berührt zwar den Ahrradweg, aber sie unterbricht ihn nicht. Es handelt sich dabei um eine Ahrquerung vom Radweg in die Ortschaft. Der Radweg zwischen...
  • Jörg Kasper: Habe zehn Jahre rumgedocktert, war schon als Simmulant abgestempelt, dann 2021 war es soweit. Im November links, Hüfttep und weil es so schön war, sieben Monate später rechts, da hatte mein Arzt dann gemerkt das ich nicht simuliert habe.
  • Horst Peschell: Manschmal isch aber auch der Bein und der Knie inschgeschamt im Arrrrgehnnnn, ich hab Krääääätze und Schoooorf, Schnooooorrrrr!!! ESCH juckt so seeeehr, ob eine Prothese da hilft ? mit freundlichen Grüßen Eure Schorfkrätze
  • Heruete: Holt euch auf jeden Fall eine Zweit- oder Drittmeinung ein. So schnell wie in Deutschland wird in keinem anderen Land operiert und der Patient über den OP Tisch gezogen
Titelanzeige
Dillemarkt 1. Anzeige
sprudelndes Sinzig
Feuerwehrfest in Heimersheim
Sonderseite Jah  Eleven
Titel
Sonderseite Jahn Eleven
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Auch Ehrengäste kamen zum Gratulieren vorbei.  Foto:Stadtverwaltung / Wolfgang Horrmann
1792

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In Beisein der Pflegekräfte des Seniorenheim St. Maria-Josef gratulierten die Beigeordneten der Stadtverwaltung, Wolfgang Horrmann (l.), und des Kreises Ahrweiler, Horst Gies (r.), der Jubilarin Annedore Hildebrandt zum 100. Geburtstag und überbrachten ihr die besten Wünsche. Ihre Freude darüber war sehr groß, dass sowohl die Stadt als auch der Kreis sie mit einem Präsentkorb sowie einer Orchidee überraschten.

Weiterlesen

Symbolbild.
1303

Die Park-and-Ride-Angebote sollen erweitert und andere Baumaßnahmen verschoben werden

Bonn: Sperrung der Nordbrücke - Weitere Maßnahmen um die Belastungen zu minimieren

Bonn. Die Sperrung der Nordbrücke seit Mittwoch, dem 3. Juni 2026, hat erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in Bonn und der umliegenden Region. Um die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger zu minimieren und die Mobilität in der Stadt zu gewährleisten, hat die Stadt Bonn ein umfangreiches Maßnahmenpaket entwickelt.

Weiterlesen