Politik | 16.10.2015

Nicht mit fremden Federn schmücken

Zum CDU-Artikel "Baubeginn des Lärmschutzes an der A61 erreicht" Blick aktuell Nr. 41/2015

Nach einer Wartezeit von über 40 Jahren soll nun der im Planfeststellungsverfahren zur A 61 versprochene Lärmschutz endlich Realität werden. Dies teilt die CDU durch Frau Unger den Mieler Bürgern über die Presse mit. Gleichzeitig nimmt sie in Anspruch für dieses vermeintliche Wunder verantwortlich zu sein. Die CDU ist sicherlich dafür verantwortlich, dass die A 61 bis auf wenige Meter an den Ort herangeführt wurde. Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter. Im Fall der Mieler Lärmschutzwand sind es vor allen Dingen viele Mieler Bürger, die unermüdlich für diese Baumaßnahme gekämpft haben. Ihnen gilt in erster Linie unser aller Dank. Der Erfolg beweist aber auch, dass nur der Zusammenhalt aller Mieler Bürger dies möglich gemacht hat. Das Schmücken mit fremden Federn sollte man auf die Karnevalzeit beschränken. Frau Unger macht auch ein paar Randbemerkungen zur Zukunft des Dorfes. Hier gilt es einen Zwiespalt zu lösen. Wie lange Lärmschutzmaßnahmen dauern, wenn erst einmal eine Straße gebaut ist, dürfte eindeutig bewiesen sein. Wie der Verkehrsexperte Dr. Baum eindrücklich darstellte, ist der von einer Straße ausgehende Lärm nur einer von vielen negativen Aspekten. Der zu erwartende LKW-Verkehr wird in den nächsten 20 Jahren eine Steigerung von circa 60 Prozenterfahren. Das von Euskirchen kommende und in Richtung A 61 geführte Verkehrsaufkommen wird dann mit Lärm und Abgasen den Ortsrand von Miel belasten. Ob dies für uns alle von Vorteil ist, sollte jeder Mieler für sich selbst entscheiden und hierzu sein Votum abgeben. Es gibt auch keinen erkennbaren Grund, unser Dorf nicht offen zu halten. Eine Schließung kann man immer vollziehen, eine nachträgliche Öffnung nicht. Bisher wurde die Mieler Bevölkerung zu den bestehenden Plänen noch nicht gehört. Dies ist im abgeschlossenen Linienverfahren auch nicht vorgesehen. Es wird Zeit, in einer Bürgerversammlung Vor- und Nachteile der Pläne zu diskutieren. Die stetige Auseinandersetzung in der Presse erscheint bei der Findung der besten Lösung wenig Erfolg versprechend.

Günter Aulenbach

für BI Swisttal

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