Politik | 25.02.2015

Bürgerinitiative Lebenswertes Swisttal zur Stellungnahme des Bürgermeisters Eckhard Maack zur Ortsumgehung Miel

Ortsumgehung Miel

Miel. Die Darstellung von Sachverhalten zur Ortsumgehung Miel durch den Bürgermeister der Gemeinde Swisttal, Eckhard Maack, führt auf keinen Fall zu einer parteineutralen Information der Bürger.

Es geht um die Zukunft

Da es um die Zukunft aller Bewohner des Ortes Miel geht, hat es sich die Bürgerinitiative Lebenswertes Swisttal (BI) zur Aufgabe gemacht, die bekannten Sachverhalte öffentlich zu machen.

Der Bürgermeister hätte dies in einer Bürgerinformationsveranstaltung längst bewerkstelligen können.

Aus diesem Grunde wird die BI eine solche Veranstaltung organisieren. Im Vorfeld sollten alle Bürger über folgende Fakten informierte sein:

Fakten

Im Jahre 2003 hat Straßen NRW die Mieler Bürger mit einem kleinen Flyer darüber informiert, dass im Linienbestimmungsverfahren zur Ortsumgehung Miel drei Varianten zur Auswahl stünden.

Hierzu erklärt Straßen NRW, dass die ortsnahe Variante drei für die Mieler Bürger, aus Gründen des Lärm- und Immissionsschutzes, die schlechteste sei, wegen des geringeren Landverbrauches und Ersparung einer Brücke über einen kleinen Bach, von Straßen NRW aber bevorzugt würde. Von einem Autobahnvollanschluss war damals überhaupt noch nicht die Rede (Aussage damaliges Ratsmitglied Heimbach). Auf Grund dieser Vorgaben hat der Rat der Gemeinde Swisttal (ohne Anhörung eines externen Sachverständigen) einstimmig folgenden Beschluss gefasst:

Es gab einen 2. Beschluss

Der Rat stimmt für eine der weiter von Dorf entfernten Varianten.

Dieser Beschluss war festes Meinungsbild in der Mieler Bevölkerung und wurde in einem Rundbrief der CDU Swisttal-Miel (Brief liegt vor) allen Mieler Bürger so auch vorgetragen. Was die Allerwenigsten wissen oder wussten:

Es gab noch einen zweiten Beschluss: Sinngemäß: "Sollten die Varianten eins und zwei nicht realisierbar sein, dann stimmt der Rat für die Variante drei."

Bei diesem Beschluss ist die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Straßenverwaltung gut denkbar. Die im Archiv der Gemeinde befindlichen Pläne zur A56 lassen erkennen, dass sie Grundlage für die jetzige Planung bilden.

Die Varianten eins und zwei wurden nach Meinung der BI nie geprüft.

Schutz für Land und Mensch

Der BI stellt sich die Frage: welcher Schutz hat Vorrang? Landschaftsschutz oder Menschenschutz?

Die Prognose für die ausgebaute A 61 beträgt 70.000 Fahrzeuge, die Leistungsfähigkeit für die ausgebaute B56n 30.000. Die Leistungsfähigkeit der jetzigen B56 soll erheblich gesteigert werden.

Die B 266 wird ab Essig aufgelöst und der heute durch Oberdrees fließende überregionale Verkehr wird von der B56n aufgenommen. Das wird zu einem erheblichem Teil Schwerlastverkehr sein.

Dazu kommt noch der Querverkehr, der von Straßen NRW, Herrn Egenter mit rund 20 Prozent angegeben wird. Dies wird insbesondere die Ortschaften Heimerzheim und Dünstekoven betreffen.

Von den besonderen Verkehrslagen, Unfälle oder Baustellen, ganz zu schweigen. Verkehrsexperten behaupten, dass schon ab 60.000 Fahrzeugen die Belastungsgrenze für Feinstaub erreicht ist.

Über 100.000 Fahrzeuge wabern dann durch die Gemeinde. Die B 56n wird dann ohne Ortsdurchfahrt von Düren direkt auf den Autobahnvollanschluss führen.

Die Wünsche der Städte Euskirchen und Rheinbach wurden erfüllt und Swisttal versinkt in Lärm und Abgasen.

Gesundes, lebenswertes Leben

Von einem gesunden, lebenswerten Leben können die Mieler Bürger sich dann verabschieden.

Da kommt es auf einen Autohof oder ein anderes Gewerbe, das Lärm erzeugt, nicht mehr an. Die jetzt vertretene These „Nach uns die Sinnflut“, hat zur ortsnahen Heranführung der A61 geführt. Unter dieser fatalen Entscheidung leiden Mieler Bürger jeden Tag und warten immer noch auf den vor 40 Jahren versprochenen minimalen Lärmschutz.

Forderung der Bürgerinitiative

Die Mieler Bürgerinitiative will Klarheit und Perspektiven für die Zukunft, jetzt und heute. Hierzu fordern die Mitglieder der BI: 1. Eine lückenlose Aufklärung über alle Aspekte der seinerzeit vorgeschlagenen Trassenführungen. 2. Eine Bürgerinformationsversammlung. 3. Eine Einwohnerbefragung mit "Ja" oder "Nein" zur Ortsumgehung und zur Ortsdurchfahrt. 4. Die Hinzuziehung eines unabhängigen Sachverständigen. Vielleicht sollte die Gemeinde Swisttal, vertreten durch Herrn Maack, dem Vorschlag von Straßen NRW, Herrn Egenter folgen, einen Lärmschutzwall auf Gemeindekosten errichten und dauerhaft unterhalten. Weiterhin eine akzeptable Ortsdurchfahrt realisieren und die bereits beschlossenen Kreisverkehre wieder einführen, dann würden Mieler Bürger lebensfroh in die Zukunft blicken.

Neu planen und handeln

Bei dieser Gelegenheit würde jeder Kommunalpolitiker erkennen, dass sich die finanziellen Vorteile der ortsnahen Trassenführung als ein Flop erwiesen haben und die ortsfernen Varianten die besseren Lösungen waren.

Vielleicht erkennt man auch, dass Straßen NRW mit seinen Möglichkeiten sehr beschränkt ist, die von dort geplanten Straßenprojekte der A56, mit seinen im Feld stehenden Brücken, der A61 in unmittelbarer Ortsnähe und ein minimalen Lärmschutz an dem seit nunmehr 40 Jahren gearbeitet wird, belegen dies eindeutig.

Hierzu kann es nur ein Motto geben: Für den Bürger da sein, Hausaufgaben machen, sofort neu planen und handeln.

Pressemitteilung der

Bürgerinitiative

Lebenswertes Swisttal

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