Wachtberger Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt
Ortsumgehungen von Gimmersdorf rückt in greifbare Nähe
Noch im August soll ein Brückenbauwerk auf der Kreisstraße 14 errichtet werden – Baubeginn der eigentlichen Umgehung für 2017 geplant
Berkum. Die Ortsumgehung von Gimmersdorf rückt in greifbare Nähe. Das teilte Abteilungsleiter Christian Pohl von der Gemeindeverwaltung Wachtberg dem Ausschuss für Infrastruktur und Umwelt in seiner jüngsten Sitzung mit: Der Rhein-Sieg-Kreis als Straßenbaulastträger wolle im August zunächst mit dem Bau einer Brücke beginnen, mit deren Hilfe die Kreisstraße 14 zwischen Berkum und Gimmersdorf über die geplante Umgehungsstraße hinweg geführt werden soll.
Die Umgehung soll nämlich in einer Troglage unter der Kreisstraße, dem „Berkumer Weg“, durchgeführt werden. Man rechnet mit einer Bauzeit von 6 bis 7 Monaten, im Spätherbst soll das Regenrückhaltebecken an der neuen Umgehungsstraße gebaut werden. Dann könne man 2017 mit dem Bau der eigentlichen Umgehung beginnen, aber erst dann, wenn die Brücke fertig und die Kreisstraße wieder freigegeben sei. Die muss nämlich für die Zeit des Brückenbaus komplett gesperrt werden, verkündete Pohl. Als Umleitungsstrecken für den Autoverkehr stünden der Kommunalweg von Kapellchen bis zur Landstraße 123 einerseits und die Kreisstraße in Richtung Villip andererseits zur Verfügung.
Probleme im Berufsverkehr befürchtet
Christoph Fiévet (CDU) sah hier allerdings Probleme insbesondere im Berufsverkehr, denn er befürchtete, dass an der scharfen Kurve an der Kapelle ein größerer Verkehrsstau nicht zu vermeiden sei. Ganz Gimmersdorf sei zwar froh, dass der Baubeginn endlich bevorstehe, und man sei sich auch darüber im Klaren, dass es in diesem Zusammenhang Beeinträchtigungen geben werde. Doch vor allem die Planungen zum öffentlichen Personennahverkehr sollen noch einmal überdacht werden. „Die Gimmersdorfer werden auf keinen Fall hinnehmen, dass das Dorf komplett vom ÖPNV abgeschnitten wird“, schüttelte Fiévet den Kopf.
Die Planungen sehen bislang vor, dass es in der Ortslage Gimmersdorf überhaupt keine Haltestellen für die Zeit der Brückenbauarbeiten geben soll. Die beiden jetzigen Haltestellen „Berkumer Weg“ und „Ließemer Straße“ sollen vorübergehend ersatzlos entfallen. Gimmersdorf wäre demnach nur noch über die Haltestelle „Kürrighoven“ an der Einmündung des Kommunalwegs in die Landesstraße 123 angebunden. Ein Befahren der innerörtlichen Umleitungsstrecken mit Gelenksbussen sei nicht möglich, so die Auskunft der RVK, und eine Umleitung über den Kreisel vor dem Gewerbegebiet Villip würde die Fahrzeit immens verlängern. Deshalb sollen die Linienbusse im weiteren Verlauf über Oberbachem nach Ließem fahren und dort wieder in die bestehende Linienführung eingebunden werden.
Mit einem Zubringerpendelbus arbeiten
Der Erste Beigeordnete Jörg Ostermann stellte klar, es handele sich bei dieser Sache um eine sehr komplexe Materie, versprach aber dennoch, noch einmal mit dem Kreis und dem RVK zu reden, ob nicht doch noch eine andere Lösung machbar sei. Fiévet schlug beispielsweise vor, mit einem kleinen Zubringerpendelbus zu arbeiten. Die Gimmersdorfer Bürger sollen jedenfalls per Postwurfsendung über die genaue Umleitung informiert werden, sobald der Baubeginn feststehe.
JOST
