CDU-Stadtverband Bendorf
Pflegestärkungsgesetz bringt Verbesserungen
Andreas Erdmann (AWO-Seniorenzentrum Bendorf) informierte beim CDU-Stadtverband
Bendorf. Aus der zum Jahresbeginn 1995 eingeführten beitragsfinanzierten Pflegeversicherung beziehen derzeit rund drei Millionen versicherte Menschen Leistungen. Weil diese Leistungen oft nicht den tatsächlichen Aufwendungen entsprechen, ist diese Versicherung wie eine „Teilkasko-Versicherung“ zu betrachten.
Mit dem jetzt beschlossenen Pflegestärkungsgesetz hat sich etliches zum Positiven hin verändert.
Der Leiter des Bendorfer AWO-Seniorenzentrums, Andreas Erdmann, erläuterte bei einer Veranstaltung des CDU-Stadtverbands die wichtigsten Punkte, mit denen man vertraut sein sollte.
„Grundsätzlich lässt sich sagen, das neue Gesetz hat vieles zum Positiven hin verändert“, sagte Erdmann. Speziell in der Pflege und Betreuung von Menschen mit dementiellen Erkrankungen gehe das Gesetz klarer auf die besonderen Bedürfnisse dieser Menschen zu. Statt der zuvor geltenden drei Pflegestufen gebe es nun fünf Pflegegrade, in denen nuancierter auf die individuellen Fähigkeiten bzw. auf die gesundheitlichen Probleme eingegangen werde.
„Kein Pflegebedürftiger wird durch das neue Pflegestärkungsgesetz schlechter gestellt als zuvor, im Gegenteil ist es für die meisten besser geworden“, versicherte Erdmann. „Für alle, die bereits Leistungen beziehen, gilt ohnehin der Bestandschutz“.
Dennoch riet er Pflegebedürftigen und/oder deren pflegenden Angehörigen, sich in jedem Fall bei Pflegestützpunkten oder den Leistungsanbietern (Seniorenheim, Sozialstation, private Pflegedienste) beraten zu lassen.
In einem einzigen Vortrag seien die Details des Gesetzes, aber auch die individuellen Voraussetzungen und Möglichkeiten für einen Leistungsbezug aus der Pflegeversicherung gar nicht alle darzustellen.
CDU-Stadtverbandsvorsitzender Bernhard Wiemer dankte Erdmann für seine aufschlussreichen Darstellungen und freute sich besonders, dass keineswegs nur CDU-Mitglieder an diesem Abend gekommen seien. Zugleich wies er auf die Beratungsmöglichkeiten an jedem ersten Montag eines Monats in der CDU-Geschäftsstelle in der unteren Bachstraße (11.30 bis 12 Uhr) hin.
„Mit Margit Vogts steht dort eine ausgewiesene Expertin bereit, die in allen Fragen rund um die Pflege wie auch im Bereich der Vorsorge- und Patientenverfügung kostenlos berät. „Die Bendorfer Christdemokraten haben mit diesen Beratungsstunden einen Bereich angesprochen, der vielen Menschen heute besonders auf den Nägeln brennt, wie die Frequentierung der Beratungsstunden eindrucksvoll bewiesen hat.“
Pressemitteilung des
CDU-Stadtverbands Bendorf
Nicht nur CDU-Mitglieder waren gekommen.