Politik | 24.06.2016

Die katholische Frauengemeinschaft im Dekanat Ahr-Eifel bezieht Position

Praktische Nächstenliebe üben

Frauen setzen sich für Flüchtlinge ein und unterstützen so die Integration

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Ich war fremd, und ihr habt mich aufgenommen“ – dieses Wort Jesu ist nach wie vor aktuell. Christinnen sind aufgefordert, praktische Nächstenliebe zu üben und Migrantinnen und Migranten bei ihrer Integration in die deutsche Gesellschaft zu unterstützen und für ihre Rechte einzutreten.

Die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat sich verpflichtet, Fremden und zugewanderten Mitbürgern gastfreundlich zu begegnen, eine „Kultur der Aufnahme“ zu praktizieren und so ihren Beitrag zur Integration zu leisten. Seit mehreren Jahren bildet die kfd Kulturmittlerinnen aus und fördert so den Dialog auf Augenhöhe zwischen Frauen mit und ohne Migrationshintergrund.

Die kfd ermutigt ihre Miglieder, Flüchtlingen in ihren Kommunen offen und hilfsbereit zu begegnen und sich nicht durch öffentlich zur Schau gestellten Fremdenhass und pauschalisierende Vorurteile beeindrucken zu lassen. Die kfd ruft alle Mitglieder auf, sich auch in Zukunft an den lokalen Initiativen für Integration und gegen Fremdenfeindlichkeit aktiv zu beteiligen. Denn bei allen rechtlichen, materiellen und kommunikativen Problemen ist es vor allem die Begegnung von Mensch zu Mensch, von Frau zu Frau, die Flüchtlingen das Ankommen erleichtert und Integration ermöglicht. So heißt es in einem Beschluss der kfd-Bundesversammlung. Bereits im Jahr 2013 fand ein Vortrag im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der kfd im Dekanat Ahr-Eifel statt mit dem Titel „Die Angst vor dem Fremden“, der anfangs bezogen auf die „Stolpersteine“, dann aber höchst aktuell auf die Migrationsproblematik aufmerksam machen sollte, der es gilt, mit offenen Augen zu begegnen.

2015 lud die kfd St. Pius der Stadtpfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler zu einem internationalen Frühstück ein, bei dem Syrerinnen mit Hilfe einer Dolmetscherin über ihr Leben vor, während und nach ihrer Flucht berichteten. Auch die kfd St. Laurentius der Stadtpfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler engagiert sich in mehreren Projekten: in der Aloisius-Grundschule übernahmen Frauen Lesepatenschaften für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund. Seit Beginn des Jahres wirken Laurentiusfrauen beim „Begegnungscafé“ am Markt mit, das von engagierten Frauen des Pfarrgemeinderats initiiert wurde. Dort können sich deutsche und ausländische BürgerInnen zwanglos treffen und austauschen. Nicht zu vergessen sind natürlich die zahlreichen Spenden der kfd-Ortsgruppen an die verschiedenen Organisationen, die sich um Flüchtlinge und deren Integration bemühen, wie zum Beispiel an das neu gegründete „Flüchtlingsnetzwerk“. Fast die Hälfte aller Flüchtlinge sind Frauen, die während der Flucht und sogar in Erstaufnahmelagern hier in Deutschland Gewalt erfahren. Die kfd im Dekanat Ahr-Eifel sieht sich solidarisch mit diesen Frauen. Alljährlich finden Gottesdienste unter dem Titel „Gegen Gewalt gegen Frauen“ statt, die von Frauen für Frauen vorbereitet werden.

Achtsamen kfd-Frauen vor Ort gelingt die Umsetzung des Beschlusses, und damit leisten sie einen wichtigen Beitrag sowohl im sozial-karikativen, als auch im gesellschaftspolitischen Bereich.

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