Politik | 24.04.2024

Freie Wähler im nördlichen Rheinland-Pfalz erstmals bei einer VG-Wahl am Start

Premiere in Ransbach-Baumbach

Die Kandidatinnen und Kandidaten. Foto: privat

Ransbach-Baumbach. Seit den Sitzungen der beiden Wahlausschüsse ist es nun offiziell: Die Freien Wähler treten im nördlichen Rheinland-Pfalz erstmals bei einer Verbandsgemeinde- und einer Ortsgemeinderatswahl an. Gelungen ist dies der Anfang März um die Kreisvorstandsmitglieder Angela Adomeit und Christian Konopka gegründeten Gemeindevereinigung Ransbach-Baumbach. Zwar sind die Listen mit 7 Kandidaten für den Ortsgemeinderat Nauort und 13 für den Verbandsgemeinderat Ransbach-Baumbach noch eher klein, aber als Neugründung bereits den viertgrößten Wahlvorschlag bei der Verbandsgemeinderatswahl zu stellen – damit hat von den Parteimitgliedern vor einigen Wochen noch niemand gerechnet.

Das übergreifende Thema bei beiden Wahlen ist der Wunsch nach mehr Transparenz und kommunikativer Offenheit. Sowohl auf Verbandsgemeinde- als auch auf Ortsgemeinde-Ebene standen bzw. stehen mit dem inzwischen gegründeten Trinkwasserzweckverband und dem geplanten Kindergartenneubau mit Bürgermeisteramt millionenschwere Projekte auf der Tagesordnung, die jeden Einwohner finanziell betreffen werden. Die Freien Wähler wünschen sich bei solchen Entscheidungen mehr Informationen und eine stärkere Beteiligung der Bürger – nicht erst, wenn alles bereits beschlossen ist. Hierfür wollen sie sich künftig in besonderem Maße einsetzen. Pressemitteilung

Freie Wähler

Ransbach-Baumbach

Die Kandidatinnen und Kandidaten. Foto: privat

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Kommentare
02.05.202409:57 Uhr
K. Schmidt

Herr Müller hat schon Recht. Nie war doch mehr Information wie heute. Ich lade mir alle Beschlussvorlagen des Stadtrates herunter, als wär ich dort selber Mitglied. Ich kann mir deren Beschlüsse der letzten Jahre anschauen. Die Homepage der Verwaltung ist proppevoll mit Infos. Und das gilt sogar für Land oder Bund. Das Bekanntmachungsblättchen ist voll, zwar oft mit arg bürokratisch formulierten Texten, aber: es ist voll. Will ich eine Information, finde ich diese heutzutage in fast allen Fällen auch. Wer kritisiert, es würde zu wenig informiert, informiert sich selber eben nicht genug. Oder die Kritik lautet eigentlich: Die Information ist zwar da, nur der Inhalt gefällt nicht. Oder: Es gibt viel zu viel Informationen, und der Staat sollte mir doch deshalb bitte die Selektierung, was mich davon überhaupt interessiert, abnehmen oder leichter machen. Bei letzterem bin ich aber heilfroh, dass der Staat das nicht so macht, und man mit Info überschüttet wird. Wenn man es eben will.

02.05.202403:00 Uhr
Werner Müller

Bürger, die keine VG-Blätter lesen (weder die Ankündigung noch die Entscheidung) und nicht an den öffentlichen VG-Sitzungen teilnehmen, wollen mehr informiert werden.

Angebote nicht annehmen und sich dann laut über die eigene Inkompetenz beschweren - den gleichen Quatsch haben wir in Höhr-Grenzhausen mit der Liste Pucher-Palmer bzw "Wir für Höhr-Grenzhausen".

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